12.
Januar 2010:
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Dreifachsieg
für Volkswagen
- dritter Tagessieg für Al-Attiyah Wolfsburg
Dreifacher
Etappensieg für Volkswagen, drei „Blaue“ im Gesamtklassement
vorn: Der Race Touareg mit TDI-Dieselantrieb setzt
am neunten der 14 Tage der Rallye Dakar 2010 weiterhin
Maßstäbe. Nasser Al-Attiyah und Timo Gottschalk
(Q/D) gelang auf dem Weg von Copiapó nach La Serena
in Chile der Tagessieg vor ihren Teamkollegen Carlos
Sainz/Lucas Cruz (E/E) und Giniel de Villiers/Dirk
von Zitzewitz (ZA/D). Mark Miller/Ralph Pitchford
(USA/ZA) erzielten in einem weiteren Race Touareg
die fünftbeste Zeit hinter dem französischen X-raid-Piloten
Guerlain Chicherit im BMW. Die Gesamt-wertung führt
weiterhin Carlos Sainz vor Nasser Al-Attiyah und
Mark Miller an. Al-Attiyah verkürzte seinen Rückstand
auf den Führenden um sechs auf nur noch 8.36 Minuten.
Besonders bemerkenswert: Beim vierten Etappensieg
von Volkswagen in diesem Jahr erzielte Nasser Al-Attiyah
mit 5.59 Minuten den bislang größten Vorsprung eines
Tagessiegers bei der Rallye Dakar 2010. Diese Leistung
erreichte der Rallye-Profi aus Katar auf der bislang
kürzesten Prüfung, die allerdings durch schwierige
Dünenfelder der Atacama-Wüste führte.
Der ursprünglich 354 Kilometer lange Abschnitt wurde
um mehr als die Hälfte auf nur noch 170 Kilometer
verkürzt. Wegen einzelner Nebelbänke hatte der Veranstalter
den Start um 3:45 Stunden verschoben. Mit dem neunten
"Dakar"-Tag ließen die Teilnehmer die Atacama-Wüste
endgültig hinter sich. Zuvor galt es jedoch, Dünengürtel
und tiefen, weichen Sand zu überwinden. Der Schlüssel
zum Erfolg war die Fähigkeit der Piloten, die steil
abfallenden Dünen mit Kamelgras-Bewuchs richtig
zu lesen, um auf der abfallenden Seite nicht steckenzubleiben
und dadurch Zeit zu verlieren.
Kris Nissen (Volkswagen Motorsport-Direktor)
"Auf einer sehr sandigen Etappe hat der Race Touareg
mit TDI-Power erneut gezeigt, was man braucht, um
unter schwierigsten Bedingungen zu gewin-nen. Auch
die Qualität unserer Fahrer war heute wieder offensichtlich.
Obwohl die Prüfung sehr kurz war, haben Nasser Al-Attiyah
und sein Beifahrer Timo Gottschalk in den Dünen
einen beträchtlichen Vorsprung herausgefahren. Vier
Race Touareg unter den ersten fünf Fahrzeugen sind
eine starke Leistung, ebenso wie die dreifache Führung
in der Gesamtwertung."
#300 - Giniel de Villiers (ZA), 3. Platz Tages-
/ 7. Platz Gesamt-Wertung
"Eine Dünenetappe von Anfang bis Ende. Ich habe
diese Wertungsprüfung sehr genossen. Gleich zu Beginn
haben wir auf unseren Teamkollegen Nasser Al-Attiyah
gewartet, um ihm im Ernstfall helfen zu können und
sind ihm dann gefolgt. Die Navigation war heute
nicht so ohne - deshalb danke an meinen Beifahrer
Dirk von Zitzewitz, der einen hervorragenden Job
gemacht hat."
#303 - Carlos Sainz (E), 2. Platz Tages- / 1. Platz
Gesamt-Wertung
"Keine einfache Wertungsprüfung, denn man konnte
leicht viel Zeit verlieren. Nach etwa 40 bis 50
Kilometern haben wir einen Reifenschaden gehabt,
den wir schnell wechselten. Danach haben wir Stéphane
Peterhansel im X-raid-BMW überholt, der sich festgefahren
hatte. Von da an habe ich mit meinem Beifahrer Lucas
Cruz die Strecke eröffnet - das war sicher kein
Vorteil. Alles in allem bin ich mit dem Resultat
zufrieden, denn wir liegen in der Gesamt-wertung
immer noch vorn."
