Top-Angebote von QUELLE
Motorsport
   
- Deutschland
Touring-WM
FIA-GP2 2006
FIA-GT 2006
A1-GP-Serie
DTM
Dt. Rallyes
Formel 3
Rennsport
National Neu
Termine 2006
News
Motorsport-TV
Dakar 2006
   
   
       
Verschiedenes
  Links  
  Club-Webs  
  Nebenbei...  
  Clubseite Neu!  
  Auto-Seite  
  Pr. Anzeigen  
  Print-Ausgabe  
Werbung
  Partner  
  Info-Werbung  
  Coubique Info  
Impressum
  Impressum  
  Redaktion  
  Kontakt  
  Disclaimer  
  Mail  
TW-WM
 
24-H-News
24-H-Hauptseite
Vorschau 1
Vorschau 2
BBS-Vorschau
Generationenteam
Zakspeed
BK Racing
Volvo-Letter/pdf
Kati Droste
Bonnfinanz-Vorsch.
Rennen Bastuck
Rennen Bonnfinanz
Rennen Generation
Rennen Kati Droste
Rennen Volvo
Rennen Lambo
Rennen Rikli
News-Archiv
Kalender 2006
Formel 1-News
F 1-Rückblick 05
Rallye-News
R-WM-Rückblick 05
D-RM-Rückblick 05
DTM-News
DTM-Rückblick 05
Weitere News
eBay Partnerprogramm

Veranstalter-Website
Teilnehmer-Liste (pdf)
Live-Ticker
Ergebnis - Zeittraining (pdf)
Ergebnis - Rennen (pdf)
Bericht - Rennen
Bericht - 15.00 - 03.00 Uhr
Bericht - 03.00 - 15.00 Uhr

Bericht - die letzten zwölf Stunden:

Favorit setzt sich durch - Teil 2

Die zweite Rennhälfte des 34. ADAC Zürich 24h-Rennens am Nürburgring begann ohne nennenswerte Zwischenfälle relativ ruhig, was eher ungewöhn-lich ist. Schließlich ist die Devise bei vielen Teams: Die ersten zwölf Stunden fahren wir konstant durch und dann greifen wir an. Von dieser weit ver-breiteten Haltung war jedoch wenig zu spüren, außer dem Unfall des "Sex Bomb"-Porsche gab es kaum etwas zu berichten. Vorne zogen unbeirrt die Porsches von Manthey Racing und Alzen Motorsport ihre Kreise und fuhren dem restlichen Feld, zu diesem Zeitpunkt noch angeführt vom Land-Porsche, davon.

Interessant zu beobachten war die Performance der BMW 120d von Schubert Motorsport. Nachdem das zweite Fahrzeug im Freitagstraining noch einen heftigen Crash hatte und durch eine schrauberische Meisterleistung doch an den Start gebracht wurde, spulte das erste, top-besetzte Fahrzeug problem-los eine Runde nach der anderen ab. Zu Beginn der zweiten Rennhälfte lag der 120d von Hürtgen/Hennerici/Stuck/Schubert bereits auf dem 9. Gesamt-rang, aber es sollte noch besser werden!

Der einzige im Feld verbliebene "Lambo-Racing" Lamborghini Gallardo drehte nach leichten Anfangsschwierigkeiten mittlerweile ebenfalls problemlos seine Runden, außer einer losen Frontspoilerbefestigung gab es keinerlei Grund zur Besorgnis.

Die erste Hiobsbotschaft für ein Top-Team musste das Team des Getrag-BMW hinnehmen. Um 4:30 Uhr beendete ein Motorschaden die bis dahin glanzvolle Vorstellung von Bäder/Hagenmeyer/Schall/Gedlich.

