10. Juni 2007:
Manthey
wiederholt 24-Stunden-Triumph am Nürburgring
* Zweiter Sieg zur Silbernen Hochzeit
In einem der turbulentesten 24-Stunden-Rennen der vergangenen
Jahre haben sich die Vorjahressieger auf dem Nürburgring durchsetzen
können: Das Team von Olaf Manthey mit Timo Bernhard / Marc
Lieb / Romain Dumas / Marcel Tiemann (Dittweiler / Ludwigsburg
/ Basel / Monaco, Porsche 911 GT3 RSR) konnte sich nach 112
Runden auf der 25,378 km langen Kombination aus Grand-Prix-Strecke
und Nordschleife vor der Dodge Viper des Zakspeed-Teams platzieren:
Duncan Huisman / Tom Coronel / Patrick Simon / Christophe
Bouchut (Niederlande / Niederlande / Wiesbaden / Frankreich)
lagen im Ziel eine Runde zurück. Die Porsche-Piloten von Land
Motorsport wurden als Dritte abgewinkt.
210.000 Zuschauer hatten zuvor ein Rennen erlebt, das alle
Zutaten eines Langstreckenkrimis hatte. Der Start musste wegen
Unwettern um knapp zwei Stunden verschoben werden, Nebel führte
zu einer mehrstündigen Unter-brechung in der Nacht.
Chancenlos blieben die als Mitfavoriten gestarteten Lokalmatadore
des Phoenix-Teams um Klaus Ludwig (Aston Martin DBRS 9, Ausfall
mit Motor-schaden) sowie das im Ziel fünftplatzierte Schubert-Team
(BMW Z4 M Coupé mit Hans-Joachim Stuck / Johannes Stuck /
Claudia Hürtgen / Richard Göransson).
Im Wechselwetter der Hocheifel war es das siegreiche Manthey-Team,
das mit einer routinierten Leistung und hoher Pace fehlerlos
unterwegs war.
„Dieser Sieg schmeckt natürlich noch viel besser als der im
vergangenen Jahr“, strahlte Teamchef Olaf Manthey beim Zieleinlauf
nach 18:01:30,009 Stunden. „Zwei Mal hintereinander die 24
Stunden zu gewinnen, wenn man zuvor 27 Jahre lang daneben
gehauen hat, ist einfach phantastisch.“
Für Manthey wurde mit der Wiederholung des Vorjahreserfolges
auch deshalb ein Traum wahr, weil der Sieg das Sahnehäubchen
zur silbernen Hochzeit mit Ehefrau Renate am Samstag war.
Fahrer Timo Bernhard freute sich nach der Sektdusche: „Wir
hatten das ganze Rennen über keinerlei Probleme. Im Prin-zip
könnten wir jetzt volltanken und gleich die nächsten 24 Stunden
fahren.“
Das wegen nächtlichem Nebel verkürzte Rennen war für die Fans
entlang der Strecke zwar ungewöhnlich kurz, bot dafür aber
um so mehr Action. Bis zur Zwangspause hatten sich die Teams
an der Spitze einen atemberaubenden Fight geliefert, der nach
der Unterbrechung in den Morgenstunden nahtlos fortgesetzt
werden konnte.
„Wir sind hoch zufrieden“, zog auch Peter Zakowski, der Teamchef
der zweitplatzierten Zakspeed-Mannschaft ein positives Fazit.
„Das Rennen war am Schluss etwas zu kurz für uns, denn über
die Distanz hatten wir uns etwas mehr ausgerechnet.“ Für das
Niederzissener Team war es der größte Erfolg bei den 24 Stunden
am Nürburgring seit dem Sieg im Jahr 2002.
|
|