#305 - Mark Miller (USA), 5. Platz Tages- / 3. Platz
Gesamt-Wertung
"Heute bin ich ein bisschen enttäuscht. Denn die
ersten 80 Kilometer hatten wir ein gutes Tempo,
doch dann haben wir uns verfahren und damit viel
Zeit verloren. Danach hatte ich den Kontakt zu meinen
Teamkollegen Nasser Al-Attiyah und Carlos Sainz
auf der Strecke verloren und bin den Rest der Etap-pe
wohl zu vorsichtig angegangen. Wie dem auch sei:
Morgen erwartet uns ein komplett anderes Terrain
mit viel Schotter. Diese Sorte Etappen lag mir zuletzt
- da möchte ich die Zeit, die ich verloren habe,
wieder herausholen."
#306 - Nasser Al-Attiyah (Q), 1. Platz Tages- /
2. Platz Gesamt-Wertung
"Das war meine Etappe. Wir hatten uns vor dem Start
vorgenommen, zu attackieren. Viel Sand, mehrere
Dünenfelder, teilweise mit Kamelgras - dort habe
ich etwas Zeit gutmachen können. Jetzt ist der Abstand
auf meinen Teamkollegen Carlos Sainz um sechs auf
gut acht Minuten geschrumpft. Und da mir auch die
kommenden Etappen liegen sollten, hoffe ich, weiter
ein Wort um den Gesamtsieg mitreden zu können."
Zahl des Tages
Gerade einmal 25 Kilometer liegen die per Sensor
an den Race Touareg gemessenen Fahrtstrecken der
vier im Rennen verbliebenen Volkswagen Duos auseinander.
Die ermittelten Ist-Werte von 3.140 km (Sainz),
3.163 km (Al-Attiyah), 3.161 km (Miller) und 3.138
km (de Villiers) weichen vom Wertungsprüfunges-Soll,
das die im Roadbook angegebene Route re-präsentiert,
nur um maximal 99 Kilometer ab. Dieser Unterschied
zu den Messwerten entsteht bei druchdrehenden Rädern
im weichen Sand oder losem Schotter sowie durch
navigatorische Unterschiede.
Drei Fragen an Hans-Joachim Stuck
Sie haben als Motorsport-Repräsentant des Volkswagen
Konzerns die erste Hälfte der Rallye Dakar begleitet.
Sind Sie jetzt ein "Dakar"-Fan?
"Die Rallye Dakar ist eine tolle Kombination aus
reizvollen Landschaften und einem beinharten Wettbewerb.
Was ein Werksteam wie Volkswagen an Ko-ordination
bewältigt, dieser einzigartige Teamgeist und was
die Fahrer und Beifahrer jeden Tag über hunderte
Kilometer leisten - das ist mit keiner Motorsport-Kategorie
zu vergleichen. Wer da kein Fan wird, dem ist einfach
nicht zu helfen."
Was war denn das schönste "Dakar"-Erlebnis?
"Da gibt es einige. Ich hatte im Vorfeld die Gelegenheit,
als Beifahrer ein paar Kilometer zu erleben. Diese
Intensität hätte ich vorher nicht erwartet. Ich
bin mit Autos einiges gewöhnt - das allerdings hat
mich umgehauen. Die Fahrer brauchen eine perfekte
Kommunikation mit ihren Navigatoren und ein im-menses
Vertrauen in das Auto. Was der Race Touareg wegsteckt,
ist un-fassbar. Bei der ‚Dakar‘ selbst hatte ich
die Gelegenheit, an einer Wer-tungsprüfung stehen
und die Fahrer beobachten zu können. Das hat mich
zutiefst beeindruckt. Jetzt kribbelt es. Ich glaube,
ich muss so ein Auto einmal selbst fahren ..."
Volkswagen stellt bei der "Dakar" auch den Amarok
vor. Wie haben Sie den neuen Pickup erlebt? "
Allein optisch ist der Amarok ein echtes Statement.
Er schaut einfach cool aus. Dazu geht das Motorenkonzept
mit der TDI-Technologie und konse-quentem Downsizing
in die richtige Richtung. Genau das braucht man
heute. Ich war von der Gesamterscheinung, der Geländegängigkeit
und Spritzigkeit positiv erstaunt. Ganz klar: Der
Amarok wird im Hause Stuck definitiv ange-schafft."