Ebenfalls in der Nacht musste die Besetzung der Zakspeed-Viper mit der Startnummer 3 die Segel streichen. Neben den bereits in der ersten Renn-hälfte auftretende Temperaturproblemen war das Getriebe defekt, sodass jegliche Hoffnungen auf einen vorderen Platz unbegründet gewesen wären. Das zweite Viper-Eisen im Feuer der Zakspeed-Mannschaft fuhr ebenfalls nicht problemlos: Um etwa 6:30 Uhr vergaß man beim Boxenstopp den Tankdeckel zu schließen, woraufhin das "Reptil" auf der Grand-Prix-Strecke viel Benzin verlor. Nach einem Zusatz-Tankstopp und dem kurzzeitigen fünften Platz lag man aber schon kurz darauf wieder auf dem angestammten vierten Gesamtrang.

Am Sonntagmorgen dann sollte es aber auch kleinere Problemchen beim führenden Manthey-Porsche geben, sollte es etwa noch einmal eng werden um den Sieg? Etwa um halb Sieben stellten sich Motoraussetzer ein, die mit einem außerplanmäßigen Boxenstopp durch eine Änderung der Motorelek-tronik jedoch behoben werden konnten. Kaum eine Stunde später kämpfte Timo Bernhard dann mit einem schleichenden Plattfuß vorne links, konnte sich aber noch zur Box zurückschleppen. Nach rund zwei Minuten fieber-hafter Arbeit am linken vorderen Radkasten konnte Mike Rockenfeller das Steuer übernehmen und die Fahrt fortsetzen. Zur selben Zeit hört man aus dem Mund von Jürgen Alzen beruhigendere Worte: "Wir haben bis jetzt sozusagen keine Schraube anfassen müssen - es läuft ganz rund.", so der Teamchef und Fahrer von Alzen Motorsport.

Gegen 9.30 Uhr wurden dann aber auch im Siegerländer Rennstall die ersten Schrauben angefasst, der "große Service" stand an: Neben dem Fahrer wurden nach 116 Runden auch das Öl und die Bremsbeläge gewechselt, um für die letzten Stunden kein Risiko einzugehen. Kurz nach dem Mittagessen wird es dann beim Erst- und Drittplatzierten dramatisch. Beim führenden Manthey-Porsche war ein Stabi gebrochen, im Rahmen eines Boxenstopps konnte dieser Defekt jedoch problemlos behoben werden.

Zur selben Zeit setzten im Bereich Tiergarten Streckenposten alles daran, das brennend gestrandete Auto von Land Motorsport zu löschen. "Wir hatten ein Motorproblem. Der Kurbelgehäusedruck hat sich erhöht. Das kann bei einem 24-Stunden-Rennen normal sein. Doch dann hatte ich Rauch im Auto und musste die Tür aufreißen. Ich habe dann auch mehrere Warnmeldungen gesehen. Zudem habe ich gar nicht gemerkt, dass es brennt. (...) Wir haben keine Möglichkeit mehr, den Schaden zu beheben. (...)", gibt der zum Zeit-punkt des Ausfalls am Steuer befindliche Marc Basseng kurz darauf zu Protokoll.

Durch den Ausfall des Land-Porsches war für die zweite Zakspeed-Viper der Weg frei zum Podium. Die Besatzung derselbigen hätte sich sicherlich nie erträumen lassen, dass diese Platzierung realistisch wäre, aber letztendlich fuhr man um 15 Uhr mit neun Runden Rückstand auf den Manthey-Porsche diesen dritten Gesamtrang ins Ziel. An der Spitze tat sich ebenfalls nichts mehr. Obwohl der Manthey-Porsche den Markenkollegen aus dem Alzen-Rennstall noch locker ein zweites Mal hätte überrunden können, blieb es im Ziel beim Rundenabstand.

Erwähnenswert ist der fünfte Gesamtrang des verbliebenen Schubert BMW 120d. Mit "nur" rund 250 PS, allerdings einer bärenstarken Fahrerbesetzung und keinerlei Zwischenfälle holte man nicht nur den Sieg in der Diesel-Klasse sondern ebenfalls eine Gesamtplatzierung, mit der niemand hätte rechnen können. Mit nur vier Runden Rückstand auf die drittplatzierte Viper von Huppert-Nieder/Gerhard/Riebensahm/Mohr war man dabei aber keineswegs auf "Sparflamme" unterwegs. Die großartige Team-Leistung von Schubert Motors lässt darauf hoffen, dass das beim drittnächsten VLN-Lauf erstmals eingesetzte BMW Z4 M Coupé eine echte Bereicherung im Spitzenfeld der 24h 2007 werden könnte.

