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09. Januar 2005: VW-Presseinformation
Positive
‚Dakar’-Zwischenbilanz von Volkswagen
Jutta Kleinschmidt auf dem dritten Gesamtrang,
zwei Etappensiege, zwischenzeitliche Führung für
Robby Gordon und Bruno Saby, alle vier Race-Touareg
noch im Wettbewerb – Volkswagen zieht am Ruhetag
der Rallye Dakar in Atar in Mauretanien eine positive
Zwischenbilanz.
Vor der letzten Woche dieses Wüsten-Klassikers,
in dem mit 2.880 Wer-tungsprüfungs-Kilometern
noch fast drei Fünftel der gewerteten Distanz
zurückgelegt werden muss, bevor am 16. Januar
Dakar im Senegal erreicht wird, ist für die deutsche
Volkswagen Werksfahrerin Jutta Kleinschmidt und
ihre italienische Copilotin Fabrizia Pons eine
Spitzenplatzierung in Reichweite. Mit dem von
einem 260 PS starken 2,5-Liter-Fünfzylinder-TDI-Dieselmotor
angetriebenen Race-Touareg verbesserte sich das
Damen-Duo seit der Überfahrt nach Afrika am 2.
Januar vom neunten auf den dritten Rang, den es
seit der sechsten Etappe am Mittwoch erfolgreich
verteidigt.
Gerade unter schwierigsten Bedingungen wie beispielsweise
im Sandsturm auf der Marathon-Etappe am Donnerstag
spielt die deutsche ‚Dakar’- Siegerin von 2001
ihre große Erfahrung und ihre umfassenden Wüsten-Kenntnisse
aus, um mit kontrolliertem Risiko ihre Chancen
zu wahren.
Für Aufsehen in jeder Hinsicht sorgt Neuverpflichtung
Robby Gordon. Der US-Star aus der NASCAR-Serie
gewann mit seinem deutschen Beifahrer Dirk von
Zitzewitz die erste und die vierte Etappe und
beweist auch in der Wüste, beispielsweise mit
Rang drei am neunten Tag, sein Können. Auf der
sechsten Etappe überschlug sich der 36-jährige
Gordon mehrfach, blieb aber wie sein "Co" unverletzt
und konnte den Wettbewerb nach mehrstündigem Zeitverlust
fortsetzen.
Wie Gordon, der die Wertung an den ersten beiden
und am vierten Rallye-Tag anführte, setzte sich
auch Bruno Saby mit seinem französischen Landsmann
Michel Périn an die Spitze des Gesamtklassements,
und zwar am Ende der ersten wirklichen Wüstenprüfung
auf Etappe 6. Tags darauf aber wurde er vom Pech
heimgesucht und verlor viel Zeit nach einer unsanften
Landung bei einem Sprung und als er sich im Sand
festfuhr.
Saby/Périn rangieren als Neunte jedoch immer noch
unter den zehn Besten. Die Finnen Juha Kankkunen
und Juha Repo büßten ihre Chancen auf der siebten
Etappe ein, als sie sich im tückischen Kamelgras
eine Radaufhängung am Race-Touareg zerstörten
und 15 Stunden verloren.
Alle vier Race-Touareg überzeugen bisher durch
enorme Robustheit und Zuverlässigkeit und sind
unverändert im Wettbewerb - und das bei einer
Ausfallquote von bisher 48 Prozent im gesamten
Teilnehmerfeld. In der verbleibenden Rallye-Woche
wird Kankkunen - wie schon auf der neunten Etappe
- Saby unterstützen, während Robby Gordon Jutta
Kleinschmidt hilft. Damit ist das Team um Volkswagen
Motorsport-Direktor Kris Nissen gut aufgestellt
für die letzten sieben Etappen.
Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
"Wir sind zufrieden, denn wir haben drei Mal
geführt, zwei Mal mit Robby Gordon, dann mit Bruno
Saby. Der Unfall von Robby hat gezeigt, wie stabil
der Race-Touareg ist. Zum Ruhetag sind alle vier
Autos noch im Wettbe-werb. Die Veranstaltung ist
sehr gut organisiert, der Start in Barcelona war
toll. Die Rallye bleibt spannend bis zum Ende."
310 - Jutta Kleinschmidt (D), 3. Platz Gesamt-Wertung
"Ich bin glücklich, unser Race-Touareg ist
bis jetzt tadellos gelaufen. Wir hatten nicht
einen einzigen Defekt. Das gesamte Team arbeitet
exzellent. Doch bis jetzt ist nicht einmal die
Hälfe der Rallye gelaufen, die harten Etappen
kommen noch. Vor allem die Schleife am Montag
rund um Atar wird sehr schwierig."
