14.
Januar 2010:
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Volkswagen
weiter vorn
- Al-Attiyah verkürzt Rückstand auf Sainz
Volkswagen
hat auf der elften von 14 Tagesetappen der Rallye
Dakar seine Spitzenposition verteidigt: Auch nach
der zweiten Anden-Überquerung von Chile nach Argentinien
führen drei Volkswagen Race Touareg die Gesamt-wertung
an. Die Entscheidung um den Sieg ist hingegen keinesfalls
gefallen: Die Spitzenreiter Carlos Sainz/Lucas Cruz
(E/E) verloren 5.38 Minuten ihres Vorsprungs auf
Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) und Mark
Miller/ Ralph Pitchford (USA/ZA). Die besten Verfolger
– Stéphane Peterhansel/ Jean-Paul Cottret (F/F)
im X-raid-BMW – liegen als Vierte bereits 2:09 Stun-den
hinter der Spitze.
Beim Abstieg aus den Anden von rund 3.000 Höhenmetern
hinunter nach Argentinien musste Sainz einen Rückschlag
hinnehmen: Zwei schleichende Plattfüße warfen ihn
zurück. In der Gesamtwertung hat er nun noch 4.28
Minuten Vorsprung vor seinem Teamkollegen Al-Attiyah
aus Katar. Mit 23.50 Minuten Abstand bleibt Mark
Miller Dritter. Beste Volkswagen Piloten des Tages
waren Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D):
Die Vorjahressieger fuhren die drittbeste Etappenzeit
vor Al-Attiyah und Miller und bleiben Siebte der
Gesamtwertung. Der Tagessieg ging an Guerlain Chicherit/Tina
Thörner (F/S) im X-raid-BMW.
Der elfte Rallye-Dakar-Tag wurde durch enge Schotterabschnitte
bestimmt, forderte Mensch und Material bei Wasserdurchfahrten
und bildete mit einer langen Bergab-Passage am Prüfungsende
eine Herausforderung für die Bremsen. Auf den zahlreichen
felsigen und steinigen Abschnitten galt es für die
Piloten, Reifenschäden zu vermeiden.
Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
"Drei Race Touareg an der Spitze - damit können
wir weiterhin zufrieden sein. Carlos wurde heute
durch zwei Reifenschäden zurückgeworfen, doch seine
Position in der Gesamtwertung blieb unverändert.
Im Moment kämpfen Carlos und Nasser an der Spitze
- die nächsten Tage werden sehr spannend. Alle vier
Race Touareg liefen auch auf dieser anspruchsvollen
Höhenetappe tadellos."
#300 - Giniel de Villiers (ZA), 3. Platz Tages-
/ 7. Platz Gesamt-Wertung
"Eine sehr enge Etappe mit einer langen Durchquerung
eines ausge-trockneten Flussbettes und auch mit
Wasserdurchfahrten. Dazu kamen tief hängende Baumkronen,
durch die wir uns kämpfen mussten. Es gab genug
Gelegenheit, sich heute einen Plattfuß einzuhandeln.
Das haben wir ver-mieden, allerdings haben wir von
weit hinten startend viel Zeit damit verloren, im
Staub zweier Mitsubishi zu fahren. Von daher ist
unser Ergebnis sehr zufriedenstellend."
#303 - Carlos Sainz (E), 9. Platz Tages- / 1. Platz
Gesamt-Wertung
"Zwei schleichende Plattfüße haben heute viel Zeit
gekostet. Der erste hielt noch 30, der zweite 40
Kilometer, bevor wir wechseln mussten. Beim ersten
Mal hat mich Stéphane Peterhansel im X-raid-BMW,
beim zweiten mein Teamkollege Mark Miller überholt.
Von da an haben wir den Rest des Tages im Staub
verbracht. Diese Wertungsprüfung war zwar kurz,
allerdings alles andere als leicht. Ich bin froh,
dass wir die Führung im Gesamtklassement verteidigen
konnten."
