13. Juni 2007 - Info - Captain Racing:
Bravouröse
Leistung für Alex Winter im
ADAC 24h-Marathon
Der junge Rennfahrer Alex Winter aus Korschenbroich-Glehn
schlug sich am vergangenen Rennwochenende beachtlich. Zusammen
mit Teamchef Helmut Dutz (Rhede) belegte Winter auf einem
460 PS starken Mitsubishi Lancer Evo8 den 4. Rang in der Turboklasse
bis 2 Liter Hubraum. Alex Winter ist überwältigt!
Zum ersten Mal in seinem jungen Rennfahrerleben hat der Korschenbroicher
das berühmte ADAC 24h-Rennen bewältigt. Zusammen mit seinen
Team-kollegen Helmut Dutz, Bruno Fechner und dem Rapper Kool
Savas bestritt Winter das Marathonrennen in der Eifel.
Im Tag- und Nachttraining am Freitag vor dem Wochenende hatte
das Team den achten Platz in der Klasse SP3T erringen können.
Alex Winter fuhr als einer der erfahrenen Piloten im Team
sowohl die schnellste Zeit, als auch die optimalen Fahrwerkseinstellungen
des Allrad-Mitsubishi heraus. Sorgen bere-iteten dem Team
ein mächtiger Turboschub in einem knappen Drehzahlband und
damit auch ein hoher Verbrauch. Neben diesen technischen Unwägbar-keiten,
grinst Alex Winter wie ein Schuljunge über die gelungene Gesamt-fahrzeugkonzeption.
"Der Allradantrieb hilft uns bei der gewaltigen Leistung von
460 PS, der Turbo setzt aber erst zwischen 6.500 und 8.000
Touren ein. Man muss den Wagen schon auf Zug halten, wenn
der Turbolader einsetzt, geht es dagegen mächtig nach vorn."
Bevor es im Rennen mächtig nach vorn gehen konnte, setzte
ein Unwetter den Nürburgring vor dem Start zum 24h-Rennen
erstmal kräftig unter Wasser. Nichts ging mehr, sodass die
Rennleitung das Rennen zum ersten Mal in der 35 jährigen Geschichte
verschob. Zwei Stunden später waren die Sturzbäche, die Golfball
großen Hagelkörner und die dunklen Wolkenwände vergessen und
die 220 Fahrzeuge setzten sich vor 210.000 Zuschauern in Bewegung.
Das Team gab alles, in Doppelturns schoben sich Winter und
seine Team-kollegen immer weiter nach vorne. Der mit Yokohama-Reifen
bestückte Allrad-Renner zog ungerührt seine Runden durch die
Eifel. Erst in den später Nachtstunden wurde zuerst die Sicht
nach zahlreichen Nebelbänken immer schlechter, bist das Rennen
um 04 Uhr Morgens von der Rennleitung unter-brochen wurde.
Erst fast sechs Stunden später ging es weiter. Im 6-Runden
Rhythmus kam man zum tanken und Reifen wechseln. Die vier
Piloten wechselten sich am Volant ab, die TV-Crews der Sender
Pro7, Sat1 und DMAX drehten was das Zeug hielt. Nach 18 Stunden
reiner Fahrzeit fiel sich das Flink-Team um die vier Rennfahrer
in die Arme.
Mission erfüllt, man hatte hart gekämpft, alles gegeben und
letztlich mit Rang vier ein verdientes Ergebnis für das junge
Rennteam eingefahren. Alex Winter jubelte: "Das war ein fantastisches
Rennen, hart, es hat aber sehr viel Spaß gemacht. Aufgrund
einer suboptimalen Sitzposition bekam ich zwischendurch immer
wieder Muskelkrämpfe in Beinen und Füssen. Aber ich habe gekämpft
und es hat sich gelohnt! Ich bin unglaublich happy!" (ws)
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