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32. Rallye "Dakar"
Argentinien - Chile
01. - 17. Januar 2010
Streckenlänge: 9.030 km - 14 WP's = 4.810 km
14. Januar 2010:

Volkswagen weiter vorn
- Al-Attiyah verkürzt Rückstand auf Sainz

Volkswagen hat auf der elften von 14 Tagesetappen der Rallye Dakar seine Spitzenposition verteidigt: Auch nach der zweiten Anden-Überquerung von Chile nach Argentinien führen drei Volkswagen Race Touareg die Gesamt-wertung an. Die Entscheidung um den Sieg ist hingegen keinesfalls gefallen: Die Spitzenreiter Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E) verloren 5.38 Minuten ihres Vorsprungs auf Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) und Mark Miller/ Ralph Pitchford (USA/ZA). Die besten Verfolger – Stéphane Peterhansel/ Jean-Paul Cottret (F/F) im X-raid-BMW – liegen als Vierte bereits 2:09 Stun-den hinter der Spitze.

Beim Abstieg aus den Anden von rund 3.000 Höhenmetern hinunter nach Argentinien musste Sainz einen Rückschlag hinnehmen: Zwei schleichende Plattfüße warfen ihn zurück. In der Gesamtwertung hat er nun noch 4.28 Minuten Vorsprung vor seinem Teamkollegen Al-Attiyah aus Katar. Mit 23.50 Minuten Abstand bleibt Mark Miller Dritter. Beste Volkswagen Piloten des Tages waren Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D): Die Vorjahressieger fuhren die drittbeste Etappenzeit vor Al-Attiyah und Miller und bleiben Siebte der Gesamtwertung. Der Tagessieg ging an Guerlain Chicherit/Tina Thörner (F/S) im X-raid-BMW.

Der elfte Rallye-Dakar-Tag wurde durch enge Schotterabschnitte bestimmt, forderte Mensch und Material bei Wasserdurchfahrten und bildete mit einer langen Bergab-Passage am Prüfungsende eine Herausforderung für die Bremsen. Auf den zahlreichen felsigen und steinigen Abschnitten galt es für die Piloten, Reifenschäden zu vermeiden.

Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
"Drei Race Touareg an der Spitze - damit können wir weiterhin zufrieden sein. Carlos wurde heute durch zwei Reifenschäden zurückgeworfen, doch seine Position in der Gesamtwertung blieb unverändert. Im Moment kämpfen Carlos und Nasser an der Spitze - die nächsten Tage werden sehr spannend. Alle vier Race Touareg liefen auch auf dieser anspruchsvollen Höhenetappe tadellos."

#300 - Giniel de Villiers (ZA), 3. Platz Tages- / 7. Platz Gesamt-Wertung
"Eine sehr enge Etappe mit einer langen Durchquerung eines ausge-trockneten Flussbettes und auch mit Wasserdurchfahrten. Dazu kamen tief hängende Baumkronen, durch die wir uns kämpfen mussten. Es gab genug Gelegenheit, sich heute einen Plattfuß einzuhandeln. Das haben wir ver-mieden, allerdings haben wir von weit hinten startend viel Zeit damit verloren, im Staub zweier Mitsubishi zu fahren. Von daher ist unser Ergebnis sehr zufriedenstellend."

#303 - Carlos Sainz (E), 9. Platz Tages- / 1. Platz Gesamt-Wertung
"Zwei schleichende Plattfüße haben heute viel Zeit gekostet. Der erste hielt noch 30, der zweite 40 Kilometer, bevor wir wechseln mussten. Beim ersten Mal hat mich Stéphane Peterhansel im X-raid-BMW, beim zweiten mein Teamkollege Mark Miller überholt. Von da an haben wir den Rest des Tages im Staub verbracht. Diese Wertungsprüfung war zwar kurz, allerdings alles andere als leicht. Ich bin froh, dass wir die Führung im Gesamtklassement verteidigen konnten."

#305 - Mark Miller (USA), 5. Platz Tages- / 3. Platz Gesamt-Wertung
"Heute ging es richtig zur Sache. Ich war mir nicht ganz sicher, ob wir die richtige Abstimmung gefunden hatten, denn es ging heute lange durch Fluss-betten. Ich habe bewusst nicht viel riskiert. Doch angesichts unserer erzielten Zeit haben sowohl die Abstimmung als auch die Taktik gestimmt. Zum Schluss hatte ich auf den letzten 40 Kilometern noch einen schleichenden Plattfuß, den ich jedoch bis ins Ziel nicht wechseln musste. Mit dem Er-gebnis bin ich also mehr als zufrieden."