#305 - Mark Miller (USA), 5. Platz Tages- / 3. Platz
Gesamt-Wertung
"Heute ging es richtig zur Sache. Ich war mir nicht
ganz sicher, ob wir die richtige Abstimmung gefunden
hatten, denn es ging heute lange durch Fluss-betten.
Ich habe bewusst nicht viel riskiert. Doch angesichts
unserer erzielten Zeit haben sowohl die Abstimmung
als auch die Taktik gestimmt. Zum Schluss hatte
ich auf den letzten 40 Kilometern noch einen schleichenden
Plattfuß, den ich jedoch bis ins Ziel nicht wechseln
musste. Mit dem Er-gebnis bin ich also mehr als
zufrieden."
#306 - Nasser Al-Attiyah (Q), 4. Platz Tages- /
2. Platz Gesamt-Wertung
"Der Abstand zwischen meinem Teamkollegen Carlos
Sainz und mir ist geschrumpft. Doch nicht meine
eigene Leistung war ausschlaggebend, son-dern das
Pech von Carlos, der zwei schleichende Plattfüße
hatte und Zeit verloren hat. Ich denke, meine Taktik,
auf Terrain mit spitzen Steinen vorsich-tig zu fahren
und dann zu attackieren, wenn Reifenschäden unwahrscheinlich
sind, hat sich ausgezahlt. Ich muss aber auch zugeben,
dass wir heute Glück hatten - denn wir haben einmal
einen Baum getroffen und hätten dabei das Auto beschädigen
können."
Zahl des Tages
Alle 17,7 Sekunden erfolgte bei der Rallye Dakar
bislang von den Beifahrern eine Ansage an ihre Fahrer.
Insgesamt waren die 3.522 Kilometer Wer-tungsprüfung
mit 2.003 Abbildungen beschrieben. Bei durchschnittlich
vier Ansagen pro Roadbook-Zeichnung gaben die Navigatoren
alle 439 Meter ein Kommando an ihre Piloten.
Aus dem Volkswagen Biwak
-Diesel-Spende: Volkswagen Truck-Crew mit umsichtiger
Reaktion Zu einer ungewöhnlichen Aktion sah sich
die Besatzung des Volkswagen Equipment-Trucks mit
der Startnummer 778 gezwungen. Auf der Fahrt zwischen
Anto-fagasta und Copiapó erlitt der Zusatztank des
MAN 6x6 ein Leck. Um die Umwelt zu schützen und
die Kontaminierung der Atacama-Wüste zu ver-hindern,
reagierten die Volkswagen Teammitglieder schnell
und umsichtig: Die hinter dem Lkw fahrenden Service
Amarok bekamen ebenso per Hand-pumpe die Tanks randvoll
mit Aral Ultimate Diesel getankt wie der zweite
Equipment-Truck. Und sehr zu ihrer Verwunderung
und Freude auch einige Einheimische, die an dem
Zwischenhalt vorbeikamen. Nach der Diesel-Spende
ging die Fahrt für die Startnummer 778 weiter -
im betroffenen Zusatztank befand sich nur der Not-Treibstoff
für die Race Touareg, der für den unwahrscheinlichen
Ernstfall einer Logistik-Panne vorgesehen war.
- Häuser-Spende: Nasser Al-Attiyah engagiert sich
für "Un techo para mi país" Häuser für Chile und
Argentinien: Volkswagen Werkspilot Nasser Al-Attiyah
engagiert sich für "Un techo para mi país" (übersetzt:
"Ein Dach für mein Land"). Der Katarer spendete
einen Geldbetrag, der es ermöglichte, 100 einfache
Holzhäuser für die Ärmsten der Armen zum Schutz
gegen Witterung und Kriminalität zu errichten. Bereits
beim Ruhetag der Rallye Dakar 2010 in Antofagasta
hatte der "Dakar"-Organisator A.S.O. (Amaury Sport
Organi-sation) 112.000 Dollar für dieses Projekt,
das sich in ganz Lateinamerika engagiert, gestiftet.