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32. Rallye "Dakar"
Argentinien - Chile
01. - 17. Januar 2010
Streckenlänge: 9.030 km - 14 WP's = 4.810 km
04. Januar 2010:

Volkswagen Pilot Al-Attiyah übernimmt Führung bei Rallye
Dakar

Mit dem Tagessieg an die Spitze – das Volkswagen Werksduo Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) hat die zweite Etappe der Rallye Dakar für sich entschieden. Hinter den neuen Führenden rangieren nach Tagesrang vier Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E) in einem weiteren der 300 PS starken Race Touareg mit TDI-Diesel-Antrieb mit nur 1.19 Minuten Rückstand an zweiter Stelle der Gesamtwertung.

Dabei setzte die Werksmannschaft die geschlossene Teamleistung des Vortages weiter fort: Maurício Neves/Clécio Maestrelli (BR/BR) sicherten sich auf dem Teilstück zwischen Córdoba und La Rioja den dritten, Mark Miller/ Ralph Pitchford (USA/ZA) den fünften und Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz den achten Tagesrang. Damit liegen alle fünf Race Touareg bei der härtesten Rallye der Welt unter den ersten sechs der Gesamtwertung.

Die Wertungsprüfung, die die "Dakar"-Teilnehmer in Richtung Nordwesten führte, zeichnete sich durch schnelle Schotterpassagen ebenso aus wie durch Sprünge sowie langgezogene Kurven. Am Ende der Prüfung standen zudem wildere und steinigere Abschnitte auf dem Tagesplan.

Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
"Das war ein hervorragender Tag für Volkswagen, denn es ist sehr gut ge-laufen. Wer heute eine vordere Startposition hatte, war klar im Nachteil. Morgen erwartet uns eine schwierige Etappe. Aber ich bin sehr zufrieden mit unserem Tages- und Gesamtergebnis und bin deshalb zuversichtlich, dass wir morgen daran anknüpfen können."

#300 - Giniel de Villiers (ZA), 8. Platz Tages- / 6. Platz Gesamt-Wertung
"Heute war ein anstrengender und langer Tag, der dank der Regenfälle über Nacht mit Schlamm begann, zeitweise bei Nebel wenig Sicht bot und uns mit vielen rutschigen Stellen auf Trab hielt. Auf einer Anhöhe habe ich einen am Streckenrand liegenden Stein erwischt, der uns einen schleichenden Plattfuß beschert hat. Bis wir einen Platz zum Wechseln gefunden hatten, haben wir ein bisschen Zeit verloren. Morgen startet die Rallye mit der ersten Dünene-tappe aber erst richtig."

#303 - Carlos Sainz (E), 4. Platz Tages- / 2. Platz Gesamt-Wertung
"Der heutige Tag war alles andere als einfach. Bereits nach zwei Kilometern haben wir Nani Roma im X-raid-BMW, der neben die Strecke geraten war, überholt. Deshalb kam uns die Ehre zu, ab dann die Route zu eröffnen. Die hatte es in sich: Im Schlamm und Nebel des ersten Teils agierten wir ab-wartend, der kurvige Teil auf Schotter war physisch anstrengend. Wir sind weiter in einer guten Position für die kommenden Tage."

#305 - Mark Miller (USA), 5. Platz Tages- / 4. Platz Gesamt-Wertung
"Heute waren wir über vier Stunden lang im Cockpit voll gefordert. Dieser Tag ging ein bisschen an die Substanz. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden. Tagesziel war es, in Schlagdistanz zu bleiben. Das haben wir umgesetzt. Jetzt freuen wir uns auf die erste richtige Dünenetappe, die morgen ansteht. Die letzten Kilometer in den Dünen liegen schon einige Monate zurück. Des-halb sind wir jetzt richtig heiß darauf."

#306 - Nasser Al-Attiyah (Q), 1. Platz Tages- / 1. Platz Gesamt-Wertung
"Zu Beginn habe ich es - wie gestern - vorsichtig angehen lassen. Als der schlammige und rutschige Teil vorüber war, haben wir dagegen etwas mehr attackiert. Ich denke, wir haben ein gutes Tempo gefunden, ohne zu viel Risiko einzugehen. Eigentlich fühlte es sich so an, als seien wir nicht so schnell unterwegs gewesen. Der Tagessieg zeigt aber, das wir alles richtig gemacht haben."

