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Erster Dakar-Sieg
für Mitsubishi-Angestellten Masuoka
Technik vereitelte zweiten Triumph für Jutta Kleinschmidt
von Toni Hoffmann
Dakar/Senegal - Statt der schwarz-rot-goldenen Flagge wehte diesmal
im Ziel der 24. Rallye Dakar der weiße Banner mit dem roten Punkt.
Der Japaner Hiroshi Masuoka und sein französischer Beifahrer Pascal
Maimon feierten im Mitsubishi Pajero ihren ersten Sieg beim legendären
Marathon-Klassiker. Nach knapp 9 500 Gesamtkilometer vom französischen
Arras in die senegalesische Hauptstadt Dakar blieb der favorisierten
Deutschen Jutta Kleinschmidt nach ihrem historischen Vorjahressieg
diesmal nur der Ehrenrang. Nach 15 Prüfungen über 3 572 Kilometer
mussten sich die 39 Jahre alte Kölnerin und ihr Münchner Beifahrer
Andreas Schulz um 22:01 Minuten geschlagen geben. Dritte mit einem
Rückstand von 35:15 wurden ihre Mitsubishi-Kollegen Kenjiro Shinozuka/Thierry
Delli-Zotti (Japan/Frankreich).
Während die Diplom-Physikingenieurin Kleinschmidt erneut eine fehlerfreie
Rallye fuhr, machte ihr die Mitsubishi-Technik einen dicken Strich
durch die Rechnung, ihren sensationellen Triumph aus dem Vorjahr
zu wiederholen. Die selbst durchgeführte Reparatur zweier Antriebsschäden
kostete sie mehr als eine Stunde, die ihren zweiten Dakar-Triumph
vereitelte.
Die "Dakar-Queen" zeigte sich als faire Verliererin. "Masuoka hat
diesen Sieg verdient. Bei einer solchen Rallye Zweite zu sein, ist
auch nicht schlecht", meinte die Marathon-Vizeweltmeisterin, die
zwei Tagessiege erzielte. "Wir hätten gewinnen können, aber zweimal
ist die Kardanwelle gebrochen. Durch die Reparatur haben eine Stunden
verloren. Mit einem solchen Handikap kann man nicht gewinnen."
Der 41 Jahre alte Mitsubishi-Angestellte Masuoka gewann fünf der
15 Prüfungen und führte ab der sechsten Etappe bis ins Ziel am Lac
Rosé bei Dakar. "Das ist die Wiedergutmachung für das letzte Jahr,
als ich mit Pech den Sieg verpasst habe. Jetzt aber habe ich gewonnen",
freute sich Masuoka, der 1987 erstmals bei der Dakar startete und
bei mehreren Einsätzen von Andreas Schulz durch die Wüste navigiert
wurde. Für Mitsubishi war Masuoka-Sieg der achte Dakar-Erfolg mit
neun Fahrzeugen unter den ersten Zehn.
Bereits auf fünften Etappe war der diesjährigen Dakar die Würze
genom-men. Der im Vorjahr alles dominierende "Rosenkrieg" zwischen
Jutta Kleinschmidt und ihrem Erzrivalen sowie einstigen Lebenspartner
Jean-Louis Schlesser (Monaco) war vorzeitig beendet, als der Buggy
des Marathon-Weltmeisters abbrannte.
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