307 - Bruno Saby (F), 9. Platz Gesamt-Wertung
"Meine Bilanz nach einer Woche fällt positiv
aus. Die Rallye war bisher sehr gut für Volkswagen.
Die Marke hat gezeigt, dass sie eines Tages gewinnen
kann. Der Race-Touareg ist toll, das Team ebenso.
Die Mannschaft hat seit dem vergangenen Jahr viel
verbessert. Unser Ziel ist es, weit vorne anzukommen
und das Auto weiter zu entwickeln."
317 - Robby Gordon (USA), 21. Platz Gesamt-Wertung
"Die Rallye startete sehr gut. Doch wir haben
etwas zu viel Druck gemacht, hatten den Unfall
und haben uns später festgefahren und dabei die
Kupplung beschädigt. Die Dakar ist der härteste
Wettbewerb meiner Karriere. Ich möchte noch einige
Etappen gewinnen und einen Platz unter den ersten
15 erreichen. Und im nächsten Jahr möchte ich
siegen."
313 - Juha Kankkunen (FIN), 42. Platz Gesamt-Wertung
"Bei meiner ersten Dakar wurde 1988 noch die
doppelte Distanz absolviert, aber die Rallye war
nicht so hart und anspruchsvoll wie in diesem
Jahr. Bei der Marathon-Etappe sind wir am Donnerstag
lange Zeit in der Dunkelheit gefahren. Damals
war die Rallye so organisiert, dass selbst Privatiers
die Etappe bei Tageslicht beenden konnten."
Interview mit Jutta Kleinschmidt
Sie haben sich während der Rallye Dakar ständig
gesteigert. Läuft alles perfekt?
"Erfolg und Misserfolg liegen bei der Rallye
Dakar dicht beieinander. Doch bisher ist es super
gelaufen. Der Race-Touareg läuft perfekt, die
gute Vorbereitung zahlt sich aus."
Gibt es eine Taktik für die verbleibende Woche?
"Man kann kaum noch taktisch fahren, denn
das Tempo bei der ‚Dakar’ ist sehr hoch. Es sind
viele Spitzenpiloten am Start. Wenn man sich zurück-hält
und auf Probleme der Konkurrenz wartet, ist man
schnell weg vom Fenster. Wenn man um den Gesamtsieg
fahren will, muss man von Anfang an Gas geben."
Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Ihrer
Beifahrerin Fabrizia Pons?
"Es ist bereits unsere dritte gemeinsame ‚Dakar’.
Es hat immer gut funktioniert, doch inzwischen
sind wir wie ein altes, vertrautes Ehepaar." Knapp
die Hälfte der Marathon-Rallye ist vorbei. Wie
fühlen Sie sich körperlich?
"Ich fühle mich prima, ich bin kein bisschen
müde. Ich habe gut ge-schlafen, das ist sehr wichtig.
Allerdings plagt mich eine kleine Erkältung, doch
die habe ich soweit im Griff."
Was macht eine Volkswagen Werkspilotin am Ruhetag?
"Ich habe Pressegespräche, ich sortiere mein
Gepäck und gehe mit dem Team die Strecken für
den nächsten Tag durch. Wir werden beispielsweise
Luftdruck der Reifen und Getriebeübersetzung diskutieren.
Man ist ange-spannt, trotzdem tut etwas Erholung
gut."
Welche Etappe wird entscheidend sein?
"Jede Etappe kann für den Ausgang der Rallye
entscheidend sein, denn es warten noch viele Tücken
auf uns. Vor allem die Schleife am Montag rund
um Atar, auf der es viel Sand gibt, und die zweite
Marathon-Etappe dürften extrem schwierig werden."
Ist diese ‚Dakar’ die härteste der Geschichte?
"Es ist meine 15. ‚Dakar’. Diese Ausgabe hat
es in sich, doch auch früher war es oft schon
extrem. 2004 waren am Morgen nach der Marathon-Etappe
erst acht Autos im Ziel."
Wie beurteilen Sie Ihre Chancen?
"Mitsubishi ist weiterhin der Favorit, aber
wir sind stolz auf das bisherige Ergebnis und
zufrieden mit den Fortschritten und Leistungen.
Nun wünschen wir uns, dass es weiterhin so gut
für uns und für Volkswagen läuft."
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