Vierter Deutschland-Sieg
in Folge für Weltmeister Loeb
Der französische Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb schaffte beim elften
Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft das Quattro. Zum vierten Mal gewann
der 31jährige Elsässer die Rallye Deutschland in Folge. Citroën erreichte
wie im Vorjahr mit dem Belgier François Duval das Doppel. Nach 19
Asphalt-prüfungen (= 355,40 km) fuhr der WM-Tabellenführer Loeb einen
Vorsprung von 37,4 Sekunden auf Duval heraus. Die Konkurrenz hatte
auch bei der vierten deutschen WM-Auflage gegen Citroën keine Chance.
Der finnische Peugeot-Pilot Marcus Grönholm wurde als Dritter mit
einem Abstand von bereits 2:04,8 Minuten „the best of the rest“. Alle
Spitzenplätze heimste der französische Automobilkonzern PSA ein, denn
mit dem Esten Markko Märtin im zweiten Peugeot 307 fuhr ein weiteres
PSA-Modell auf den vierten Platz (Rückstand: 4:09,4 Minuten).
Mit seinem achten Saisonsieg egalisierte der Rekordjäger Loeb eine
weitere Bestmarke in der WM. Er zog mit dem Finnen Tommi Mäkinen,
der von 1999 bis 2002 vier Mal die Rallye Monte Carlo gewinnen konnte,
und mit Richard Burns, der ebenfalls vier Mal von 1998 bis 2001 in
seiner britischen Heimat siegte, gleich. Mit seinem 18. Laufsieg und
mit inzwischen 93 Punkten vergrößerte er seinen Vorsprung auf 32 Zähler
zu Grönholm und kann beim nächsten WM-Lauf in Wales seinen WM-Titel
erfolgreich verteidigen, sofern er dort seinen Vorsprung zu seinen
Verfolgern auf 40 Punkte erhöht.
Auf den norwegischen Vize-Champion Petter Solberg und Tabellendritten,
der nach Getriebeproblemen am Subaru Impreza nur den siebten Rang
(Rückstand: 7:48,1 Minuten) erreichte, erhöhte er der Abstand von
auf 38 Zähler. In der Marken-WM hat Titelverteidiger Citroën mit 123
Punkten wieder die Spitze übernommen und liegt nach elf Entscheidungen
sechs Zähler vor Peugeot und 41 Punkte vor Ford.
Die OMV ADAC Rallye wurde vom Start weg vom Citroën dominiert. 16
der 19 möglichen Bestmarken gingen an das Zwei-Zacken-Team. Loeb war
dabei auf 13 Entscheidungen der Schnellste. Die Konkurrenz hatte beim
„Heimspiel“ von Loeb, wie Loeb wegen der Nähe zu seiner elsässischen
Heimat diese Rallye selbst bezeichnet, erneut keine Chance. „Wir fahren
in einer anderen Liga“, gab Grönholm zu verstehen. „Rekorde interessieren
mich nicht so sehr. Wichtig ist für mich und mein Team die Weltmeister-schaft.
Mit jedem Sieg kommen wir dieser näher“, meinte Seriensieger Loeb.
„Ich freue mich natürlich jedes Mal sehr, wenn ich nahe meiner Heimat
gewinne. Die ersten beiden Tage haben wir richtig attackiert. Heute
haben wir das Tempo herausgenommen und sind nur noch auf Sicherheit
gefahren. Das Team hat erneut einen ganz tollen Job gemacht. Ihm verdanke
ich bei dieser sehr schwierigen Rallye auch den Sieg“, ergänzte „Super-Seb“.
Bester Deutscher war nach dem Ausfall von Armin Schwarz am Samstag
der zweifache Deutsche Meister Hermann Gaßner (Surheim) auf dem 18.
Platz (Rückstand: 25:53,7 Minuten). In seinem seriennahen Mitsubishi
Lancer gewann er bei seinem Heimspiel erneut die Kategorie der Produktionswagen.
Schwarz musste am Samstagmorgen wegen eines Motorschadens seines Skoda
Fabia seine Abschiedsvorstellung auf deutschem Boden vorzeitig beenden.
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