15.
Januar 2010:
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Kahle/Schünemann:
Verbesserung trotz Reparatur
* Die Pechhexe kehrte bei Matthias Kahle/Dr.
Thomas Schünemann
am zwölfen Wertungstag wieder zurück.
Spektakuläre
Aufholjagd: Auf der zwölften Etappe lagen Matthias
Kahle und Dr. Thomas M. Schünemann sensationell
auf Platz 12 in der Tageswertung, bis sie durch
Probleme zweieinhalb Stunden einbüssten. Trotzdem
verbessert sich das HS RallyeTeam auf Platz 18 in
der Gesamtwertung.
Auf der zwölften Etappe wurde die Dakar ihrem Ruf
als härteste Rallye der Welt einmal mehr gerecht.
Auf der 476 Kilometer langen "Speziale" strau-chelten
gleich mehrere Teams aus den Top-20. Guerlain Chicherit
(BMW X3 CC) verlor durch einen Aufhängungsschaden
anderthalb Stunden, Bernard Errandonea (SMG-Buggy)
büsste gleich zu Beginn 30 Minuten ein und Stéphane
Henrard (VW-Diesel-Buggy) konnte die Prüfung gar
nicht erst be-enden.
Rund 100 Kilometer vor dem Ziel erwischte es auch
Matthias Kahle und Dr. Thomas M. Schünemann, die
bis dahin die Buggy-Klasse T1.3 mit einer Viertelstunde
Vorsprung angeführt hatten und auf Platz zwölf liegend
ihrem besten Tagesergebnis entgegen fuhren. Kahle/Schünemann
rutschten in einen Graben. Dabei wurden die Frontpartie
und - viel schlimmer noch - die Antriebswelle sowie
einige andere Teile des Buggy stark beschädigt.
Zum Glück für das HS RallyeTeam hatten die beiden
Deutschen nach dem Verlust ihres T4- Racetrucks
entschieden, Ersatzteile und Werkzeug an Bord mitzuführen.
Kahle/Schünemann konnten selbst eine Notreparatur
durch-führen und die Fahrt nach zweieinhalb Stunden
fortsetzen. Für die Mecha-niker des niederländischen
Teams Fast&Speed gab es im Biwak dennoch alle Hände
voll zu tun. Die gesamte Mannschaft schraubte bis
drei Uhr nachts, um den 295-PS-Buggy für den morgigen
Tag startklar zu machen.
Der rote Honda-Buggy erreichte das Ziel mit über
sieben Stunden Fahrzeit auf Platz 50 der Tageswertung.
Von dieser Position nehmen Kahle/Schünemann auch
die 13. Etappe in Angriff, eine dritte Reklassifizierung
des Buggy ist per Reglement nicht möglich. Auf die
kumulierte Wertung nach zwölf Etappen hat der Zeitverlust
des HS RallyeTeams indes keine gravierenden Auswirkungen:
Kahle/Schünemann liegen weiterhin auf der zweiten
Position in der Benziner-Buggy-Klasse T1.3. In der
Gesamtwertung haben sich die beiden Deutschen durch
die Probleme bei Henrard (VW Tarek) im führenden
Diesel-Buggy von Platz 19 auf 18 verbessert.
Matthias Kahle:
"Bis 100 Kilometer vor dem Ziel hatten wir heute
einen perfekten Tag. Wenn du in einem Buggy auf
Platz Zwölf nach vorne fährst, liegt die Vermutung
natürlich nahe, dass du zu viel Risiko eingegangen
bist. Das stimmt aber nicht. Der Graben war nicht
zu sehen, wir hatten heute einfach Pech. Aber so
sind Wüstenrallyes nun mal."
Dr. Thomas M. Schünemann:
"Die heutige Etappe war für das ganze Team harte
Arbeit. Alle haben erst-klassig gearbeitet und hoch
motiviert bis tief in die Nacht am Buggy ge-schraubt.
Ein grosses Kompliment an die gesamte Truppe, dass
wir uns morgen wieder in einen perfekt vorbereiteten
Buggy setzen können."
Zum Glück für Kahle/Schünemann sind zu Beginn der
vorletzten Etappe 50 Kilometern in den Dünen zu
fahren. Hier wird das HS RallyeTeams ver-suchen,
so viele langsamere Autos wie möglich zu überholen,
um auf den folgenden Schotterabschnitten nicht allzu
viel im Staub fahren zu müssen.