08.
Januar 2010:
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Volkswagen
führt Rallye Dakar zur Halbzeit mit drei Autos
an
Volkswagen
behauptet nach sieben der 14 Etappen der Rallye
Dakar 2010 einen souveränen Vorsprung: Drei Race
Touareg mit TDI-Power liegen vor dem Ruhetag zur
Halbzeit in der Gesamtwertung vorn. Carlos Sainz/Lucas
Cruz (E/E) führen die härteste Rallye der Welt mit
11.03 Minuten Vorsprung vor ihren Teamkollegen Nasser
Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) und 22.06 Minuten
vor Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA) an.
Eine herausragende Leistung gelang Nasser Al-Attiyah
dabei auf der siebten Etappe: Von Iquique nach Antofagasta
in der chilenischen Atacama-Wüste gewann der Volkswagen
Werksfahrer aus Katar die mit 600 Kilometern bislang
längste Etappe souverän. Er kam mit seinem Race
Touareg nach einem packenden Zweikampf und vielfachen
Führungswechseln 3.29 Minuten vor Stéphane Peterhansel/Jean
Paul Cottret (F/F) im X-raid-BMW ins Ziel. Auf den
ersten 80 Kilometern hatten sich die beiden Fahrer
gegenseitig einzelne Sekunden abgejagt. Für Al-Attiyah
war es der zweite Etappensieg nach seinem Erfolg
am zweiten Tag der Rallye.
Carlos Sainz beendete die zunächst aus Dünen, dann
einer Oberfläche aus "Salar"-Salzkristallblöcken
und schließlich schnelleren, steinigen Abschnitten
bestehende Strecke als Dritter der Tageswertung.
Mark Miller Platz belegte die vierte Position. Die
Vorjahressieger Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz
(ZA/D) erreichten vor dem Ruhetag nach zwei Reifenschäden
den sechsten Etappenrang, liegen aufgrund vorheriger
Zeitverluste allerdings 4:31 Stunden hinter der
Spitze.
Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
"Hut ab vor unseren Fahrern, Beifahrern und dem
Race Touareg. Den läng-sten Tag haben wir mit einem
Etappensieg und den Plätzen eins bis drei in der
Gesamtwertung bewältigt. Am Ruhetag steht den Mechanikern
eine Menge Arbeit bevor, während sich Fahrer und
Beifahrer ein wenig erholen dürfen. Wir sind im
Moment sehr zufrieden, wissen aber auch, dass noch
50 Prozent der Rallye vor uns liegen."
#300 - Giniel de Villiers (ZA), 6. Platz Tages-/
10. Platz Gesamt-Wertung
"Auch der heutige Tag verlief etwas holprig für
uns. Wir haben uns zweimal verfahren und sind in
ein riesiges Geröllfeld geraten. Das hat Zeit gekostet.
Was ebenso Zeit gekostet hat, waren zwei Reifenschäden.
Wir mussten den letzten Teil der Wertungsprüfung
mit nur einem verbliebenen Ersatzrad zu-ende bringen
und waren deshalb besonders vorsichtig. Unsere Mission
wird weiterhin sein, bis zum Ziel in Buenos Aires
unserer Teamkollegen zu unterstützen."
#303 - Carlos Sainz (E), 3. Platz Tages- / 1. Platz
Gesamt-Wertung
"Hohe Dünen zu Beginn und schnelle Abschnitte bildeten
den ersten Teil des Rallye-Tages. Wir haben mit
einem kleinen Navigationsfehler etwas Zeit ein-gebüßt
und mein Teamkollege Nasser Al-Attiyah konnte uns
so kurz nach der Neutralisierungsphase überholen.
Er hat ein hohes Tempo vorgelegt und die Etappe
verdient für sich entschieden. Nach diesem harten
Rallye-Tag weiter an der Spitze zu liegen, ist unser
kleiner Tagessieg."
#305 - Mark Miller (USA), 4. Platz Tages- / 3. Platz
Gesamt-Wertung
"Ich glaube, als wir auf der exakten Route unterwegs
waren, waren wir auch schnell. Dieser Tag kam Allroundern
entgegen. Doch leider haben wir heute mit einem
Navigationsfehler Zeit eingebüßt, denn das Roadbook
war nicht immer leicht zu verstehen. Sei es drum:
Zur Rallye-Halbzeit liegen wir an dritter Stelle.
Die zweite ‚Dakar‘-Woche wollen wir dazu nutzen,
diese Position weiter zu verbessern."
#306 - Nasser Al-Attiyah (Q), 1. Platz Tages- /
2. Platz Gesamt-Wertung
"Eine wirklich harte Etappe, ein perfektes Auto,
ein exzellenter Beifahrer, und ich denke, auch ein
guter Fahrer waren heute die Kombination für den
Etap-pensieg. Die zweigeteilte Wertungsprüfung war
alles andere als einfach, bot eine große Vielfalt
von Geländearten. Da war mentale Stärke gefragt.
Ich hatte mir vor der Etappe vorgenommen, zu attackieren.
Das ist mir gut gelungen. Für den Rest der Rallye
sind wir in einer guten Position."
Zahl des Tages
Während der ersten Rallyewoche haben die Volkswagen
Werksfahrer und -beifahrer zusammen etwa 49,5 Stunden
physiotherapeutischer Behandlung erfahren. Die Anwendungen
dienen zur Regeneration und zur Lockerung der auf
bis zu 700 Kilometer langen Etappen strapazierten
Muskulatur - um die Besatzungen der Race Touareg
wieder topfit auf die nächste Etappe schicken zu
können.
Aus dem Volkswagen Biwak
- Multikulti: Volkswagen Team aus 16 Nationen
Die Volkswagen Mannschaft ist bei der Rallye Dakar
international aufgestellt: Neben den sechs Nationen,
aus denen die Fahrer und Beifahrer stammen - Brasilien,
Deutschland, Katar, Spanien, Südafrika und aus den
USA - besteht die Service-Crew aus zehn weiteren
Nationen. Belgien, China, Dänemark, Deutschland,
Frankreich, Italien, Litauen, Niederlande, Österreich,
Polen und die Türkei sind vertreten.
- Der neue Amarok im Belastungstest: Vier Besenwagen
im Gelände ge-fordert Der neue Volkswagen Amarok,
der in Argentinien gefertigt wird und bei der Rallye
Dakar 2010 eine Premiere erlebt, beweist beim Wüstenklassiker
seine Geländetauglichkeit im absoluten Härtetest.
Der "Dakar"-Veranstalter A.S.O. setzt vier der kraftvollen
Pickups mit TDI-Dieselantrieb als sogenannte Besenwagen
ein, die diejenigen Teilnehmer auflesen, die während
der Etap-pen aufgeben müssen. Mit Erfolg: Die erste
Rallye-Woche hat der speziell für den extremen Geländeeinsatz
vorbereitete Amarok mit Bravour bestanden.