Zurück zur Spitze: Mit dem Sieg realisierte sich für das Team von Olaf Manthey ein lang ersehnter Erfolg nach vielen Rückschlägen, vor allem im letzten Jahr. Die Favoritenrolle war klar, aber die 24h Nordschleife sind niemals vorhersehbar und die Manthey-Truppe hat ausgezeichnete Arbeit geleistet. Olaf Manthey zeigte sich nach dem Rennen überglücklich: "Auf der ganzen Welt konnte ich in diesen drei Jahrzehnten Rennsiege erzielen. Aber wie oft ist mir dieses Rennen durch die Finger geglitten!". Der Teamchef aus Bonn ergänzt, "Diesen Sieg verdanke ich einer großartigen Mannschaft und einem tollen Fahrerteam - wirklich alle sind dieses Projekt mit so viel Herzblut angegangen. Das ist ein unglaubliches Gefühl." Uwe Alzen vom zweitplat-zierten Team suchte bereits Gründe, warum es nur zu Platz 2 reichte: "Wir haben das ganze Rennen über 100 Prozent gegeben. Leider hat es am Ende nicht zu Sieg gereicht, weil wir vom Fahrzeug her etwas zu konservativ ins Rennen gegangen sind."

Der dritte Platz für die zweite Zakspeed-Viper bedeutete gleichzeitig den Klassensieg in der Klasse SP8. Der ebenfalls in dieser Klasse gestartete Holden des australischen Mirage-Teams fiel bereits in der ersten Rennhälfte aus.

Äußerst erfolgreich verlief das 24h-Rennen auch für Honda: Im Honda Civic Type-R Cup, bei dem das 24h-Rennen auch zur Meisterschaft gehört, konnte das VLN-Junior-Team bestehend aus Christoph Breuer, Benjamin Koske und Demian Schaffert den Sieg einfahren. In der Klasse für seriennahe Diesel-fahrzeuge über zwei Liter Hubraum war die Fahrerbesetzung Herrmann/ Mansfeld/Kather/Leue auf dem neuen Honda Civic Diesel erfolgreich. Auch bei den seriennahen Fahrzeugen bis zwei Liter Hubraum war ein Honda erfolgreich: Das neuseeländische Fahrergespann McIntyre/Martin/Eady/Taylor landete hier mit einem Honda Civic Type R den Sieg. Die beste Gesamt-platzierung erreichte für Honda aber nicht etwa einer der NSX, sondern mit dem 15. Gesamtrang der Civic Type R von Peter Venn, Kai Riemer, Jörg Chmiela und Franz Fabian.

Anzumerken ist noch das durchweg gute Wetter, lediglich bei den ersten Trainingssessions hatte es etwas geregnet, doch die gesamten 24 Stunden fanden bei sonnigen Witterungsbedingungen und sommerlichen Temperaturen statt. Damit wird den Veranstaltern recht gegeben, die aufgrund der speziel-len Wetterlage in der Eifel die 24h in diesem Jahr um mehr als einen Monat weiter nach hinten verschoben haben! Die rund 198.000 Fans werden es genau so zu schätzen wissen wie auch alle Fahrer und Teams. Freuen wir uns auf ein weiteres schönes 24h-Rennen am Nürburgring im nächsten Jahr.

Michael Bräutigam

GO TOP
 
  [Home] [Formel 1] [TW-WM] [DTM] [Formel 3] [Rallye-WM] [Dt. Rallyes] [News]
[Links] [Kontakt] [Mail] [Impressum] [nach oben]
© Copyright 1999/2006 Auto-Sportwelt