12.
Januar 2010:
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Volkswagen-Trio
weiter auf Dakar-Siegeskurs
* Timo Gottschalk und sein Fahrer Nasser
Al-Attiyah rücken Carlos
Sainz allmählich sehr dicht auf den Pelz.
Titelverteidiger
Volkswagen hat seine Chance auf den zweiten Sieg
bei der Rallye Dakar nach dem neunten Wertungstag
mit der Dreifachführung weiter gestärkt. Auch nach
der neunten Entscheidung in der chilenischen Atacama-Wüste
zwischen Copiapo und La Serena verteidigte der Spanier
Carlos Sainz (47 Jahre) seine Spitzenposition. Inzwischen
wird aber der zweifache Rallye-Weltmeister aus Madrid
immer stärker vom Berliner Timo Gottschalk und seinem
arabischen Fahrer Nasser Al-Attiyah (Katar) bedrängt,
die mit ihrem dritten Tageserfolg ihren Rückstand
im zweiten VW Touareg von 14:35 auf 8:36 Minuten
verkürzten. Der amerikanische Vorjahreszweite Mark
Miller blieb mit einem Rückstand von 27:17 Minuten
weiter Gesamtdritter.
Besonders bemerkenswert: Beim vierten Etappensieg
von Volkswagen in diesem Jahr erzielte Nasser Al-Attiyah
mit 5.59 Minuten den bislang größten Vorsprung eines
Tagessiegers bei der Rallye Dakar 2010. Diese Leistung
erreichte der Rallye-Profi aus Katar auf der bislang
kürzesten Prüfung, die allerdings durch schwierige
Dünenfelder der Atacama-Wüste führte.
Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor):
"Auf einer sehr sandigen Etappe hat der Race Touareg
mit TDI-Power erneut gezeigt, was man braucht, um
unter schwierigsten Bedingungen zu gewin-nen. Auch
die Qualität unserer Fahrer war heute wieder offensichtlich.
Obwohl die Prüfung heute sehr kurz war, haben Nasser
Al-Attiyah und sein Beifahrer Timo Gottschalk in
den Dünen einen beträchtlichen Vorsprung herausge-fahren.
Vier Race Touareg unter den ersten fünf Fahrzeugen
sind eine starke Leistung, ebenso wie die dreifache
Führung in der Gesamtwertung."
Der Franzose Stéphane Peterhansel, der am Sonntag
mit seinem 54. Etap-pentriumph einen weiteren Rekord
neben seinen neun Gesamtsiegen auf-stellte, hat
weiterhin die undankbare Rolle des uneffizienten
Verfolgers, der die Wolfsburger Trio-Phalanx nicht
brechen kann. Der Rückstand des 44-jährigen Wahlschweizers
im besten BMW des deutschen X-Raid-Teams stieg leicht
auf 2:13:52 Stunden an.
Die Vorjahressieger Dirk von Zitzewitz (Karlshof)
und sein südafrikanischer Pilot Giniel de Villiers
kämpfen sich nach einigen Pechtagen mit dem vierten
VW Touareg langsam wieder in der Gesamtwertung zurück.
Sie rückten vom neunten auf den siebten Platz (4:36:28
Stunden) vor.
Die neunte Prüfung wurde von 338 auf 170 km verkürzt
und drei Stunden später gestartet. Wegen des Morgennebels
über dem letzten Teilstück in der chilenischen Atacama-Wüste
konnten die Sicherheitshubschrauber entgegen dem
ursprünglichen Plan nicht so früh starten. Deswegen
wartete die Organi-sation, bis sich der Nebel gelichtet
hatte und die Helikopter abheben konnten. Auch im
letzten Jahr führte der dichte Nebel in dieser Region
zu Kürzungen und Änderungen. Das Feld lichtet sich
auch weiter. Von den 362 an Neujahr gestarteten
Fahrzeugen sind nur 211 im Rennen.