15.
Januar 2010:
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Volkswagen
kurz vor zweitem Dakar-Sieg
* Am zweiten Dakar-Sieg der Wolfsburger dürfte
keine Zweifel mehr
bestehen, doch wer ist der Sieger. Noch führt Carlos
Sainz, aber
Nasser Al-Attiyah bleibt dran.
Titelverteidiger
Volkswagen dürfte mit fremder Kraft der zweite offizielle
Sieg bei der Rallye Dakar nicht mehr zu nehmen sein.
Die drei führenden Touareg haben auch am drittletzten
Wertungstag der zweiten südamerikanischen Auflage
ihre Spitzenpositionen stabilisiert. Der Spanier
Carlos Sainz, der dreimal 1991, 2002 und 2003 das
südamerikanische Gastspiel in der regu-lären Rallye-WM
gewonnen hat, muss jedoch bei seinem fünften Dakar-Start
um seinem ersten Triumph beim legendären Marathon-Klassiker
noch zittern.
Der 47-jährige Madrilene feierte zwar auf der mit
796 km längsten Etappe 2010 von San Juan nach San
Rafael in der westargentinischen Provinz Men-doza
seinen zweiten Tagessieg. Seine Team-internen Verfolger,
der Berliner Beifahrer Timo Gottschalk und sein
Pilot Nasser Al-Attiyah (Katar) aber lagen um nur
5:20 Minuten dahinter weiter in bedrohlicher Schlagdistanz.
Mark Miller (USA) blieb im dritten VW Touareg mit
28:12 Minuten nach wie vor Dritter. 2:20:42 Stunden
lag der Franzose Stéphane Peterhansel mit seinem
BMW 3 des X-Raid-Teams aus Trebur im besten Nicht-Wolfsburger
Fahrzeug auf dem vierten Rang zurück.
Mit 476 Kilometern beinhaltete die zwölfte Tagesetappe
die längste Prüfung der Rallye, in deren Verlauf
jedoch 130 Kilometer wie geplant neutralisiert worden
waren. Grund: die Umfahrung eines Naturschutzgebietes
über be-festigte Strassen. Wie gross die Begeisterung
der Einheimischen für die Rallye ist, belegt eine
Ad-hoc-Massnahme der Veranstalter: Am Nachmittag
stürmte eine so grosse Menge von Fans aus dem nahegelegenen
Mendoza ans Ziel, dass die Organisatoren die Ankunft
aus Sicherheitsgründen um 6.000 Meter auf den 470.
Streckenkilometer vorverlegten.
Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor):
"Sagenhaft - der Kampf an der Spitze bleibt auch
nach rund 7.500 Kilometern noch spannend. Carlos
und Lucas haben im ersten Abschnitt viel Zeit gut
gemacht, dann schlugen Nasser und Timo wieder zurück.
Wir müssen wohl bis Buenos Aires am Samstag warten,
um zu wissen, wie dieser Kampf ausgehen wird. Aber
ich bin bester Hoffnung, dass der Sieger der Rallye
Dakar wieder in einem Volkswagen Race Touareg sitzen
wird."