16.
Januar 2010:
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Zweikampf
der Volkswagen Piloten hält "Dakar" bis zum
Schluss offen
wei
Volkswagen Race Touareg machen den Kampf um den
Sieg bei der Rallye Dakar 2010 bis zur letzten Minute
spannend: Auf der 13. und vorletz-ten Etappe des
Wüsten-Klassikers nahmen Nasser Al-Attiyah/Timo
Gott-schalk (Q/D) ihren Teamkollegen Carlos Sainz/Lucas
Cruz (E/E) 2.32 Minuten ab. Damit schrumpfte die
Führung des spanischen Duos in der Gesamtwertung
vor ihren Teamkollegen auf nur noch 2.48 Minuten.
Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA) komplettieren
weiterhin das Volkswagen Trio an der Spitze des
Klassements.
Seit Tagen halten die beiden Spitzenpiloten und
ihre Beifahrer die "Dakar"- Fans in Atem: In einer
bemerkenswerten Jagd reduzierten Al-Attiyah/ Gottschalk
ihren Rückstand von 10.06 Minuten (Etappe 10) am
folgenden Tag auf 4.28 Minuten (Etappe 11). Dann
stieg die Differenz auf 5.20 Minuten (Etappe 12)
und beträgt nach der heutigen Prüfung von San Rafael
nach Santa Rosa in Argentinien gerade noch 168 Sekunden
- es bleibt also bis zum Ziel in Buenos Aires hoch
spannend.
Den Tagessieg auf der insgesamt 725 Kilometer langen
Etappe sicherten sich Stéphane Peterhansel/Jean-Paul
Cottret (F/F) im X-raid-BMW vor Al-Attiyah. Sainz
und Miller wurden Vierte und Fünfte. Peterhansel
ist als Vierter der Gesamtwertung auch bester Verfolger
der drei Race Touareg an der Spitze. Drei Positionen
dahinter liegt mit Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz
(ZA/D) auch der vierte Volkswagen Race Touareg innerhalb
der sieben besten Teams.
Der vorletzte "Dakar"-Tag war geprägt von zwei unterschiedlichen
Teilab-schnitten. Rund um den Startort San Rafael
bot die 368 Kilometer lange Wertungsprüfung die
letzten Dünenabschnitte der Rallye mit weichem Sand.
Im Anschluss standen schnelle Abschnitte über Feld-
und Wirtschaftswege auf dem Programm. Die sportliche
Entscheidung bei der härtesten Rallye der Welt fällt
auf der 202 Kilometer langen Abschlussprüfung am
Samstag, die die Teams in die argentinische Hauptstadt
Buenos Aires führen wird. Dort wird am Sonntag mit
der umjubelten Fahrt über das Podium die siegreiche
Crew gekürt.
Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
"Das war ein nervenaufreibender Tag: Die Rallye
Dakar war spannend und sie bleibt dank Carlos und
Nasser bis zum Schluss spannend. Der Tag morgen
wird entscheiden, welches Volkswagen Duo die Rallye
gewinnt. Jeder im Team und alle Fans können sich
auf ein spannendes Finale freuen."
#300 - Giniel de Villiers (ZA), 6. Platz Tages-
/ 7. Platz Gesamt-Wertung
"Wieder einmal ein Tag mit zwei Gesichtern. Er begann
mit einem Dünen-gürtel in der Nähe von San Rafael,
der viel weichen Sand bot. Dort haben wir zwei Mitsubishi
überholt, die vor uns gestartet sind. Wir haben
sie aber nicht gesehen - also müssen sie sich verfahren
haben. Mein Beifahrer Dirk von Zitzewitz hat also
wieder einen tollen Job gemacht. Im zweiten, schnellen
Abschnitt mit hohem Vollgas-Anteil waren wir im
Staub von Carlos Sousa. Keine Chance, an ihm vorbeizugehen."
#303 - Carlos Sainz (E), 4. Platz Tages- / 1. Platz
Gesamt-Wertung
"Der Tag begann gut für uns, speziell, wenn man
bedenkt, dass wir die Wer-tungsprüfung als Vortagessieger
eröffnen mussten. Im zweiten, schnellen Teilstück
hat uns Nasser Al-Attiyah eingeholt und mit viel
Risiko überholt. Das hat mir nicht besonders gut
gefallen. Der Abstand zwischen uns ist weiter geschrumpft.
