16.
Januar 2010:
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Two-areg:
Volkswagen verteidigt "Dakar"-Titel mit
Dreifachsieg
Triumphale
Titelverteidigung in Südamerika: Volkswagen hat
zum zweiten Mal in Folge und einschließlich 1980
zum dritten Mal insgesamt die legendäre Rallye Dakar
gewonnen. Nach einem Showdown in Blau feierten im
Ziel der härtesten Herausforderung im weltweiten
Motorsport die Volkswagen Duos und ihre Race Touareg
mit TDI-Antrieb einen souveränen Dreifachtriumph.
Dabei setzten sich Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E)
nach einem packenden Finale auf dem 202 Kilometer
langen Schlussspurt am 14. und letzten Rallye-Tag
mit nur 2.12 Minuten Vorsprung gegen ihre Teamkollegen
Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) durch. Rang
drei eroberten Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA).
Die Vorjahressieger Giniel de Villiers/Dirk von
Zitzewitz (ZA/D) belegten den siebten Platz.
"Ich bin unheimlich stolz auf unsere Mannschaft.
Was Fahrer, Beifahrer und das gesamte Team an jedem
einzelnen Tag der Rallye Dakar geleistet haben,
ist enorm. Mit dem Dreifach-Triumph hat Volkswagen
Motorsport die hoch gesteckten Ziele sogar noch
übertroffen", sagte Dr. rer. pol. h. c. Francisco
Javier Garcia Sanz, Mitglied des Vorstands der VOLKSWAGEN
AG für den Geschäftsbereich Beschaffung, im Ziel
der letzten Etappe.
Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen erklärte:
"Vor drei Wochen ist ein hoch motiviertes Volkswagen
Team mit dem Ziel angereist, den ‚Dakar‘-Titel des
Vorjahres erfolgreich zu verteidigen. Mit dem Dreifachsieg
ist Volkswagen etwas Historisches gelungen. Wir
sind in Süd-amerika nicht nur ungeschlagen, wir
sind auch weiterhin der einzige Her-steller, der
die härteste Rallye der Welt mit einem Auto mit
Diesel-Antrieb gewonnen hat. Bis zum Ziel haben
die Volkswagen Piloten den ‚Dakar‘-Sieg unter sich
ausgemacht - mit teils harten, aber fairen Mitteln.
Genau so packend stellen wir uns Motorsport vor.
Mein Glückwunsch gilt daher allen Volkswagen Duos,
die allesamt verdiente Sieger gewesen wären."
Die Wolfsburger Marke bleibt damit der einzige Hersteller,
der bislang die Automobilwertung der Rallye Dakar
mit Diesel-Antrieb gewann. Bereits 2009 war die
TDI-Technologie in Argentinien und Chile tonangebend.
Neben der Effizienz der Diesel-Direkteinspritzungstechnik
des Volkswagen Konzerns war die Standfestigkeit
der Race Touareg der Schlüssel zum "Dakar"-Erfolg
2010. Angesichts extremster Belastungen erwies sich
der 300 PS starke Race Touareg nicht nur als standfestestes,
sondern auch als schnellstes Fahrzeug: Sieben von
14 möglichen Etappensiege und elf Führungtage schlagen
für den Allradler aus Wolfsburg zu Buche.
Dabei hielt die sportliche Entscheidung bis zum
Zielstrich Beobachter und Fans in Atem: Carlos Sainz/Lucas
Cruz, Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk sowie Mark
Miller/Ralph Pitchford führten seit der fünften
Etappe die Rallye Dakar in dieser Reihenfolge an.
Doch eine Vorentscheidung war zu keinem Zeitpunkt
gefallen. Mit einem starken Schlusspurt kämpften
sich Al-Attiyah/ Gottschalk an ihre Volkswagen Teamkollegen
Sainz/Cruz in einem offenen und harten, aber fair
ausgetragenen Duell um Sekunden immer weiter an
die Spitzenposition heran. Besonders auf Dünenpassagen
- die erneut eines der Herzstücke der "Dakar" bildeten
- machte das katarisch-deutsche Duo Boden gut, während
auf schnellen und kurvenreichen Schotterabschnitten
das spanische Duo Sainz/Cruz den Ton angab.
So abwechslungsreich der Kampf in der Gesamtwertung
war - zwei Tages-siege gingen an Sainz/Cruz, vier
an Al-Attiyah/Gottschalk, einer an Miller/ Pitchford
-, so herausfordernd erwies sich die 32. Auflage
der Rallye Dakar: Neben vielfältigen Wertungsprüfungen
im weichen, teils puderartigem Sand sowie in turmhohen
und endlosen Dünenfeldern der Atacama-Wüste im Norden
Chiles standen auch Schotterabschnitte sowie Passagen
durch riesige Geröllfelder auf dem Programm.
