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32. Rallye "Dakar"
Argentinien - Chile
01. - 17. Januar 2010
Streckenlänge: 9.030 km - 14 WP's = 4.810 km
08. Januar 2010:

Volkswagen Pilot Sainz baut Vorsprung bei der "Dakar"
aus

Volkswagen führt die Rallye Dakar 2010 auch nach der sechsten von 14 Etappen mit drei Race Touareg an. Carlos Sainz und Lucas Cruz (E/E), die am Vortag die Führung übernommen hatten, bauten im Volkswagen Race Touareg ihren Vorsprung von 4.37 Minuten auf 15.24 Minuten aus. Zweite des Gesamtklassements bleiben ihre Teamkollegen Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) vor Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA) in einem weiteren Race Touareg.

Bis kurz vor dem Ziel der 418 Kilometer langen Prüfung von Antofagasta nach Iquique in der Atacama-Wüste von Chile sah es so aus, als hätten Miller/ Pitchford den zweiten Gesamtrang übernommen. Auf den letzten 25 Kilo-metern verwandelte sich ihr zeitweiliger Vorsprung von 3.19 Minuten auf Al-Attiyah in der Gesamtwertung jedoch in einen Rückstand von 2.23 Minuten.

Ein permanenter Wechsel des Terrains zeichnete die sechste "Dakar"- Etappe zwischen Antofagasta und Iquique aus. Neben großer Weite standen auch gewundene Passagen über Schotter auf dem Tagesprogramm. Den Schlusspunkt bildete eine spektakuläre Zielabfahrt von einer der Küste vor-gelagerten Düne ins Rallye-Biwak, bei dem die Teilnehmer 600 Höhenmeter in wenigen Sekunden bei Geschwindigkeiten bis 180 km/h bewältigten.

Volkswagen musste auf der sechsten Tagesetappe allerdings auch einen Rückschlag hinnehmen: Das brasilianische Duo Maurício Neves/Clécio Maestrelli schied nach einem Überschlag aus. Fahrer und Beifahrer geht es den Umständen entsprechend gut. Maurício Neves wurde vorsichtshalber zu einer Kontrolle in ein Krankenhaus gebracht, wo zwei Rippenbrüche fest-gestellt wurden.

Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
"Auf sportlicher Ebene lief der Tag gut für uns. Die drei in Führung liegenden Race Touareg sind gut durchgekommen, obwohl es nach Aussagen der Fahrer eine extrem schwierige Etappe gewesen sein muss. Die Navigation war anspruchsvoll, der puderartige Fech-Fech-Sand verlangte den Fahrern alles ab. Morgen gilt es, die mit 600 Kilometern längste Prüfung der Rallye vor dem Ruhetag am Samstag gut zu überstehen. Die heutige Etappe hielt aber auch einen kleinen Schock für uns bereit: Unser brasilianisches Duo erlebte einen heftigen Überschlag. Während Copilot Clécio Maestrelli un-verletzt ist, klagte Fahrer Maurício Neves über Schmerzen im Oberkörper. Er wurde deshalb zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Dass beiden nichts Schlimmes passiert ist, zeigt, dass der Race Touareg eine sehr stabile und starke Konstruktion ist."

#300 – Giniel de Villiers (ZA), 8. Platz Tages- / 16. Platz Gesamt-Wertung
"Nach unserem Zeitverlust gestern von so weit hinten zu starten war kein Geschenk. Der Staub war extrem und es war nahezu unmöglich, sicher zu überholen. Nach 135 Kilometern hatten wir die Unfallstelle von Maurício und Clécio erreicht und dort eine knappe halbe Stunde angehalten, um den Helikopter zu rufen und zu helfen. Danach ging es einmal mehr nur darum, die Etappe zu beenden. Die letzten zehn Kilometer in den Dünen waren aber einfach unglaublich und haben viel Spaß gemacht."

#303 – Carlos Sainz (E), 2. Platz Tages- / 1. Platz Gesamt-Wertung
"Heute war die Etappe noch anspruchsvoller als die Tage zuvor. Gerade in Sachen Navigation konnte man viel Zeit liegen lassen. Wir haben nach wie vor nicht einmal die Hälfte der ‚Dakar‘ hinter uns, deswegen wird auch in den kommenden Tagen das gelten, was ich mir heute zu Herzen genommen habe: Möglichst materialschonend zu fahren und von Tag zu Tag zu denken."

