14.
Januar 2010:
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Kahle/Schünemann
nicht zu stoppen
* Matthias Kahle/Dr. Thomas Schünemann drehen
in der zweiten
Dakar-Woche richtig auf du feiern den vierten Tagessieg
in ihrer
Klasse.
Souveräne
Leistung: Matthias Kahle und Dr. Thomas M. Schünemann
feiern auf der elften Dakar-Etappe ihren vierten
Tagessieg in der Buggy-Klasse T1.3. Das HS RallyeTeam
liess sich heute durch nichts vom Ziel abbringen
- nicht einmal von einem defekten Hauptschalter,
der den Buggy vor dem Verlassen des Biwaks kurzzeitig
lahm legte.
Als der rote Buggy mit der Nummer 315 am Morgen
das Dakar-Biwak in Santiago verliess, hatte das
HS RallyeTeam den grössten Schock des Tages bereits
hinter sich. Was war passiert? Kurz vor dem Start
in die elfte Etappe nahmen Matthias Kahle und Dr.
Thomas M. Schünemann im Buggy Platz. Kahle drückte
auf den Startknopf und es geschah - nichts! Der
Buggy sprang nicht an. Dem Team blieben nur drei
Minuten, um den Fehler zu finden. Die Fast&Speed-Mechaniker
handelten schnell und servicestark. Der Defekt wurde
in der Kürze der Zeit gefunden: der elektrische
Hauptschalter funk-tionierte nicht mehr. Doch so
schnell wie das Problem auftauchte, war es auch
schon wieder gelöst.
Die morgendliche Aufregung hat Matthias Kahle und
Dr. Thomas M. Schüne-mann keineswegs irritiert:
Die beiden Deutschen zeigten auch heute wieder Leistungsstärke
pur und fuhren zum vierten Mal die schnellste Tageszeit
in der Klasse T1.3 für Benzin-Buggies - und das,
obwohl sie zu Beginn gleich von mehreren langsameren
Teilnehmern aufgehalten wurden. Durch Platz 19 in
der Tageswertung konnten Kahle/Schünemann ihren
Rückstand auf Bernard Errandonea / Jean-Pierre Garcin
(SMG) im führenden Benzin-Buggy weiter verkürzen.
Der Andorraner kämpfte heute mit Problemen und verlor
1:20 Stunden auf die Piloten des HS RallyeTeams.
Obwohl der Rückstand der Deutschen von ursprünglich
sieben auf unter drei Stunden geschrumpft ist, sind
die Chancen auf den Klassensieg eher gering. Dafür
können sich Kahle/Schünemann berechtigte Hoffnungen
auf eine weitere Verbesserung im Gesamtklassement
machen, wo sie auf Platz 19 liegen. Auf der heutigen
220-Kilometer-Prüfung haben Kahle/Schünemann den
Rückstand gegenüber Jun Mitsuhashi im Toyota VDJ200
von 10.01 auf 2.55 Minuten verkürzt.
Matthias Kahle:
"Durch unsere späte Startposition mussten wir heute
viel im Staub schlu-cken. Wir haben gleich zu Beginn
vier, fünf Autos überholt. Den Abstand zu Bernard
Errandonea haben wir weiter verkürzt, das ist gut
für die Motivation. Ich glaube aber nicht, dass
wir ihn noch abfangen können."
Dr. Thomas M. Schünemann:
"Unsere Mechaniker haben gleich zu Beginn erstklassigen
Service geleistet. Toll war der Grenzübergang in
den Anden. Die ASO hat das wirklich perfekt organisiert,
wir konnten in weniger als einer Minute weiterfahren.
Weniger schön fand ich das mitunter unsportliche
Verhalten anderer Teams auf der Strecke. Wir sind
teilweise 15 Kilometer im Staub gefahren, bis uns
die langsameren Autos vorbeigelassen haben."
Am zwölften Tag der Dakar erwartet die verbliebenen
Teilnehmer ein Mam-mutprogramm: Mit 796 Kilometern,
476 davon in Wertung, steht die längste Etappe der
Wüstenrallye bevor. Die Prüfung von San Juan nach
San Rafael wird durch ein neutralisiertes Asphaltstück
in zwei Hälften geteilt.