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09. Januar 2005: Mitsubishi Motorsport News
Mitsubishi
startet auf den Plätzen eins und zwei in die letzte
Dakar-Woche
- Peterhansel und Alphand wollen an der
Spitze kontrolliert fahren
- Masuoka hält Podiumsplatzierung für möglich
- Zielankunft hat bei Roma und Mayer Priorität
Nach 5000 Kilometern und einer extrem harten Wettkampfwoche
in Afrika legt die Rallye Dakar in der mauretanischen
Stadt Atar ihren einzigen Ruhetag ein. "Wir sind
in Marokko bei Sandsturm gestartet und haben jetzt
sieben Tage später immer noch Sandsturm", fasst
Spitzenreiter Stéphane Peterhansel die ersten
neun von insgesamt 16 Etappen der härtesten Rallye
der Welt zusammen. Gilles Picard, Beifahrer des
Gesamtzweiten Luc Alphand, ergänzt: "Klar, eine
Dakar ist niemals einfach, aber die siebte Etappe
war extrem. Für die Wetterbedingungen war sie
einfach zu lang."
Peterhansel fuhr auf dieser Tortur über 660 Kilometer
seinen zweiten Tagessieg ein und übernahm die
Führung, viele Fahrer erreichten das Zwischenziel,
die Oase Tichit, aber erst am folgenden Tag. Die
Prüfung des achten Etappe wurde abgesagt.
In die letzte Dakar-Woche startet Peterhansel
mit 20 Minuten Vorsprung vor seinem Mitsubishi
Teamkollegen Alphand. Vorjahressieger Peterhansel
erklärt seine Taktik: "Ich bin in der glücklichen
Situation, dass ich nicht unbedingt attackieren
muss. Ich werde erst einmal sehen, was meine Verfolger
machen."
Dass er die Zwischenstation Atar wegen eines Motorproblems
nur in lang-samer Fahrt erreichte, beunruhigte
Peterhansel kaum. Die Mechaniker nutzen den Ruhetag,
um einen Kolben zu wechseln. "Damit dürfte wieder
alles okay sein", gibt der 39-jährige Franzose
Entwarnung.
Luc Alphand, der wie sein Mitsubishi Teamkollege
einen Pajero Evolution steuert, hat als Zweiter
der Gesamtwertung 20 Minuten Vorsprung zur Drittplatzierten
Jutta Kleinschmidt (VW). Angesichts des Zeitpolsters
nach hinten will auch Alphand keine unnötigen
Risiken eingehen, zumal weitere schwierige Prüfungen
folgen. Beifahrer Gilles Picard ist gewarnt: "Uns
erwarten noch einige harte Tage, angefangen bei
der morgigen Etappe. Aber die härteste Prüfung
soll das 656 Kilometer lange Teilstück von Atar
nach Kiffa am Dienstag sein."
Hiroshi Masuoka hatte am fünften Tag ein Schlagloch
übersehen und sich die Aufhängung beschädigt.
Die dreistündige Reparatur hatte ihn bis auf Platz
110 zurückgeworfen. Zusammen mit seinem deutschen
Beifahrer Andreas Schulz kämpfte er sich bereits
wieder auf den sechsten Platz vor. Masuoka: "In
der kommenden Woche habe ich die Aufgabe, unseren
beiden Autos an der Spitze zur Seite zu stehen.
Wenn sie schnell unter-wegs sind, werden wir es
auch sein. Ich halte es daher durchaus für mög-lich,
bis auf den dritten Platz vor zu fahren."
Eine beeindruckende Leistung zeigt auch Teamneuzugang
Nani Roma im Cockpit des Mitsubishi Pajero Evolution.
Der Spanier hatte im Vorjahr die Motorradwertung
der Dakar gewonnen und bestreitet den Wüstenklassiker
2005 zum ersten Mal auf vier Rädern. Zwischenzeitlich
hatte er sich bis auf den sechsten Platz vorgekämpft.
Auf dem Weg nach Atar blieb er aber in einer Düne
stecken, sodass er vom Service-Lkw frei gezogen
werden musste. Insgesamt vier Stunden büßte Roma
ein und liegt jetzt auf Posi-tion acht. "In der
kommenden Woche werden wir so weit es geht Dünen
umfahren. Unser Ziel ist es, im Rennen zu bleiben
und bis nach Dakar durchzukommen", erklärte Roma.
Die Ankunft in Dakar ist auch das oberstes Ziel
von Andrea Mayer. Die Allgäuerin liegt auf Rang
14, hat aber nur eine Stunde Rückstand auf einen
Top-10-Platz. "Ich bin die Rallye zu ruhig angegangen
und hatte etwas Probleme, meinen Rhythmus zu finden.
Dann lief es eigentlich ganz gut, besonders der
L200 Pick-Up macht wirklich Spaß und ist sehr
zuverlässig. Leider kam immer wieder etwas anderes
dazwischen. Am sechsten Tag haben wir uns verfahren,
auf der extrem schwierigen siebten Prüfung sind
wir mehrfach stecken geblieben und hatten schließlich
kein Benzin mehr, sodass wir erst um 1.00 Uhr
nachts ins Ziel kamen. Aber die Rallye ist noch
lang. Wir werden sehen, wo wir am Ende stehen."
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