#305 – Mark Miller (USA), 3. Platz Tages- / 3. Platz Gesamt-Wertung
"Leider haben wir heute gleich zu Beginn Zeit verloren, weil wir nach dem Weg suchen mussten. Das ist kein Vorwurf an meinen Copiloten Ralph Pitchford. Denn heute war das Roadbook nicht besonders präzise gefasst. Alles in allem bin ich aber zufrieden. Und gerade der Zielschuss entschädigt für die harte Arbeit des Tages: Tausende Zuschauer und eine steile Abfahrt zum Meer hinunter, das Biwak vor Augen. Das war Adrenalin pur."

#306 – Nasser Al-Attiyah (Q), 4. Platz Tages- / 2. Platz Gesamt-Wertung
"Heute war es vor allem für die Beifahrer nicht einfach. Es gab viele Stellen, an denen man Zeit mit der Wegsuche verlieren konnte. Genau das ist uns auch passiert. Ich bin dennoch mit dem Tagesergebnis den Umständen entsprechend zufrieden. An unserer Taktik ändert sich nichts: Wir werden weiter konzentriert und vorsichtig bleiben. Aber vielleicht können wir dennoch in den nächsten Tagen etwas Zeit gutmachen."

Zahl des Tages
Volkswagen hat bis zur sechsten Etappe der 2010er-Ausgabe heute 101.213 Wertungsprüfungskilometer bei insgesamt sechs "Dakar"-Veranstaltungen seit 2004 zurückgelegt. Damit liegen die eingesetzten Race Touareg in der Summe seit dem Beginn des Projekts im Jahr 2004 erstmals im sechsstel-ligen Bereich. Diese Distanz entspricht etwa der zweieinhalbfachen Erd-umrundung entlang des Äquators.

Wussten Sie, dass ...
... der Ex Volkswagen Werkspilot und der heutige "Dakar"-Starter Robby Gordon am vierten Rallye-Tag jedem Mitglied der Wolfsburger Werksmann-schaft eine Runde Speiseeis ausgegeben hat? Der US-Amerikaner war bei der zurückliegenden Rallye Dakar trotz einer extrem knappen Etappen-Niederlage von Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen und seinem Team eingeladen worden – und revanchierte sich angesichts seines ersten Etappensiegs 2010 bei den 85 Volkswagen Teammitgliedern.

... jeder Race Touareg auf den Etappen ein kleines Ersatzteilpaket für den Fall der Fälle mit sich führt? Je nach Charakter der Wertungsprüfung sind unter anderem in den Seitenschwellern des 300 PS starken Race Touareg Spurhebel, Dreieckslenker oder Traggelenk (Verbindungsbauteil zwischen Radträger und Dreieckslenker) zum Wechsel nach einem Unfall unterge-bracht. Bei besonders harten Etappen nehmen die fünf Werksduos eine Antriebswelle mit, die an allen vier Rädern des Allradlers baugleich ist.

... auf Etappen mit besonders großem Wildbewuchs auch eine ausgewach-sene Machete zum Werkzeug an Bord der Race Touareg gehört? Damit könnten sich Giniel de Villiers, Carlos Sainz und Co im wahren Wortsinn bei Bedarf durchs Unterholz schlagen.

32. Rallye Dakar
01. - 17.01.2010

WP 6
1. Sainz 20:35.33
2. Al-Attiyah 15.24
3. Miller 17.47
4. Sousa 1:34.04

5. Holowczyc

1:43.40
6. Gordon 1:48.25
Bestzeiten
WP 1: Roma (1)
WP 2: Al-Attiyah (1)
WP 3: Peterhansel (1)
WP 4: Gordon (1)
WP 5: Miller (1)
WP 6: Peterhansel (2)
Führungen
WP 1: Roma
WP 2: Al-Attiyah
WP 3-4: Peterhansel
WP 5-6: Sainz
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