11.
Januar 2010:
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Tagessieg
für Kahle/Schünemann
* Mit dem Tagessieg in ihrer Klasse rückten
Matthias Kahle/Dr. Thomas
Schünemann im Gesamtklassement weiter auf.
Nach
dem Verlust des T4-Racetrucks fuhren Matthias Kahle
und Dr. Thomas M. Schünemann auf der achten Etappe
der Dakar auf Sicherheit - und wähl-ten damit genau
die richtige Taktik für die 472 Kilometer lange
Prüfung. Wäh-rend ihre Gegner strauchelten, holte
das HS RallyeTeam heute die 17. Posi-tion in der
Gesamtwertung und den Tagessieg in der Buggy-Wertung.
Am Ruhetag hatten sie es angekündigt, auf der achten
Etappe liess das HS RallyeTeam seinen Worten Taten
folgen. "Ohne unseren Racetruck werden wir noch
vorsichtiger agieren", hatte der sechsfache Deutsche
Rallye-Meister Matthias Kahle erklärt. Und Copilot
Dr. Thomas M. Schünemann fügte er-gänzend hinzu:
"Konzentration auf das Wesentliche und - soweit
möglich - Vorausschau. Mit dem Maximum an Aufmerksamkeit
werde ich ständig Roadbook und Geländeformationen
abgleichen und in mich hineinhorchen."
Diese Taktik war für die 472-Kilometer-Prüfung von
Antofagasta nach Copiapo entscheidend. Die erste
Etappe nach dem Ruhetag hatte es mehr als in sich.
Fussballgrosse Steine zu Beginn, schneller Schotter
in der Mitte und hohe Dünen zum Schluss sorgten
für grosse Abwechslung und ständig neue Herausforderungen.
Von Platz 15 gestartet, mussten Matthias Kahle und
Dr. Thomas M. Schüne-mann auf den ersten Kilometern
einige andere Autos vorbeilassen. Während der Buggy
von Kahle/Schünemann erneut perfekt lief, hatten
viele andere Teams Probleme. Stéphane Henrard im
VW-Diesel-Buggy zum Beispiel musste zwischendurch
stoppen und zuschauen, wie der rote Buggy des HS
RallyeTeams an ihm vorbeizog.
Nach spektakulärer Fahrt belegten die Deutschen
Platz 17 in der Tageswer-tung. Im Gesamtklassement
verbessern sich Kahle/Schünemann von Rang 22 auf
21. In der Klasse T1.3 für Benzin-Buggies holten
Kahle/Schünemann heute unangefochten den Tagessieg.
Der Zweitplazierte, Oliver Pottier im MD-Buggy,
brauchte fast anderthalb Stunden länger als das
HS RallyeTeam. Fast drei Stunden machten Kahle/Schünemann
auf Bernard Errandonea (SMG-Buggy) gut. Nach acht
Etappen führt der Andorraner die Klasse weiter-hin
an, sein Vorsprung ist aber auf vier Stunden zusammengeschmolzen.
Unterdessen verzeichnete Christina Meier erneut
eine gute Etappe. Mit Rang 73 feierte die Betriebsprüferin
aus Hamburg ihr zweitbestes Tagesergebnis bei der
Dakar. In der Gesamtwertung liegt die 'Dirtgirl
Tina' auf Platz 91.
Matthias Kahle:
"Das war die schwierigste Prüfung bei dieser Dakar.
Ich habe mich am An-fang gewundert, wie schnell
die anderen gefahren sind. Wir sind mit Bedacht
gefahren, ganz nach dem Dakar-Leitsatz 'go slow
and win the rallye'. Bei uns hiess es heute wohl
'go slow and win the stage'".
Dr. Thomas M. Schünemann:
"Mit dem Ergebnis sind wir heute sehr zufrieden.
Unser einziges Problem war der Staub im Cockpit.
Die Herausforderungen dieser an sich sehr schwierigen
Prüfung haben wir flexibel bewältigt. Problematisch
waren die Dünen kurz vor Schluss, denn dort standen
viele Autos von Zuschauern im Weg. Die Ein-heimischen
haben uns zwar die Richtung gezeigt, aber getreu
dem Motto: ‚Wer sich auf andere verlässt, der ist
verlassen', habe ich die Navigation nicht aus der
Hand gegeben. Sicher ist besser."
Die neunte Dakar-Etappe führt die Teams von Copiapo
nach La Serena. Die letzte Prüfung in der Atacama-Wüste
sollte ursprünglich 338 WP-Kilometer umfassen, wegen
des unsicheren Wetters wird sie vermutlich auf etwa
170 Kilometer verkürzt. Die Teilnehmer müssen sich
trotzdem auf eine schwere Etappe durch Sand und
Dünen gefasst machen.