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28. Rallye "Dakar"
Lissabon - Marokko - Dakar
31. Dezember 2005 bis 16. Januar 2006
Streckenlänge: 9.043 km * 15 Prüfungen = 4.813 km
Rallye Dakar - Ruhetag - 08. Januar 2006:

Jutta Kleinschmidt hat zweiten Dakar-Sieg
abgeschrieben


Erstmals in Führung: Vorjahressieger Stéphane Peterhansel

Jutta Kleinschmidt hat bei der Rallye Dakar ihren Kopf in den Wüsten-sand gesteckt. Die gebürtige Kölnerin, sensationelle Siegerin 2001, hat ihren am Freitag noch möglichen zweiten Triumph zur Halbzeit des Wüsten-Klassikers bereits abgeschrieben. Auf der 508 km langen Samstag-Etappe fuhr sie sich im VW Race-Touareg im mauretanischen Sand fest und stürzte vom dritten auf den fünften Rang ab. Ihr Rückstand von zuvor 5:58 Minuten stieg rapide auf 1:06:26 Stunden an.

"Das kann man eigentlich nicht mehr reinfahren. Und das Ganze wegen gar nichts, es war nicht einmal eine Düne. Die Hoffnung gibt es immer. Die anderen Fahrer können auch noch Fehler machen. Es tut mir Leid", äußerte sich Jutta Kleinschmidt am Samstagabend ziemlich frustriert im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF. "Wir sind hierher gekommen, um zu gewinnen."

Nicht die blauen VW-Race-Touareg liegen nach der ersten Hälfte vorne, Seriensieger Mitsubishi, zehnfache Gewinner und Sieger der letzten fünf Jahre, hat wieder die "rote" Vorherrschaft übernommen und den Heraus-forderer Volkswagen in die Schanken verwiesen. Mit der französischen Doppelspitze Stéphane Peterhansel und Luc Alphand, nur 32 Sekunden getrennt, startet die Dakar-Hausmacht Mitsubishi in die zweite Hälfte. Bester VW-Pilot ist die südafrikanische Neuverpflichtung Giniel de Villiers mit einem Rückstand von 26:16 Minuten. Dahinter mit nur 17:19 Minuten Abstand lauert der Spanier Joan-Nani Roma im dritten Mitsubishi Pajero.

Stéphane Peterhansel ist auch 2006 wieder der Wüstenkönig und mit acht Siegen der Rekordhalter, sechs Mal gewann er auf dem Motorrad, 2004 und 2005 im Mitsubishi. Nach einem schlechten Start mit dem 12. Platz wegen Reifenschäden stieg der 40 Jahre alte Wahl-Schweizer mit zwei Tagessiegen zur Spitze auf, hat aber in der zweiten Dakar-Woche im seinem Stallgefährten Luc Alphand, dem ehemaligen Weltcupsieger im Ski alpin, einen starken Rivalen, der am Freitag vorne lag.

Die ersten Dakar-Tage gingen klar an Volkswagen. Der Dakar-Neuling, der zweifache Rallye-Weltmeister Carlos Sainz (Spanien) dominierte die beiden Europa-Etappen. Nach der vierten Etappe feierte VW mit Sainz, mit dem Franzosen Bruno Saby und der Dritten Jutta Kleinschmidt die erste Dreifach-Führung, die die Wolfsburger nach der Doppelspitze am fünften Tag auf der sechsten Etappe mit dem Spitzen-Trio De Villiers, Sainz und Kleinschmidt wiederholten. "34 Sekunden trennen drei Volkswagen an der Spitze der Gesamtwertung - das ist gigantisch", jubelte der Volkswagen-Motorsportdirektor Kris Nissen noch am Donnerstag, ehe der Abstieg begann. Die einstige Speerspitze Sainz nahm am Samstag wegen einer Reparatur die achte Etappe mit fast acht Stünden Verspätung in Angriff und stürzte von vom fünften auf dem 17. Platz (Rückstand: 8:09:43 Minuten) ab. Volkswagen lag auf den bis-herigen acht Prüfungen fünf Mal vorne, Mitsubishi brachte es auf drei Führungen. Mit Sainz erzielte VW drei Tagessiege, Mitsubishi mit Peterhansel zwei. Drei Bestzeiten gingen an die Buggys von Jean-Louis Schlesser mit dem zweimal siegreichen Franzosen Thierry Magnaldi und einmal mit Schlesser selbst. Sechsmal wechselte die Führung.

Eine sehr positive Halbzeit-Bilanz kann das Privatteam Matthias Kahle/ Thomas Schünemann (Köln/Hamburg) vorlegen. Im privaten heckge-triebenen Honda-Buggy fuhr der sechsfache deutsche Rekord-Rallye-meister Kahle auf den zehnten Platz (Rückstand: 6:03:22 Stunden) vor.


WP 8:
1. Peterhansel 27:43:41"
2. Alphand 0.32
3. De Villiers 26.16
4. Roma 43.35

5. Kleinschmidt

1:06.26
6. Magnaldi 1:33.40
7. Schlesser

1:45.21

10. Kahle 6:03.22
Dakar-Links:
 
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