08.
Januar 2010:
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Kahle/Schünemann
kämpfen unbeirrt weiter
* Licht und Schatten im HS RallyTeam - Kahle/Dr.
Schünemann
wieder ein Stück weiter nach vorne, ihr Race-Truck
ist aber
ausgeschieden.
So
nah können Freud' und Leid beieinander liegen: Während
Matthias Kahle und Dr. Thomas M. Schünemann mit
Platz 15 ihr bestes Tagesergebnis ein-fahren und
in der Gesamtwertung vier Plätze aufholen, ist die
Dakar für den T4-Racetruck des HS RallyeTeams nach
der siebten Prüfung gelaufen. Drei Tage lang gab
es nur gute Nachrichten aus dem Lager des HS RallyeTeams.
Alle drei Fahrzeuge liefen ohne Probleme und holten
in der Gesamtwertung Platz für Platz auf.
Auf der längsten Prüfung der Dakar nun ein harter
Schlag. Der T4-Racetruck von Mathias Behringer,
Siegfried Schadl und Hugo Kupper ist in den Dünen
vor dem ersten Checkpoint auf die Seite gekippt.
Dank tatkräftiger Unter-stützung stand der 9,5 Tonnen
schwere Lkw schnell wieder auf den Rädern, jedoch
führte der Sturz auf die Seite zu einem kapitalen
Motorschaden.
"Wir wissen, dass das Motoröl bei so einem Sturz
überall hinlaufen kann", beschreibt Behringer. "Wir
haben den Ladeluftkühler abgeschraubt, dort war
aber kein Öl zu sehen. Also dachten wir, es wäre
nichts passiert. Als wir den Motor angelassen haben,
ist die Drehzahl sofort hochgegangen, bis uns die
Pleuel um die Ohren geflogen sind. Wir haben jetzt
ein grosses Loch im Motorblock. Da lässt sich nichts
mehr machen, für uns ist die Rallye jetzt vorbei."
In Anbetracht der Ereignisse verging Matthias Kahle
und Dr. Thomas M. Schünemann die Freude über ihren
hervorragenden 15. Platz auf der siebten Etappe.
Durch ihren grossartigen Auftritt rücken die Buggy-Piloten
in der Gesamtwertung vier Positionen auf und liegen
nun schon auf Rang 22. In der zweiten Hälfte der
Rallye müssen sie allerdings ohne ihren Racetruck
aus-kommen.
Der Tagessieg in der Buggy-Klasse T1.3 war dem HS
RallyeTeam auch heute nicht vergönnt. Zum dritten
Mal in Folge verpassten Kahle/Schünemann den Klassensieg
nach einem packenden Duell um wenige Sekunden. Nach
600 Kilometern war Buggy-Spitzenreiter Bernard Errandonea
(SMG-Buggy) nur 25 Sekunden schneller. Unterdessen
bestätigte Motorradfahrerin Christina Meier ihre
gute Form von gestern. Die Betriebsprüferin aus
Hamburg erreichte Platz 78.
Matthias Kahle:
"Wir hatten heute wieder ein tolles Duell mit Bernard
[Errandonea]. Wir sind vier bis fünf Mal an ihm
vorbeigezogen, weil wir eine bessere Linie gefahren
sind. Auf den Geraden hat er uns dann wieder überholt.
Wenn die Prüfung etwas kürzer gewesen wäre, hätten
wir heute gewonnen. Über unseren 15. Platz können
wir uns nicht wirklich freuen. Wir haben heute unseren
T4-Truck verloren. Für die Jungs tut es mir wirklich
leid. Sie haben einen tollen Job gemacht und sind
in den letzten Tage richtig gut gefahren."
Dr. Thomas M. Schünemann:
"Ich bin in erster Linie froh, dass Mathias [Behringer],
Siggi [Schadl] und Hugo [Kupper] nichts passiert
ist. Der Ausfall ist ein grosser Verlust für uns.
Schade, dass ihr guter Auftritt jetzt schon vorbei
ist. Obwohl wir jetzt keinen T4 mehr als Rückhalt
haben, werden wir unseren Fahrstil nicht ändern.
Wir fahren schon jetzt mit einem Sicherheitspolster,
das werden wir beibehalten. Keine Frage - wir kämpfen
weiter, schauen optimistisch nach vorn und hoffen,
dass ab jetzt alles glatt läuft."