Rallye
Dakar, Ruhetag - 13. Januar 2007 - VW-Info:
Kris Nissen:
„Viel erreicht, noch nichts gewonnen.“
Volkswagen ist mit dem Race Touareg bei der Rallye Dakar
so gut wie noch nie: Der Vorjahreszweite Giniel de Villiers
(Südafrika) und sein deutscher Copilot Dirk von Zitzewitz
führen den Wüsten-Klassiker zur Halbzeit in Mauretanien
vor ihren Teamkollegen Carlos Sainz/Michel Périn (Spanien/Frankreich)
an. Fünf von sieben möglichen Etappensiegen verbuchte
der Wolfsburger Automobilhersteller, der zudem die Rallye
seit dem Auftakt am 6. Januar anführt.
Damit präsentiert sich Volkswagen am Ruhetag der Rallye
in Atar in einer günstigen Ausgangsposition für die
verbleibenden Etappen bis zur Ziel-ankunft am 21. Januar
in Dakar im Senegal. Seit dem ersten Tag der Rallye
Dakar 2007 beweist Volkswagen den Vormarsch der TDI-Diesel-Power:
Das portugiesisch-deutsche Duo Carlos Sousa/Andreas
Schulz übernahm auf der ersten von zwei Europa-Etappen
im Race Touareg der Kunden-Mannschaft "Lagos Team" die
Spitze und hielt sie zwei Tage lang.
Auf der dritten Etappe vom marokkanischen Nador nach
Er Rachidia er-rang das spanisch-französische Werksduo
Carlos Sainz/Michel Périn die Führung. Der Spanier gewann
mit dem 285 PS starken Prototypen die zweite und die
fünfte Etappe und lag bis zum sechsten Tag der Rallye
vor Giniel de Villiers und Carlos Sousa. Unmittelbar
vor dem Ruhetag über-nahmen schließlich de Villiers/von
Zitzewitz nach insgesamt zwei Etap-pensiegen zur Halbzeit
die Führung, 1.39 Minuten vor Sainz/Périn.
Hauptgegner und "Dakar"-Rekordsieger Mitsubishi, in
diesem Jahr noch ohne Etappensieg, folgt mit Stéphane
Peterhansel auf dem dritten Platz mit 24.38 Minuten
Rückstand. Mit Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ Südafrika)
auf Rang acht und Sousa/Schulz auf Platz neun liegen
zwei weitere Fahrer eines Race Touareg unter den besten
Zehn. Dagegen sind Ari Vatanen/Fabrizia Pons (Finnland/Italien)
auf der siebten Etappe ausgeschieden, als ihr Auto Feuer
fing.
In der zweiten Hälfte der zum 29. Mal ausgetragenen
Rallye stehen bis zur Schlussprüfung in Dakar noch sieben
schwierige Etappen in Maure-tanien, Mali und dem Senegal
auf dem Programm, darunter eine Mara-thon-Etappe vom
14. auf den 15. Januar, die am ersten Abend den regulären
Service durch das Team verbietet.
Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
"Die Rallye Dakar 2007 ist wie in den vergangenen Jahren
sehr spannend. Man kann klar sehen, dass wir in jedem
Bereich einen Schritt vorwärts gemacht haben. Das Fahrzeug
ist schneller, die Fahrer und Beifahrer sind besser
vorbereitet und auch das Team hat in Logistik und Vorbereitung
einen Schritt nach vorn gemacht. Wir liegen zur Halbzeit
der Rallye in unserem Plan. Wir sind mit den Ergebnissen
und den Abläufen im Team sehr zufrieden. Wir haben bisher
viel erreicht, aber noch nichts gewonnen. Die Rallye
hat jetzt erst wirklich begonnen, denn in Mauretanien
warten noch extrem lange und schwierige Etappen auf
uns. Dabei sind auch Fahrer und Beifahrer über viele
Stunden gefordert. Deshalb ist es schön, dass der Race
Touareg in der Weiterentwicklung nicht nur schneller
ist, sondern auch bequemer. Denn das Fahrwerk ist komfortabler,
Lenkung und Schaltung sind bedienungsfreundlicher, der
Motor hat ein breiteres Drehzahlband. Die Piloten können
ein gutes Tempo mit weniger Einsatz gehen. Fazit: Wir
werden alles geben, dass wir weiter vorne liegen und
hoffentlich am Ende auch gewinnen."
#301 - Giniel de Villiers (RSA), 1. Platz Gesamt-Wertung
"Es läuft sehr gut für uns. Wir liegen zur Halbzeit
in Führung. Wir hatten einige anspruchsvolle, aber auch
ein paar leichtere Tage. Der Tag vor dem Ruhetag war
am schwierigsten, unter anderem, weil man im Sandsturm
keine Sicht hatte. Das gesamte Team arbeitet sehr gut
und das ist wich-tig, denn diese Rallye ist ein Teamsport.