Die facettenreiche Härteprüfung mit mehrfach täglich
wechselndem Terrain, zwei Andenüberquerungen, Passagen
durch die trockenste Wüste der Welt, der Atacama,
sowie Teilstücke in der legendären Pampa bewältigte
der Volkswagen Race Touareg mit Bravour. Stets war
ein Race Touareg unter den Top Drei der Tageswertung
zu finden, 27 von 42 möglichen Top-3-Platzierungen
gingen auf den 14 Etappen jeweils nach Wolfsburg.
Für die neuen "Dakar"-Sieger Carlos Sainz und Lucas
Cruz setzte sich in Argentinien und Chile vor Millionen
von Fans entlang der Tagesetappen ein Siegeszug
fort.
Als neu formiertes Duo im Volkswagen Race Touareg
blieb das spanische Zweiergespann auch im dritten
gemeinsamen Einsatz ungeschlagen und sorgte für
einen neuen Superlativ in der Geschichte der "Dakar":
Noch nie zuvor konnte ein Spanier die legendäre
Wüstenrallye in der Automobilwertung für sich entscheiden.
Bereits zuvor hatten Sainz/Cruz die Rallye dos Sertões
im Juni und Juli 2009 sowie die Silk-Way-Rallye
im September 2009 für sich entschieden.
Ebenso eindrucksvoll liest sich die Statistik für
Volkswagen im Marathon-Rallyesport: Seit Januar
2009 ist die Wolfsburger Marke ungeschlagen und
setzt mit dem zweiten "Dakar"-Sieg nach 2009 die
Erfolgsgeschichte der TDI-Technologie aus dem Volkswagen
Konzern weiter fort: Nach den Le-Mans-Siegen von
Audi in den Jahren 2006 bis 2008 sowie dem Gewinn
der Touren-wagen-Weltmeisterschaft durch SEAT 2008
und 2009 war Volkswagen dank TDI-Power bei der "Dakar"
2009 und 2010 erfolgreich.
#300 - Giniel de Villiers (ZA), 7. Platz Gesamt-Wertung
"Für meinen Beifahrer Dirk von Zitzewitz und mich
war das Unternehmen Titelverteidigung bereits am
dritten Rallyetag gelaufen, als wir durch eine Längsrolle
mit einem Elektrikdefekt mehrere Stunden eingebüßt
haben. Ab dann haben wir uns in den Dienst des Teams
gestellt, wie es 2009 auch für uns gemacht wurde.
Das ist selbstverständlich. Eins, zwei und drei
- das ist ein herausragendes Ergebnis für Volkswagen.
Jeder in der Truppe hat diesen Sieg verdient. Keine
Frage: Es ist das beste Team der Welt."
#300 - Dirk von Zitzewitz (D), Copilot
"Die Rallye Dakar 2010 war wieder eine sehr aufregende
‚Dakar‘. Die Be-geisterung der Zuschauer in Chile,
vor allem aber in Argentinien ist immer wieder beeindruckend.
Wahnsinn, wie viele Anfeuerungen man bekommt. Sportlich
ist die ‚Dakar‘ für Giniel und mich nicht besonders
gut gelaufen, denn wir mussten unsere Sieghoffnungen
bereits früh begraben und haben ab dann für das
Team gearbeitet. Auch wenn sie technisch extrem
hart für das Material war, habe ich diese ‚Dakar‘
sportlich nicht als so herausfordernd empfunden
wie 2009."
#303 - Carlos Sainz (E), 1. Platz Gesamt-Wertung
"Mit dem ‚Dakar‘-Sieg habe ich mir einen langen
Traum erfüllt. Von mir fällt jetzt ein großer Druck
ab, denn das Duell um diesen Erfolg war extrem hart
sowie physisch und psychisch enorm anstrengend.
Ich bin unendlich froh, dieses Ziel erreicht zu
haben, nachdem ich bereits mehrfach nah dran am
Sieg war. Für mich lief alles perfekt: Mein Beifahrer
Lucas Cruz hat einen herausragenden Job gemacht,
technisch lief der Race Touareg wie ein Uhrwerk
und die gesamte Volkswagen Mannschaft hat hart für
den Sieg gearbeitet. Danke dafür."
#303 - Lucas Cruz (E), Copilot
"Nach so viel Druck in den vergangenen Tagen kommt
am Tag meines ersten ‚Dakar‘-Siegs natürlich unglaublich
große Freude auf. Ich denke, wir haben harte Gegner,
aber auch eine der härtesten ‚Dakars‘ aller Zeiten
besiegt. Die Strecken waren vielfältig und täglich
eine neue große Herausforderung, auch wenn nicht
alle Etappen das gleiche Niveau hatten. Carlos ist
die gesamte Zeit über geduldig, konzentriert, aber
zielstrebig zu Werke gegangen. Er ist ein großer
Champion, mit ihm zu gewinnen ist eine toller Erfolg."