#312 - Maurício Neves (BR), 3. Platz Tages- / 5. Platz Gesamt-Wertung
"Fantastisch. Diese Art von Etappe mag ich sehr. Sie war technisch sehr anspruchsvoll, viele Kurven haben sich mit Bergab- und Bergauf-Abschnitten abgewechselt. Wir hatten nicht ein einziges Problem, haben das Risiko gut kalkuliert und so Reifenschäden vermieden. Dazu hat mein Beifahrer Clécio Maestrelli einen hervorragenden Job gemacht. Wir sind mehr als nur zufrieden. Wir sind überglücklich mit Tagesrang drei."

Zahl des Tages
Die schnellste Einfederbewegung eines Race Touareg wurde am zweiten Rallyetag am Fahrzeug von Maurício Neves mit 8,3 Metern pro Sekunde gemessen - mehr als zehn Mal schneller als ein Straßenfahrzeug. Mehr als 20 der per Reglement maximal erlaubten 25 Zentimeter Federweg erreichte der 300 PS starke "Dakar"-Prototyp des Volkswagen Werksfahrers, der mit Stoßdämpfern von Partner ZF Sachs ausgestattet ist, durchschnittlich mehr als 35 Mal pro Kilometer.

Drei Fragen an Car Chief Martin Hassenpflug
Sie sind als Chefmechaniker am Auto von Nasser Al-Attiyah eingesetzt. Man sagt, Erfahrung sei bei der "Dakar" alles ...
"Die ‚Dakar‘ 2010 ist tatsächlich bereits meine sechste, seit zwei Jahren ar-beite ich als Car Chief. Vergangenes Jahr am Fahrzeug von Dieter Depping, jetzt bei Nasser Al-Attiyah und Timo Gottschalk. Am Race Touareg jede ein-zelne Schraube in- und auswendig zu kennen, ist enorm wichtig, um präzise und effizient zu sein. Wenn man das Auto zusammen mit der restlichen Fahrzeug-Crew von Grund auf aufgebaut hat, ist es wie ein eigenes Baby. Entsprechend akribisch möchte man jeden Tag seinen Job machen."

Die Arbeit ist innerhalb der Fahrzeug-Crew streng hierarchisch organisiert. Wie muss man sich den Ablauf beim Service vorstellen?
"Der Car Chief ist das Bindeglied zwischen Renningenieur und den Mechani-kern und sorgt dafür, dass die Arbeit möglichst perfekt verteilt ist. Er ist auch verantwortlich für die anfallenden Arbeiten am Auto. Jeder im Team kennt seine Aufgaben vorher genau, was den normalen Service und die Kontrollen angeht. Doch wenn tatsächlich mal etwas außer der Reihe erledigt werden muss, teile ich als Chefmechaniker die Arbeit ein."

Man ist also Ansprechpartner für Renningenieur einerseits und Mechaniker-Kollegen andererseits. Wie muss ein guter Car Chief gestrickt sein?
"Zu allererst hat man Vorbildfunktion und muss absoluter Teamplayer sein. Schließlich ist die Rallye Dakar die härteste auf der Welt, auch was den täglichen Service angeht. Da sind auch schon mal Motivationskünste gefragt. Jeder kann einmal einen schlechten Tag haben, doch jeder in der Truppe will seinen Job so perfekt wie möglich machen. Also ist auch die Liebe zum Detail eine echte Mechaniker-Eigenschaft."

32. Rallye Dakar
01. - 17.01.2010

WP 2
1. Al-Attiyah 6:19.39
2. Sainz 1.19
3. Peterhansel 2.30
4. Miller 5.28

5. Neves

5.40
6. De Villiers 7.17
Bestzeiten
WP 1: Roma
WP 2: Al-Attiyah
Führungen
WP 1: Roma
WP 2: Al-Attiyah
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