Bis ins Ziel bleibt also morgen nur die gleiche
Taktik wie bei der gesamten ‚Dakar‘: Angreifen bis
zum Ende."
#305 - Mark Miller (USA), 5. Platz Tages- / 3. Platz
Gesamt-Wertung
"Der letzte Dünenabschnitt der ‚Dakar‘ hatte zwar
viel weichen Sand zu bieten, war aber mit dem Race
Touareg ganz leicht zu bewältigen. Es folgte ein
extrem schneller zweiter Teil mit Strecken wie auf
der Autobahn. Wir fuhren etwas im Staub von Quads
und Motorrädern, als wir mitten auf diesen breiten
Pisten einen Stein trafen. Daraufhin mussten wir
einen Reifen wech-seln, was etwas Zeit gekostet
hat."
#306 - Nasser Al-Attiyah (Q), 2. Platz Tages- /
2. Platz Gesamt-Wertung
"Der erste Dünenabschnitt war unserer. Dort haben
wir viel Zeit gut gemacht und waren vor dem Schlussstück
über breite Feldwege an unserem Team-kollegen Carlos
Sainz dran, der vor uns gestartet war. Ich habe
das Sentinel, das zum Warnen vorherfahrener Autos
dient, mehrfach betätigt, doch Carlos hat keinen
Platz gemacht. Vielleicht hat er es nicht gehört
- jedenfalls waren wir gezwungen, mit etwas höherem
Risiko zu überholen. Morgen ist noch alles möglich.
Bis ins Ziel werde ich alles geben."
Zahl des Tages
Der maximale Bremsdruck, den Volkswagen Werkspilot
Mark Miller auf der 13. Etappe erzeugte, lag bei
67,9 bar. Das entspricht einem Druck, wie er beispielsweise
in 679 Metern Wassertiefe herrscht.
Aus dem Volkswagen Biwak
- Verschleißarme "Dakar": Ersatzteil-Logistik
deutlich im Plus Bis zur 13. Etappe der Rallye Dakar
vermeldeten die Logistiker des Volkswagen Teams
eine positive Bilanz. 307 der 450 transportierten
Reifen für die Race Touareg wurden vor der letzten
Wertungsprüfung am Samstag verbraucht. Auch in Sachen
Ersatzteile vermeldeten die elektronischen Ladelisten
kaum Auf-fälligkeiten. Alleine eine Heckhaube wurde
bislang für Carlos Sainz nach seinem Aufeinandertreffen
mit Robby Gordon (Hummer) auf der zwölften Etappe
benötigt. Dazu kamen zwei Frontscheiben für Mark
Miller und Carlos Sainz, die nach Steinschlag vorsichtshalber
gewechselt wurden. Jeder Service-Truck führt für
die Einsatzfahrzeuge je einen kompletten Karosserie-Satz
mit.
- Tägliche Aufgaben: Mechaniker-Checklisten umfassen
je 463 Punkte Der Tagesablauf der Volkswagen Werksmannschaft
ist strikt organisiert. Jeder - vom Fahrer über
den Beifahrer, vom Ingenieur bis zum Mechaniker
- hat täglich feste Punkte abzuarbeiten. Darunter:
Der morgendliche Check der korrekten Funktionsweise
der Race Touareg durch die Besatzungen, etwa Systemdrücke
und -temperaturen via Cockpit-Displays oder grundlegende
Dinge wie die Kontrollen von Scheibenwischer, Licht
und Hupe. Auch auf der Verbindungsetappe zählen
Checks für Fahrer und Beifahrer zum Tages-programm.
Mit der Übergabe an die Mechaniker beginnt deren
Wartungs-arbeit. Darunter die planmäßige Kontrolle
von Öl- und Luftfiltern, Datenauf-zeichnungen, Dichtungen,
Füllständen oder Motor-, Bremsen- und Fahrwerks-teilen.
So stehen pro Fahrzeug insgesamt 463 Punkte auf
dem Ablaufplan jeder Etappe.