Volkswagen feiert Klassensieg bei Dakar-Premiere
Bei der Premiere von Volkswagen im Marathon-Sport gelang
dem Werksteam
bei der Rallye Telefónica Dakar ein beachtliches Ergebnis. Seinen ersten
Wett-bewerbseinsatz überhaupt beendete der Volkswagen Tarek nach 19 harten
Wett-bewerbstagen auf Platz sechs mit Stéphane Henrard und Bobby Willis
und
Rang acht durch Jutta Kleinschmidt und Fabrizia Pons. Dabei freute sich
die Mann-schaft von Rudolf-Helmut Strozyk, dem Leiter von Volkswagen Racing,
bei der Wüsten-Premiere über besondere Erfolge.
Nicht nur, dass beide Prototypen bei einer Ausfallquote von 53 Prozent des
gesamten Starterfeldes der 130 Teilnehmer die Distanz von 8602 Kilometern
erfolgreich absolviert haben. Gleich in zwei Disziplinen hatten die orange-roten
Wüsten-Buggys die Nase vorn: Im Feld der zwölf gestarteten Fahrzeuge gelang
Volkswagen der Doppelsieg in der Wertungsklasse für zweiradangetriebene
Autos.
Die Wettbewerbsfähigkeit der TDI®-Technologie stellte das Unternehmen ebenfalls
eindrucksvoll unter Beweis – die beiden 218 PS starken Buggys wurden als
beste der 67 gestarteten Diesel-Fahrzeuge klassifiziert. Bei einer
mit einem Durchschnitt von 107 km/h ungewöhnlich schnellen Ausgabe der Rallye
Dakar mit beiden Tarek unter den besten Zehn im Gesamtergebnis zu liegen,
gilt als weiterer Beleg für den Erfolg der Mannschaft aus Wolfsburg.
„Gemessen
an unseren eigenen Zielen hat das Ergebnis die Erwartungen bei weitem
übertroffen“, freute sich Rudolf-Helmut Strozyk über die Leistung der
33-köpfigen Mannschaft. „Es war unser Debüt in der Wüste, und dazu haben
wir
uns die härteste Marathon-Rallye der Welt ausgesucht. Weder das gute Ge-samtergebnis
noch der Sieg in der Klasse für zweiradangetriebene Fahrzeuge oder die
Platzierung in der Diesel-Gruppe standen in unserem Aufgabenkatalog. Wir
wollten lernen und dabei eine Mannschaft, die acht Nationen repräsentiert,
zusammenführen und an ihr neues Umfeld gewöhnen. Über die gewonnenen Erfahrungen
hinaus haben wir sogleich auch erste zählbare Erfolge erzielt. Mein Glückwunsch
gilt dem gesamten Team für dieses tolle Ergebnis.“
Der von Volkswagen in Zusammenarbeit mit ItalDesign aus dem italienischen
Turin innerhalb weniger Monate entwickelte Tarek erregte nicht nur mit
den guten Endergebnissen Aufsehen. Mit der drittbesten Etappenzeit am
dritten Wertungs-tag und dem zweitbesten Ergebnis auf der vorletzten Etappe
stellten Stéphane Henrard und Bobby Willis auch das grundsätzliche Potenzial
des Coupés in einem Wettbewerbsumfeld unter Beweis, das in diesem Jahr
das hochwertigste seit langem war.
Jutta Kleinschmidt und Fabrizia Pons, denen am Finaltag ebenfalls eine
dritt-beste Etappenzeit gelang, bestätigten diese Ergebnisse mit ihren
Positionen im Verlauf der Rallye: Am zweiten Wertungstag auf Platz 64
zurückgefallen, er-oberte sich das versierte Damen-Team binnen vier Tagen
eine Position unter den besten Zehn zurück. Auf der neunten und der zehnten
Etappe behauptete sich Jutta Kleinschmidt, die Dakar-Siegerin des Jahres
2001, sogar auf Gesamtrang vier, bevor sie durch einen Defekt um sieben
Positionen zurückfiel und sich ein zweites Mal bis unter die ersten Zehn
verbesserte.
Dieter Depping und Walter Bachhuber, die einen dritten, als Chase-Car
zur Unterstützung der beiden weiteren Fahrzeuge konzipierten Tarek steuerten,
waren nach einem Unfall auf der fünften Etappe in Tunesien ausgeschieden.
Zwischenzeitlich in ihre Heimat geflogen, ließen es sich die beiden Deutschen
nicht nehmen, zum Ende der Rallye wieder zur Veranstaltung zurückzukehren
und ihr Team in Ägypten zu überraschen.
Stimmen im Ziel:
Rudolf-Helmut
Strozyk, Leiter Volkswagen Racing:
„Dieses Ergebnis übertrifft alle Erwartungen. Wir wurden zu Beginn nicht
von allen Gegnern ernst ge-nommen, doch die Kritiker wurden spätestens
ab Afrika leise. Alle Teammit-glieder und ihre Familien mussten in den
letzten Monaten harte Entbehrungen hinnehmen. Das Resultat ist deshalb
eine schöne Belohnung für alle Beteiligten, auf die ich stolz bin und
denen ich meinen herzlichen Dank aussprechen möchte. Gleichzeitig gehen
von dem Ergebnis wichtige Impulse für die Zukunft aus. Wir stehen am Beginn
eines bedeutenden Projekts, dessen nächster Schritt bereits geplant ist.
Unsere Vorbereitungen für die vom 13. bis zum 16. März ausgetragene Baja
Italien als Auftakt zum Marathon-Weltcup 2003 haben längst begonnen.“
Jutta Kleinschmidt: „Wir alle sind stolz darauf, diese Herausforderung
bewältigt zu haben – noch dazu bei einer so kurzen Vorbereitungszeit.
Vielen Dank an
das gesamte Team und meine Beifahrerin Fabrizia Pons für die tolle Arbeit.
Trotz aller Rückschläge haben wir uns immer wieder nach vorne gekämpft
und
für Volkswagen einen schönen Debüterfolg erzielt.“
Stéphane Henrard: „Ich bin überglücklich! Platz sechs belegt, dass
die grund-sätzliche Herangehensweise von Volkswagen absolut korrekt war.
In einem Jahr besonders starker Konkurrenz ist das mehr, als wir erwarten
konnten. Da ich zum ersten Mal in einem Werksteam gestartet bin, konnte
ich die Vorzüge der guten Betreuung umsetzen und stärker attackieren als
früher. Jetzt werden wir den Erfolg des Teams gebührend feiern!“
Dieter Depping: „Das ist ein ganz tolles Teamergebnis, zu dem ich
gerne nicht nur bei der Vorbereitung und zu Beginn der Rallye beigetragen
hätte. Ich habe den Marathon-Sport kennen und schätzen gelernt. Nach meinem
Unfall will ich jetzt erst recht weitermachen und mich in dieser Disziplin
etablieren.“
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