16.
Januar 2010:
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Dakar
vor einem Foto-Finish
* Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk kamen
am 13. Wertungstag ihrem
führenden VW-Teamkollegen Carlos Sainz bedrohlich
nahe - nur 2:48
Minuten Rückstand.
Der
zweite offizielle Dakar-Sieg ist für den Titelverteidiger
Volkswagen zum Greifen nahe. Offen dürfte jedoch
bis zur letzten Entscheidung am Samstag-nachmittag
die Siegerfrage sein. Die 32. Rallye Dakar sieht
nämlich einem Foto-Finish entgegen. Nasser Al-Attiyah
(Katar) und sein Berliner Beifahrer Timo Gottschalk
haben auf der vorletzten Entscheidung der zweiten
südame-rikanischen Dakar-Auflage ihren Rückstand
zum führenden Touareg-Kollegen Carlos Sainz (Spanien)
auf nur noch 2:48 Minuten verkürzt. Mit dem Ameri-kaner
Mark Miller, der nach der 368 km langen Dünen-Prüfung
von San Rafael nach Santa Rosa auf Rang drei 31:48
Minuten zurücklag, haben die Wolfs-burger erstmals
Chancen auf alle Dakar-Medaillen.
Seit Tagen halten die beiden Spitzenpiloten und
ihre Beifahrer die Dakar-Fans in Atem: In einer
bemerkenswerten Jagd reduzierten Al-Attiyah/Gottschalk
ihren Rückstand von 10.06 Minuten (Etappe 10) am
folgenden Tag auf 4.28 Minuten (Etappe 11). Dann
stieg die Differenz auf 5.20 Minuten (Etappe 12)
und beträgt nach der heutigen Prüfung von San Rafael
nach Santa Rosa in Argentinien gerade noch 168 Sekunden
- es bleibt also bis zum Ziel in Buenos Aires hoch
spannend.
Die sportliche Entscheidung bei der härtesten Rallye
der Welt fällt auf der 206 Kilometer langen Abschlussprüfung
am Samstag, die die Teams in die argen-tinische
Hauptstadt Buenos Aires führen wird. Dort wird am
Sonntag mit der umjubelten Fahrt über das Podium
die siegreiche Crew gekürt.
"Das war ein nervenaufreibender Tag: Die Rallye
Dakar war spannend und sie bleibt dank Carlos und
Nasser bis zum Schluss spannend. Der Tag morgen
wird entscheiden, welches Volkswagen Duo die Rallye
gewinnt. Jeder im Team und alle Fans können sich
auf ein spannendes Finale freuen", sagte Volkswagen
Motorsport-Direktor Kris Nissen.
Der Franzose Stéphane Peterhansel erzielte zwar
im BMW X3 des X-Raid-Teams aus Trebur seinen vierten
Tagestriumph und seinen 55. Dakar-Tagessieg, lag
aber mit 2:16:49 Stunden Rückstand weit abgeschlagen
weiter auf dem vierten Rang. Direkt hinter ihm reihte
sich sein Teampartner und Landsmann Guerlain Chicherit
ein, dessen Rückstand nach dem Aufhängungsschaden
am Donnerstag auf 4:02:42 Stunden anstieg. Die Vorjahressieger
Giniel de Villiers (Südafrika) und Dirk von Zitzewitz
(Karlshof) blieben nach einer problemreichen ersten
Dakar-Halbzeit im vierten VW Touareg weiter auf
dem siebten Rang (Rückstand: 5:09:14 Stunden).