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DTM 2001 - 8. von 10 Läufen
 
A1-Ring Österreich (8./9. September 2001)
 
Bernd Schneider zum 3. Mal DTM-Meister
Erster DTM-Champion, der seinen Titel verteidigt
 

Bernd Schneider hat im Chaos-Rennen von Spielberg die Nerven behalten und ein Stück deutsche Rennsportgeschichte geschrieben. Als erster Sportwagen-Pilot überhaupt konnte der Saarländer seinen Titel beim Deutschen Tourenwagen-Masters verteidigen. "Megageil", jubelte er. Mit seinem dritten DTM-Gesamtsieg nach 1995 und 2000 zog der Mercedes-Pilot zudem mit Klaus Ludwig gleich, der die populäre Rennserie 1988, 1992 und 1994 gewonnen hatte.


Zum dritten DTM-Champion: Bernd Schneider

"Im nächsten Jahr", kündigte der stolze Sieger postwendend an, "will ich meinen Titel wieder verteidigen." In seinem "Silberpfeil" drückte der Schwager von Fußball-Profi Oliver Bierhoff dem Geschehen beim Auslandsgastspiel auf dem A1-Ring in Österreich seinen Stempel auf. Von der Pole-Position ge-startet,gelang dem 37-Jährigen in dem turbulenten Rennen, das nur 11 von 23 Autos beendeten, ein Start-Ziel-Sieg. Im achten Saisonrennen war es bereits sein dritter Erfolg. Mit 137 Punkten ist der in Monaco lebende Renn-fahrer bei den letzten beiden DTM-Rennen im niederländischen Zandvoort (23. Septem-ber) und beim Finale in Hockenheim (7. Oktober) von der Konkurrenz nicht mehr einzuholen.

"Das war eine sehr beeindruckende Vorführung. Ich bin sehr froh, dass wir es geschafft haben. Der DTM-Titel ist sehr wichtig für uns", freute sich sein in der Formel 1 gebeutelter Chef Norbert Haug. Mercedes-Fahrer Uwe Alzen (77), Audi-Pilot Laurent Aiello (Frankreich/75), Peter Dumbreck (Großbritannien/67) und der Schweizer Marcel Fässler (60) in zwei weiteren "Silberpfeilen" kämpfen nach Schneiders Meisterstück wie in der Königsklasse des Motorsports um die Vizemeisterschaft. Vor 25 000 Zuschauern gewann Schneider das Startduell mit seinem Teamkollegen Dumbreck. Durch den Sieg im Qualifikationsrennen nahm er dem Schotten einen weiteren Zähler ab und verteidigte die Spitzen-position - das war letztendlich entscheidend.

Denn beim Start zum Hauptrennen krachte es fürchterlich als Mercedes-Pilot Uwe Alzen und Opel-Fahrer Alain Menu (Schweiz) kollidierten. Schneider-Verfolger Dumbreck drehte sich, vier Autos fuhren auf - an der Unfallstelle sah es aus wie auf dem Schrottplatz. Die Sportwagen blieben bis zur sechsten Runde hinter dem Safety- Car. Dann wurde das Rennen freigegeben, Schneider gab auf der 4,326 Kilometer langen Stecke Vollgas und baute seinen Vor-sprung kontinuierlich aus. Auch der Boxenstopp, den "Mr. Mercedes" zuletzt am Nürburgring verpatzt hatte, klappte diesmal. Nach 8,3 Sekunden war er wieder unterwegs - nach den 103,824 Kilometer küsste er seinen Mercedes-Benz CLK innig.

Nürburgring-Sieger Aiello wurde mit einem Rückstand von 8,371 Sekunden Zweiter. Alzen lag als Dritter 20,326 Sekunden zurück. Manuel Reuter im Opel schaffte als Vierter (Rückstand 23,241) das beste Saisonergebnis der Rüsselsheimer. "Rennsport ist mein Leben", sagt Schneider, der mit fünf Jahren erstmals im Go-Kart saß. Der Traum von Spitzenplätzen in der Formel 1 aber ging nicht in Erfüllung. Nach dem Gewinn der deutschen Formel-3- Meisterschaft 1987 kämpfte der Saarländer zwei Jahre im technisch und finanziell unterlegenen Zakspeed-Team um WM-Punkte. "Eine schmerzhafte Erfahrung", gab er zu.

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