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27. Rallye "Dakar"
Barcelona - Marokko - Dakar
21. Dezember 2004 bis 16. Januar 2005
Streckenlänge: 9.039 km * 15 Prüfungen = 5.433 km


09. Januar 2005: Mitsubishi Motorsport News

Mitsubishi startet auf den Plätzen eins und zwei in die letzte Dakar-Woche
- Peterhansel und Alphand wollen an der Spitze kontrolliert fahren
- Masuoka hält Podiumsplatzierung für möglich
- Zielankunft hat bei Roma und Mayer Priorität

Nach 5000 Kilometern und einer extrem harten Wettkampfwoche in Afrika legt die Rallye Dakar in der mauretanischen Stadt Atar ihren einzigen Ruhetag ein. "Wir sind in Marokko bei Sandsturm gestartet und haben jetzt sieben Tage später immer noch Sandsturm", fasst Spitzenreiter Stéphane Peterhansel die ersten neun von insgesamt 16 Etappen der härtesten Rallye der Welt zusammen. Gilles Picard, Beifahrer des Gesamtzweiten Luc Alphand, ergänzt: "Klar, eine Dakar ist niemals einfach, aber die siebte Etappe war extrem. Für die Wetterbedingungen war sie einfach zu lang."

Peterhansel fuhr auf dieser Tortur über 660 Kilometer seinen zweiten Tagessieg ein und übernahm die Führung, viele Fahrer erreichten das Zwischenziel, die Oase Tichit, aber erst am folgenden Tag. Die Prüfung des achten Etappe wurde abgesagt.

In die letzte Dakar-Woche startet Peterhansel mit 20 Minuten Vorsprung vor seinem Mitsubishi Teamkollegen Alphand. Vorjahressieger Peterhansel erklärt seine Taktik: "Ich bin in der glücklichen Situation, dass ich nicht unbedingt attackieren muss. Ich werde erst einmal sehen, was meine Verfolger machen."

Dass er die Zwischenstation Atar wegen eines Motorproblems nur in lang-samer Fahrt erreichte, beunruhigte Peterhansel kaum. Die Mechaniker nutzen den Ruhetag, um einen Kolben zu wechseln. "Damit dürfte wieder alles okay sein", gibt der 39-jährige Franzose Entwarnung.

Luc Alphand, der wie sein Mitsubishi Teamkollege einen Pajero Evolution steuert, hat als Zweiter der Gesamtwertung 20 Minuten Vorsprung zur Drittplatzierten Jutta Kleinschmidt (VW). Angesichts des Zeitpolsters nach hinten will auch Alphand keine unnötigen Risiken eingehen, zumal weitere schwierige Prüfungen folgen. Beifahrer Gilles Picard ist gewarnt: "Uns erwarten noch einige harte Tage, angefangen bei der morgigen Etappe. Aber die härteste Prüfung soll das 656 Kilometer lange Teilstück von Atar nach Kiffa am Dienstag sein."

Hiroshi Masuoka hatte am fünften Tag ein Schlagloch übersehen und sich die Aufhängung beschädigt. Die dreistündige Reparatur hatte ihn bis auf Platz 110 zurückgeworfen. Zusammen mit seinem deutschen Beifahrer Andreas Schulz kämpfte er sich bereits wieder auf den sechsten Platz vor. Masuoka: "In der kommenden Woche habe ich die Aufgabe, unseren beiden Autos an der Spitze zur Seite zu stehen. Wenn sie schnell unter-wegs sind, werden wir es auch sein. Ich halte es daher durchaus für mög-lich, bis auf den dritten Platz vor zu fahren."

Eine beeindruckende Leistung zeigt auch Teamneuzugang Nani Roma im Cockpit des Mitsubishi Pajero Evolution. Der Spanier hatte im Vorjahr die Motorradwertung der Dakar gewonnen und bestreitet den Wüstenklassiker 2005 zum ersten Mal auf vier Rädern. Zwischenzeitlich hatte er sich bis auf den sechsten Platz vorgekämpft. Auf dem Weg nach Atar blieb er aber in einer Düne stecken, sodass er vom Service-Lkw frei gezogen werden musste. Insgesamt vier Stunden büßte Roma ein und liegt jetzt auf Posi-tion acht. "In der kommenden Woche werden wir so weit es geht Dünen umfahren. Unser Ziel ist es, im Rennen zu bleiben und bis nach Dakar durchzukommen", erklärte Roma.

Die Ankunft in Dakar ist auch das oberstes Ziel von Andrea Mayer. Die Allgäuerin liegt auf Rang 14, hat aber nur eine Stunde Rückstand auf einen Top-10-Platz. "Ich bin die Rallye zu ruhig angegangen und hatte etwas Probleme, meinen Rhythmus zu finden. Dann lief es eigentlich ganz gut, besonders der L200 Pick-Up macht wirklich Spaß und ist sehr zuverlässig. Leider kam immer wieder etwas anderes dazwischen. Am sechsten Tag haben wir uns verfahren, auf der extrem schwierigen siebten Prüfung sind wir mehrfach stecken geblieben und hatten schließlich kein Benzin mehr, sodass wir erst um 1.00 Uhr nachts ins Ziel kamen. Aber die Rallye ist noch lang. Wir werden sehen, wo wir am Ende stehen."

Nach WP 8:
1. Peterhansel
2. Alphand 20.01
3. Kleinschmidt 40.26
4. Sousa 2.39.19

5. De Villiers

3.03.02
6. Masuoka 3.52.19
12. Mayer

8.11.29

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