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Info - Kati Droste:

Toller Erfolg trotz Unfallpech:
Kati Droste beim Langstrecken-Klassiker auf Platz drei

Für ihren zweiten Start beim 24-Stunden-Rennen auf der legendären Nürburgring-Nordschleife hatte sich Kati Droste drei Ziele gesetzt: „Erstens: Heil durchkommen. Zweitens: Top 50 der Gesamtwertung. Und drittens: Klassensieg.“ Die Voraussetzungen waren gut: In ihrem Einsatzauto aus der BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft, dem SEAT Leon Cupra R des MotorSportZentrums Rhein- Rur, belegten Kati und ihre Teamkolleginnen Katharina König, Catharina Felser und Christina Surer in ihrer Klasse SP3T zwar nur den fünften Startplatz, doch das war für die vier Damen kein Grund zum Pessimismus.

„Wir wissen, dass wir ein zuverlässiges Auto und ein gutes Team haben. Über die Distanz ist alles möglich. Und bei einem 24-h-Rennen ist die Startposi-tion nicht das Wichtigste“, verkündete Kati vor dem Start-Turn, den sie als Trainingsschnellste der vier Damen fahren durfte. Bis zum ersten Fahrer-wechsel hatte Kati, die sich auf den kräftezehrenden 24h-Marathon mit ihrem INJOY-Fitness-Programm be-stens vorbereitet hatte, mit einer bärenstarken Fahrt mehr als 30 Posi-tionen gut gemacht und den Seat an Kollegin Christina Surer übergeben. Leider geriet die Schweizerin in ihrer siebten Runde mit einem Konkurrenten aneinander, wobei der MSZ-RR-Wagen vorne rechts schwer beschädigt wurde.

Rund zwei Stunden dauerte die Reparatur, und als die Damen wieder ins Rennen gehen konnten, waren sie auf den deprimierenden 188. Gesamtrang zurückgefallen. Dem von Teamchef Robert Richter hervorragend aufgestellten Team des MotorSportZentrums Rhein-Rur, das den arg mitgenommenen Seat wieder in einen konkurrenzfähigen Zustand versetzte, war es zu verdanken, dass Kati und ihre Kolleginnen eine furiose Aufholjagd starten konnten. Unverdrossen arbeiteten sie sich mit einem problemlos funktionierenden Wagen bis zum frühen Morgen um rund 90 Positionen nach vorne.

„Das Auto läuft wie ein Uhrwerk. Vor allem nachts ging es richtig vorwärts“, meldete Kati nach ihren beiden Turns in der Dunkelheit. Am frühen Morgen geriet Christina Surer im ohnehin extrem unfallträchtigen Rennen im Pulk mit mehreren Konkurrenten erneut in die Mangel, schlug nach einer Berührung mit einem Konkurrenten rückwärts in die Leitplanke ein und konnte einen größeren Schaden nur mit Mühe verhindern.

“Das ging gerade noch gut. Im Grunde habe ich mich nur gedreht und gott-seidank nicht viel Zeit verloren”, freute sich die Schweizerin über ihren gelungenen Rettungsversuch und übergab einen nach wie vor gut laufenden SEAT an Catharina Felser, die ihrerseits nun Probleme mit den Bremsen bekommen sollte. Dennoch gelangen ihr sehr gute Zeiten und nach einem weiteren Boxenstopp war auch dieses Problem wieder beseitigt.

In der Endphase des Rennens galt es, die zwischenzeitlich über 120 ge-wonnenen Positionen zu verteidigen - und obwohl der Motor spürbar an Leistung verlor, gelang den vier schnellen Ladies sogar noch der Vorstoß auf den 62. Rang in der Gesamtwertung, womit sie zugleich den dritten Platz in der Klasse eroberten.

In die Freude über eine tadellose Leistung mischte sich bei Kati Droste indes auch eine gehörige Portion Schwermut: „Wir sind sieben Runden hinter den Klassensiegern ins Ziel gekommen. Zwölf Runden hat die Reparatur gedauert. Es ist leicht auszurechnen, was an diesem Wochenende möglich gewesen wäre. Ein kleiner Trost ist der Umstand, dass unser MSZSchwesterauto den SP3T-Sieg errungen hat.“

Wer die 21-jährige Dorstenerin kennt, weiß, dass sie sich nicht lange mit Depressionen aufhält: „Jetzt wird erst mal ausgeschlafen. Und beim nächsten Lauf zur BF Goodrich Langstreckenmeisterschaft schlagen Kathi und ich wieder zu!“

Rainer Rohstock
Picture Credit: © Peter Burggraf

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