#306 - Nasser Al-Attiyah (Q), 4. Platz Tages- / 2. Platz Gesamt-Wertung
"Der Abstand zwischen meinem Teamkollegen Carlos Sainz und mir ist geschrumpft. Doch nicht meine eigene Leistung war ausschlaggebend, son-dern das Pech von Carlos, der zwei schleichende Plattfüße hatte und Zeit verloren hat. Ich denke, meine Taktik, auf Terrain mit spitzen Steinen vorsich-tig zu fahren und dann zu attackieren, wenn Reifenschäden unwahrscheinlich sind, hat sich ausgezahlt. Ich muss aber auch zugeben, dass wir heute Glück hatten - denn wir haben einmal einen Baum getroffen und hätten dabei das Auto beschädigen können."

Zahl des Tages
Alle 17,7 Sekunden erfolgte bei der Rallye Dakar bislang von den Beifahrern eine Ansage an ihre Fahrer. Insgesamt waren die 3.522 Kilometer Wer-tungsprüfung mit 2.003 Abbildungen beschrieben. Bei durchschnittlich vier Ansagen pro Roadbook-Zeichnung gaben die Navigatoren alle 439 Meter ein Kommando an ihre Piloten.

Aus dem Volkswagen Biwak
-Diesel-Spende: Volkswagen Truck-Crew mit umsichtiger Reaktion Zu einer ungewöhnlichen Aktion sah sich die Besatzung des Volkswagen Equipment-Trucks mit der Startnummer 778 gezwungen. Auf der Fahrt zwischen Anto-fagasta und Copiapó erlitt der Zusatztank des MAN 6x6 ein Leck. Um die Umwelt zu schützen und die Kontaminierung der Atacama-Wüste zu ver-hindern, reagierten die Volkswagen Teammitglieder schnell und umsichtig: Die hinter dem Lkw fahrenden Service Amarok bekamen ebenso per Hand-pumpe die Tanks randvoll mit Aral Ultimate Diesel getankt wie der zweite Equipment-Truck. Und sehr zu ihrer Verwunderung und Freude auch einige Einheimische, die an dem Zwischenhalt vorbeikamen. Nach der Diesel-Spende ging die Fahrt für die Startnummer 778 weiter - im betroffenen Zusatztank befand sich nur der Not-Treibstoff für die Race Touareg, der für den unwahrscheinlichen Ernstfall einer Logistik-Panne vorgesehen war.

- Häuser-Spende: Nasser Al-Attiyah engagiert sich für "Un techo para mi país" Häuser für Chile und Argentinien: Volkswagen Werkspilot Nasser Al-Attiyah engagiert sich für "Un techo para mi país" (übersetzt: "Ein Dach für mein Land"). Der Katarer spendete einen Geldbetrag, der es ermöglichte, 100 einfache Holzhäuser für die Ärmsten der Armen zum Schutz gegen Witterung und Kriminalität zu errichten. Bereits beim Ruhetag der Rallye Dakar 2010 in Antofagasta hatte der "Dakar"-Organisator A.S.O. (Amaury Sport Organi-sation) 112.000 Dollar für dieses Projekt, das sich in ganz Lateinamerika engagiert, gestiftet.

32. Rallye Dakar
01. - 17.01.2010

WP 11
1. Sainz 39:16.55
2. Al-Attiyah 4.28
3. Miller 23.50
4. Peterhansel 2:09.53

5. Chicherit

2:23.40

6. Sousa 3:54.12
Bestzeiten

WP 1: Roma (1)
WP 2: Al-Attiyah (1)
WP 3: Peterhansel (1)
WP 4: Gordon (1)
WP 5: Miller (1)
WP 6: Peterhansel (2)
WP 7: Al-Attiyah (2)
WP 8: Peterhansel (3)
WP 9: Al-Attiiyah (3)
WP 10: S
ainz (1)
WP 11: Chicherit (1)

Führungen
WP 1: Roma
WP 2: Al-Attiyah
WP 3-4: Peterhansel
WP 5-11: Sainz
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