16.
Januar 2010:
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Versöhnliches
Ende für HS RallyeTeam
* Matthias Kahle und Dr. Thomas Schünemann
feiern am Ende der Tour der Leiden den zweiten Platz
in der Buggy-Wertung.
Grosse
Freude beim HS RallyeTeam: Nach ihrem Klassensieg
bei der Dakar und der Silk Way Rallye 2009 holen
Matthias Kahle und Dr. Thomas M. Schünemann dieses
Mal den zweiten Platz in der Buggy-Wertung. In der
Gesamtwertung erreicht das Team aus Hamburg die
hervorragende 18. Posi-tion.
Mit grossen Erwartungen startete das HS RallyeTeam
in die 14. und letzte Etappe der Rallye Dakar. "Bernard
Errandonea hat sechs Tagessiege auf dem Konto, wir
haben bisher fünf", rechnete Navigator Dr. Thomas
M. Schü- nemann morgens im Biwak vor. "Das wollen
wir heute noch ausgleichen." Eine klare Ansage des
Geschäftsführers der HS - Hamburger Software GmbH
& Co. KG vor der abschliessenden 206-Kilometer-Prüfung.
Schünemann und sein Pilot Matthias Kahle hielten
ihr Wort: Nach sechs Kilometern lagen die beiden
Deutschen auf Kurs und hatten schon einen kleinen
Vorsprung auf den zweitschnellsten Buggy von Yaroslav
Solovyev (SMG) herausgefahren.
Allerdings hatten Kahle/Schünemann die Rechnung
ohne die Kamaz-Trucks von Vladimir Chagin und Firdaus
Kabirov gemacht, die direkt vor dem roten Fast&Speed
Buggy auf die Strecke gingen. Während der 295-PS-Buggy
eine Höchstgeschwindigkeit von fast 200 km/h erreicht,
ist der Topspeed der Trucks per Reglement auf 150
km/h begrenzt. So schnell wie Kahle/Schüne-mann
die beiden Kamaz-Monster einholten, so lange brauchten
sie, um an ihnen vorbeizukommen.
Das unwegsame Gelände war eine wirkliche Herausforderung.
So verloren Kahle/Schünemann wertvolle Sekunden
und mussten sich nach 206 Kilo-metern knapp gegenüber
Yaroslav Solovyev geschlagen geben. In der Tagesgesamtwertung
erreichten Kahle/Schünemann direkt hinter dem Russen
Platz 17. Wie erwartet brachte die Schlussetappe
keine grossen Veränderungen im Gesamtklassement.
Nach mehr als 9.000 Kilometer durch Argentinien
und Chile feiert das HS RallyeTeam seine sensationelle
Aufholjagd. Seit ihrem Getriebeschaden auf der dritten
Etappe haben die Hamburger Motorsportler insgesamt
52 Plätze aufgeholt. Kahle/Schünemann erreichten
das Ziel auf Rang 18 der Gesamt-wertung. In der
Buggy-Wertung kämpfte sich die deutsche Fahrerpaarung
auf den zweiten Platz vor.
Matthias Kahle:
"Auf den letzten Kilometern ist die Anspannung so
gross, dass man froh ist, wenn man endlich im Ziel
ist. Mit dem zweiten Platz in der Buggy-Klasse können
wir wirklich zufrieden sein, wir selbst hatten nicht
mehr damit ge-rechnet, so weit nach vorne zu kommen.
Die Ausfallquote bei den Buggies lag dieses Jahr
bei etwa 50 Prozent. Das allein zeigt schon, wie
schwer es ist, bei der Königin der Rallyes überhaupt
ins Ziel zu kommen."
Dr. Thomas M. Schünemann:
"Wir sind sehr glücklich, das Ziel der Dakar erreicht
zu haben. Es ist einfach ein herausragendes Gefühl,
die härteste Rallye der Welt zum zweiten Mal in
Folge bezwungen zu haben. Wir wollten zwar wieder
unsere Klasse gewin-nen, aber nach all den technischen
Widrigkeiten ist es in der Summe gut gelaufen. Bisweilen
war es nicht leicht, die Motivation zu bewahren
- wenn man schon am dritten Tag so weit zurück ist.
Mein besonderer Dank gilt dem gesamten Team, das
in den letzten zwei Wochen Leistungsstärke pur auf
allen Ebenen gezeigt hat."