Alle müssen über eine lange Zeit sehr gut zusammen arbeiten.
Wir müssen konzentriert bleiben bis zum Ziel. Denn die
Konkurrenz ist in diesem Jahr wiederum sehr stark. Es
gibt viele gute Fahrer, weshalb es schwierig ist, größere
Zeitabstände heraus-zufahren. Unser Race Touareg 2 ist
in perfektem Zustand, wir hatten bisher keine Probleme.
Die nächsten zwei Tage nach dem Ruhetag werden sicherlich
für die Rallye entscheidend."
#301 - Dirk von Zitzewitz (D) - Copilot
"Die ‚Dakar’ ist wieder sehr anstrengend und hat in
Marokko schwieriger begonnen als erwartet. Wir haben
momentan eine Super-Ausgangslage für die zweite Hälfte."
#303 - Carlos Sainz (E), 2. Platz Gesamt-Wertung
"Ich bin wirklich zufrieden, denn wir haben die Rallye
an vielen Tagen er-öffnet. Weder für Michel noch für
mich war das einfach, als Erste auf die Strecke zu gehen.
Auf der siebten Etappe hatte ich erwartet, dass ich
mehr Zeit verlieren würde, nachdem ich mich festgefahren
hatte. Wir lie-gen in einer guten Ausgangsposition für
die zweite Hälfte der Rallye."
#303 - Michel Périn (F) - Copilot
"Das Roadbook ist in diesem Jahr sehr gut, ich bin mit
den Materialien sehr zufrieden, die wir erhalten haben.
Die Navigation hat gut funktioniert - doch das ist nicht
allein Sache des Beifahrers, sondern eine Kooperation.
Wir haben viele Male hier zusammen die Strecke eröffnen
müssen. Und obwohl Carlos noch ziemlich neu in diesem
Sport ist, hat er perfekt mitge-arbeitet. Wir haben
zwar die Führung an unsere Teamkollegen verloren, doch
wir können noch immer siegen."
#305 - Mark Miller (USA), 8. Platz Gesamt-Wertung
"Für das Team ist es ein tolles Zwischenergebnis, doch
für mich persön-lich ist die erste Hälfte der Rallye
eine große Enttäuschung. Ich habe ein ganzes Jahr auf
diese Veranstaltung hingearbeitet, doch leider haben
wir durch verschiedene Dinge einfach zu viel Zeit verloren.
Aber das ist eben auch die Rallye Dakar."
#305 - Ralph Pitchford (RSA), Copilot
"Ich habe die ersten Tage im Cockpit mit Mark Miller
richtig genossen. Er ist ein sehr professioneller aber
auch besonnener Pilot. Mark und ich hat-ten bisher keinen
Fehler in der Navigation gemacht - darauf bin ich sehr
stolz. Ich freue mich auf die zweite und letzte Woche
und hoffe, dass wir problemlose Tage haben und unseren
Teamkollegen helfen können. Ich genieße die Zusammenarbeit
mit einem so engagierten und professio-nellen Team."
#308 - Ari Vatanen (FIN), Ausfall
"Das war leider nicht unsere ‚Dakar’, aber ich hoffe
sehr, dass es die ‚Dakar’ von Volkswagen wird. Schon
früh habe ich in einer Wasserdurch-fahrt fast sieben
Stunden verloren. Giniel zeigt, was mit dem Race Touareg
möglich ist - er macht Druck und liegt an der Spitze.
Leider fielen wir auf der siebten Etappe aus, als Feuer
ausbrach. Ein solches Auto ist ein echtes Kunstwerk.
Es war ein Jammer, mit ansehen zu müssen, wie die Flammen
die vielen Arbeitstage der Mechaniker in Minuten zerstören.
Der Veranstalter hat uns nach dem Ende der Prüfung abgeholt.
Volks-wagen drücke ich weiterhin die Daumen."
#308 - Fabrizia Pons (I), Copilotin
"Trotz der Probleme und unseres Ausfall werde ich mit
der Rallye Dakar 2007 gute Erinnerungen verbinden. Die
Zusammenarbeit mit Ari und dem Team hat viel Spaß gemacht.
Schade, dass unser Einsatz nur eine statt zwei Wochen
dauerte. Als plötzlich Qualm auftrat, verließen wir
das Auto, das in Flammen stand - sogar mein Geld und
ein Mobiltelefon verbrann-ten. Am Sonntag fliegen wir
mit dem Veranstalter nach Paris zurück, da wir keine
Chance haben, beim Team zu bleiben, denn wir sind in
keinem der verbleibenden Fahrzeuge als Mitfahrer genannt.
Dem Team wünschen wir alles Gute für die zweite Hälfte."
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