05.
Januar 2010:
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Drei
Volkswagen Piloten auf den ersten vier Plätzen
Volkswagen
behauptet sich auf der dritten Etappe der Rallye
Dakar weiterhin in der Spitzengruppe: Carlos Sainz/Lucas
Cruz (E/E), Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D)
und Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA) liegen
mit ihren drei Race Touareg auf den Positionen zwei
bis vier bei der härtesten Wüsten-rallye der Welt.
Die Führung in der Gesamtwertung übernahmen die
Tages-sieger Stéphane Peterhansel/Jean-Paul Cottret
(F/F) aus dem X-raid-BMW-Team.
Auf der 182 Kilometer langen Prüfung von La Rioja
nach Fiambalá in Argen-tinien stieg der Schwierigkeitsgrad
der Rallye mit Geröllstrecken, weichem Sand und
ersten hohen Dünen deutlich: Sainz, dem mit einer
Fahrzeit von 3:01.03 Stunden die zweitbeste Etappenzeit
gelang, erreichte auf der Prüfung einen Schnitt
von gerade 60,315 km/h. Giniel de Villiers/Dirk
von Zitzewitz (ZA/D) mussten nach einem Unfall zu
Beginn der Prüfung eine Reparatur-pause einlegen
und fielen dadurch zurück.
Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
"Die Rallye Dakar hat heute richtig begonnen. Wir
haben gewusst, dass es ab heute sehr viel anspruchsvoller
werden würde. Wir waren allerdings ein wenig überrascht,
wie schwierig es tatsächlich war und wie langsam
die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Strecke
gewesen ist. Mit Platz zwei von Carlos Sainz vor
seinen Teamkollegen liegen wir weiterhin gut im
Rennen und haben allen Grund, zuversichtlich zu
sein."
#303 - Carlos Sainz (E), 2. Platz Tages- / 2. Platz
Gesamt-Wertung
"Das war eine physisch und fahrerisch extrem anstrengende
Etappen mit unglaublich hohen Temperaturen im Cockpit.
Wir haben zwar heute ein bisschen Zeit auf Stéphane
Peterhansel verloren. Doch gerade zu Beginn einer
‚Dakar‘ ist es wichtig, das Auto unversehrt ins
Ziel zu bringen. Unsere Tage kommen noch."
#305 - Mark Miller (USA), 4. Platz Tages- / 4. Platz
Gesamt-Wertung
"Eigentlich verlief die Etappe heute gut für uns.
In den Dünen haben wir kaum Zeit verloren, Reifenschäden
vermieden und uns zu keinem Zeitpunkt fest-gefahren.
Mit diesem Abschnitt sind wir sehr zufrieden. Unser
Problem war allerdings der Auftakt in die Wertungsprüfung:
Dort haben wir uns gleich zu Beginn verfahren und
einen Haufen Zeit mit Suchen verloren. Das sollte
uns besser nicht jeden Tag passieren."
#306 - Nasser Al-Attiyah (Q), 3. Platz Tages- /
3. Platz Gesamt-Wertung
"Heute hat die ‚Dakar‘ zum ersten Mal ihr wahres
Gesicht gezeigt. Die Etappe war extrem hart, und
wir sind erstmals im weichen Sand gefahren. Leider
haben wir durch einen Reifenschaden Zeit verloren
und uns einmal verfahren. Mein Beifahrer Timo Gottschalk
musste aussteigen, um an einem Canyon nach dem Weg
zu suchen. Das hat Zeit gekostet, doch es kommen
noch genug Gelegenheiten, sie wieder aufzuholen."
#312 - Maurício Neves (BR), 14. Platz Tages- / 10.
Platz Gesamt-Wertung
"Fahrerisch und navigatorisch hatte es der dritte
Rallye-Tag in sich. Wir haben ein bisschen Zeit
verloren, weil wir uns zu Beginn verfahren hatten.
Der Dünenabschnitt war schwer zu bewältigen, weil
teilweise nur schmale Be-reiche zu befahren waren.
Doch alles in allem bin ich zufrieden, denn die
harten Tage kommen noch. Auch wenn wir etwas Zeit
eingebüßt haben - alles ist noch möglich."
Zahl des Tages
Die maximale Pulsfrequenz von Nasser Al-Attiyah
betrug auf der dritten Etappe der Rallye Dakar 218
Herzschläge. Während der 182 Kilometer langen Wertungsprüfung
schlugen bei Messungen die Werte des Katarers zu
91 Prozent mit Herzschlägen zwischen 120 und 160
pro Minute zu Buche. Zum Vergleich: Ein Fußballprofi
hat während 90 Minuten Spiel maximal 180, durchschnittlich
zwischen 100 und 120 Pulsschläge. Die Herzfrequenz
setzt sich zusammen aus Belastungs-Puls und - insbesondere
im Motorsport - aus Stress-Puls.
Wussten Sie, dass ...
... jeden Abend sogenannte Check-runs absolviert
werden? Sobald der Service am Race Touareg erledigt
ist, werden die 300 PS starken "Dakar"-Prototypen
noch einmal auf kurzen Ausfahrten überprüft und
anschließend die Datenaufzeichungen ausgewertet.
... das Catering der "Dakar"-Organisatoren jeden
Tag 2.500 Gäste bewirtet? Insgesamt werden täglich
1,5 Tonnen Lebensmittel und 12.000 Halbliter-Flaschen
Wasser verbraucht.