Rallye
Dakar - 15. Etappe - 15. Januar 2006 - Mitsubishi-Info
Mitsubishi
gewinnt Rallye Dakar zum sechsten Mal in Folge
- Mitsubishi markiert den insgesamt elften Dakar-Sieg
seit 1979
- Luc Alphand feiert ersten Dakar-Erfolg seiner Karriere
- Nani Roma und Stéphane Peterhansel auf den Plätzen
drei und vier
Mitsubishi hat seine Dominanz bei der härtesten Rallye
der Welt fortge-setzt: Elf Dakar-Siege insgesamt,
sechs davon in Folge - kein anderer Hersteller hat
den seit 1979 ausgetragenen Wüstenklassiker häufiger
gewonnen als Mitsubishi. Luc Alphand sicherte sich
2006 erstmals in seiner Karriere den Sieg bei der
Rallye Dakar und sorgte damit für den vierten Triumph
eines Mitsubishi Pajero Evolution, der bislang bei
der Dakar noch ungeschlagen ist.
Die 15. und abschließende Etappe rund um den Zielort
Dakar wurde wegen eines Todesfalles am Vortag neutralisiert,
Alphand und seinem Co-Piloten Gilles Picard war der
Erfolg auf dem letzten Teilstück endgültig nicht mehr
zu nehmen. Für Gilles Picard war es der zweite Dakar-Erfolg
nach 1998, als er mit Jean-Pierre Fontenay ebenfalls
für Mitsubishi gewann.
Luc Alphand, dreimaliger Sieger des Ski-Weltcups,
hatte auf Etappe 12 von Bamako nach Labé die Führung
der insgesamt 9.043 Kilometer von seinem Teamkollegen
Stéphane Peterhansel übernommen und bis ins Ziel nicht
mehr abgegeben. "Bei meiner allerersten Teilnahme
musste ich aufgeben", so Alphand, der fünf der 15
Dakar-Tage die Spitze inne hatte. "Da habe ich mir
geschworen, dass ich das nicht mehr erleben will.
Dass wir nun gewonnen haben, ist einfach fantastisch.
Ich wusste, dass ich eine große Chance hatte, hier
zu siegen, denn unser Team hat hart an der Weiterentwicklung
des Autos gearbeitet. Ich denke, alles in allem war
Mitsubishi die Mannschaft mit den besten Allround-Fähigkeiten."
Neben der Zuverlässigkeit des 270 PS starken Mitsubishi
Pajero Evolution mit 4,0-Liter-V6-Motor waren eine
möglichst fehlerfreie Fahrt der Schlüs-sel zum hart
umkämpften Erfolg. Sechs Führungswechsel, sieben ver-schiedene
Tagessieger - die 2006er Ausgabe der Rallye Dakar
war eine der spannendsten der Geschichte.
Den Grundstein zum sechsten Sieg in Folge legte die
Mitsubishi-Mannschaft auf den Etappen 7, 8 und 9.
Im tiefen Sand Mauretaniens übernahm zunächst Luc
Alphand die Führung, die er tags darauf an seinen
Teamkollegen Stéphane Peterhansel weitergab. Nach
vier Tagen an der Spitze kostete ein Fahrfehler Peterhansel
die souveräne Führung. Der Franzose, der die Rallye
in den vergangenen zwei Jahren gewonnen hatte, traf
auf Etappe 12 einen Baum. Die nötige Reparatur ließ
den 40-Jährigen auf Platz vier zurückfallen, den er
bis ins Ziel verteidigte.
"Ich habe vor ein wenigen Tagen einen Fehler gemacht",
so Peterhansel. "Bei der hohen Leistungsdichte der
Dakar war der Zeitverlust nicht mehr aufzuholen. Ich
bin etwas enttäuscht, dass ich den Sieg-Hattrick nicht
geschafft habe, freue mich aber sehr für Luc Alphand
und Gilles Picard für ihren gemeinsamen Erfolg."
Mitsubishi-Pilot Nani Roma feierte sein Debüt auf
dem Podest für Auto-mobile. Der Dakar-Sieger von 2004
auf dem Motorrad wurde bei seinem zweiten Auftritt
mit vier Rädern Dritter. "Die Rallye lief von Anfang
an fantastisch für mich", so Roma. "Die Dakar war
dieses Jahr stets spannend und sehr knapp. Deswegen
mussten sich Fahrer und Beifahrer permanent konzentrieren.
Ich freue mich, auf dem Podium zu stehen und Teil
dieser tollen Mannschaft zu sein."
Nicht ins Ziel kam Hiroshi Masuoka. Der Japaner, Sieger
der Jahre 2002 und 2003 mit Mitsubishi, erreichte
nach einem Überschlag mit einem beschädigten Auto
das Ziel der vierten Etappe, konnte die Rallye aber
nicht fortsetzen, weil das Fahrzeug nicht repariert
werden konnte. "An einer Kreuzung, an der einige Zuschauer
standen, haben wir ein Hindernis zu spät gesehen",
berichtete der 45-Jährige.
Dass die verbliebenen drei Werks-Mitsubishi die Gesamtränge
eins, drei und vier einfuhren, bewertete Teamchef
Dominique Serieys positiv. "Letztes Jahr konnte ich
unserer Siege noch an zwei Händen abzählen, dieses
Jahr fehlt mir dazu ein Finger", so Serieys schmunzelnd.
"Es war keine leichte Rallye, aber unser Team hat
unser Ziel, ein sechstes Mal in Folge zu gewinnen,
nie aus den Augen verloren. Unsere Mannschaft und
unser Budget sind kleiner als die der Konkurrenz,
aber unsere Erfahrung hat am Ende den Ausschlag gegeben."
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