198.000
Fans feiern die beiden siegreichen
Porsche-Teams:
Manthey Racing holt ersten Sieg beim 24h-Rennen Nürburgring
Zwei Teams
mit Heimrecht bestimmten das Geschehen bei der 34. Auflage
des ADAC Zurich 24h-Rennens auf dem Nürburgring. Lucas Luhr
/ Timo Bernhard / Mike Rockenfeller / Marcel Tiemann holten
auf Porsche 911 GT3 den ersten Triumph für das Team von
Olaf Manthey beim Endurance-Klassiker auf der 25,378 km
langen Strecke. Für den Teamchef aus Bonn platzierte sich
die Kombination aus Porsche-Werkspiloten und Ex-DTM-Fahrer
Tiemann im schnellsten Nürburgring-24h-Rennen aller Zeiten
vor dem Porsche GT3 des Alzen-Teams: In 151 Runden (3.832
km) konnten sie Uwe Alzen / Jürgen Alzen / Klaus Ludwig
/ Christian Abt eine Runde hinter sich lassen. Dritte wurden
mit neun Runden Rückstand Hans-Peter Huppert-Nieder / Christopher
Gerhard / Dirk Riebensahm / Werner Mohr (Dodge Viper GTS-R).
Sie profitierten beim ersten Porsche-Triumph seit dem Jahr
2000 vom Pech des lange Zeit an dritter Position geführten
Porsche GT3 RSR von Land Motorsport, der auf der legendären
Nordschleife zweieinhalb Stunden vor Schluss mit Motorschaden
ausfiel. Riesenjubel gab es beim Zieleinlauf im Team von
Olaf Manthey. Der Bonner konnte nach vielen Anläufen zum
ersten Mal in seiner über dreißigjährigen Karriere als Fahrer
und Teamchef die Siegertrophäe entgegennehmen.
Olaf Manthey strahlte: „Auf der ganzen Welt konnte ich in
diesen drei Jahr-zehnten Rennsiege erzielen. Aber wie oft
ist mir dieses Rennen durch die Finger geglitten! Diesen
Sieg verdanke ich einer großartigen Mannschaft und einem
tollen Fahrerteam – wirklich alle sind dieses Projekt mit
viel Herzblut angegangen. Das ist ein unglaublich gutes
Gefühl.“
Ex-DTM-Pilot Marcel Tiemann holte seinen zweiten Sieg beim
ADAC Zurich 24h-Rennen. Er erklärt: „Wir konnten das Rennen
von Anfang an kontrollieren und hatten nie Druck. Es gab
nur kleinere Zwischenfälle. Ab 9.30 Uhr am Sonntagmorgen
haben wir das Auto geschont und uns darauf konzentriert,
den Vorsprung zu halten und nicht mehr weiter auszubauen.
Mechaniker und Fahrer haben keine Fehler gemacht. Das Auto
hatte keine einzige Berührung mit einem Konkurrenten. Das
ist das A und O. Wenn morgen ein Rennen wäre, würde ich
sofort mit der gleichen Mannschaft wieder antreten.“
Auch im zweitplatzierten Alzen-Team überwogen die positiven
Gefühle: „Die Atmosphäre rund um die Nordschleife war wie
immer unglaublich gut“, freut sich Altmeister Klaus Ludwig
über die 198.000 Fans rund um den Kurs, die bei perfekten
äußeren Bedingungen eine vier Tage lange Rennsportparty
feierten. „Ich habe im Motorsport vermutlich schon alles
erlebt – doch dieses Rennen ist immer wieder eine große
Herausforderung.“
Uwe Alzen ergänzt: „Wir haben das ganze Rennen über 100
Prozent gege-ben. Leider hat es am Ende nicht zum Sieg gereicht,
weil wir vom Fahrzeug her etwas zu konservativ ins Rennen
gegangen sind.“