#305 - Mark Miller (USA), 3. Platz Gesamt-Wertung
"Eine schöne Rallye für uns und für das gesamte
Volkswagen Team, das einen herausragenden Job gemacht
hat. Es hat es verdient, mit drei Fahr-zeugen auf
dem Podium feiern zu dürfen. Kleinigkeiten haben
den Ausschlag über Sieg und Platz drei ausgemacht.
Ich ziehe meinen Hut vor Carlos Sainz, der beinahe
perfekt gefahren ist und die wenigsten Fehler begangen
hat. Eben diese Kleinigkeiten machen den Unterschied
aus. Mein Ziel ist es, auch in den letzten Details
in Zukunft besser zu werden."
#305 - Ralph Pitchford (ZA), Copilot
"Diese ‚Dakar‘ war hart, härter als die Ausgaben
zuvor. Rang drei gegen so starke Konkurrenz von
X-raid-BMW, Hummer und Mitsubishi hinter zwei Teamkollegen
erreicht zu haben, ist ein echter Erfolg, auch wenn
unserer großer Traum vom ‚Dakar‘-Sieg nicht in Erfüllung
gegangen ist. Doch diese Rallye ist unerbittlich
und bestraft kleinste Fehler unmittelbar. Es gibt
aber keinen Grund, einem besseren Ergebnis nachzutrauern
- denn mit einem so starken Team auf den ersten
drei Plätzen zu sein, ist Lohn genug."
#306 - Nasser Al-Attiyah (Q), 2. Platz Gesamt-Wertung
"So knapp am ‚Dakar‘-Sieg vorbeigeschrammt zu sein,
ist natürlich einerseits bitter. Doch bei Volkswagen
habe ich andererseits die Chance bekommen, meinen
‚Dakar‘-Traum bis zum Ende leben zu können und bin
dafür dankbar. Ich fühle mich in dieser Mannschaft
extrem wohl und freue mich auf jeden Tag mit der
Truppe. Carlos Sainz ist ein verdienter Sieger und
ein wahrer Cham-pion. Platz zwei hinter ihm ist
ein großartiges Ergebnis. Jetzt freue ich mich schon
darauf, ihn bei der kommenden ‚Dakar‘ herauszufordern."
#306 - Timo Gottschalk (D), Copilot
"Das waren die zwei anstrengendsten Wochen meines
Lebens, vor allem mental. Denn mit einem derart
starken Fahrer an meiner Seite, wie es Nasser Al-Attiyah
ist, wollte ich meine Sache so gut wie nur irgend
möglich machen. Wir haben gemeinsam auf dieser ‚Dakar‘
viele Höhen, aber auch einige Tiefen durchlebt.
Alles in allem bin ich aber mit dem Resultat sehr
zufrieden. Wir haben gezeigt, was in uns steckt
und dass wir reif für den ‚Dakar‘-Sieg waren. In
einem derart engen Duell gegen einen Ausnahme-Piloten
wie Carlos Sainz zu verlieren, ist - denke ich -
aller Ehren wert."
#312 - Maurício Neves (BR), ausgeschieden
"Leider ist für Clécio Maestrelli und mich der ‚Dakar‘-Traum
viel zu schnell zuende gegangen. Auf der sechsten
Etappe haben wir im Staub ein Loch übersehen und
uns mehrfach überschlagen. Dabei habe ich mir vier
Rip-penbrüche zugezogen. Doch das klingt schlimmer
als es ist, denn ange-sichts der Schwere des Unfalls
bin ich dank der Robustheit des Race Touareg mit
leichten Verletzungen davongekommen. Schade für
das Team, für dessen Arbeit die Zielankunft in Buenos
Aires eine tolle Belohnung gewesen wäre."
#312 - Clécio Maestrelli (BR), Copilot
"Dass wir so früh ausgeschieden sind, ist bitter.
Die Rallye Dakar ist eine tolle Erfahrung und die
Tage bis zu unserem Unfall haben wir wirklich genos-sen.
Mein Dank geht an die Truppe von Volkswagen, die
uns diese Chance gegeben hat."
Zahl des Tages
Die 14. und letzte Etappe der Rallye Dakar bildete
den schnellsten Tages-abschnitt bei der Ausgabe
2010. Die Durchschnittsgeschwindigkeit von Tagessieger
Al-Attiyah lag bei 152,070 km/h.