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DTM 2001 - 6. von 10 Läufen
 
EuroSpeedway (10. bis 12. August 2001)
 
Erster DTM-Sieg für Dumbreck vor Schneider

Bernd Schneider hat bei den "Mercedes- Festspielen" am Lausitzring seine Fahrt in Richtung Meistertitel auch ohne Sieg fortgesetzt. Die Marke mit dem Stern feierte am Sonntag beim Start in die zweite Halbzeit der Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) durch den Schotten Peter Dumbreck und den Betzdorfer Uwe Alzen einen Doppelsieg. "Es ist fantastisch", jubelte Dumbreck über seinen ersten Saisonerfolg beim sechsten DTM-Lauf. Aber in der Gesamtwertung baute Titelverteidiger Schneider seinen Vorsprung mit einem zweiten und einem dritten Platz aus und wird bald nicht mehr einzu-holen sein.


Zeigte dem Zweiten Schneider diesmal die Rücklichter: Peter Dumbreck

Vor offiziell 62 000 Zuschauern am Eurospeedway in Brandenburg dominierten die Mercedes. Im Wertungslauf gab es einen Doppel- Erfolg, im Qualifika-tionsrennen waren vier Sternfahrer an der Spitze. Schneider war im Wer-tungslauf Zweiter hinter Dumbreck. Hinter dem Audi-Piloten Matthias Ekström folgten zwei weitere Mercedes in den Top-Fünf. Das Qualifikationsrennen hatten Alzen gewonnen. In der Gesamtwertung führt Schneider nach sechs von zehn Läufen mit insgesamt 108 Punkten und 43 Zählern Vorsprung vor Dumbreck (65 und dem Schweizer Marcel Fässler (54). Dem Saarländer aus St. Ingbert ist der zweite Titel in Folge kaum noch zu nehmen.

Zunächst musste Schneider Alzen den Vortritt überlassen, der vor der fünf-wöchigen Sommerpause auf dem Norisring den ersten Saisonsieg gefeiert hatte. Nachdem Alzen im Training am Vortag erstmals die Pole Position erobert hatte und Schneider nur Vierter war, sicherte sich Alzen am Sonntag auch das Qualifikationsrennen. Der 33-Jährige siegte nach acht Runden vor den Mercedes-Kollegen. Fässler war Zweiter vor Schneider und Dumbreck. Der Kemptener Christian Abt im Audi war als Fünfter bester Nicht-Mercedes.

Auch in dem von einer langen Safety-Car-Phase und vielen Zeitstrafen ge-prägten Hauptrennen kam Alzen am Start als Bester weg. Der auf Position vier feststeckende Schneider versuchte mit einem sehr frühen Reifenwechsel, seine Chancen zu verbessern. Während Alzen nach Boxenstopp und Gelb-Phase zurückfiel, kam Schneider auf Position zwei und lieferte sich einen packenden Zweikampf mit seinem Teamkollegen Dumbreck.

Vier Runden vor Schluss fiel Alzen nach einer Kollision mit Abt aus. Er war stocksauer: "Ich muss mich sehr zusammenreißen." Nach 23 Runden siegte Peter Dumbreck, der bisher in der Öffentlichkeit am meisten mit seinem fürchterlichen "Flug" vor drei Jahren in Le Mans aufgefallen war, mit 0,6 Sekunden Vorsprung vor Schneider und Ekström sowie den zwei Mercedes-Piloten Thomas Jäger (München) und Patrick Huismann (Niederlande). Die Audis bestätigten ihre Rolle als zweite Kraft in der DTM. Für Opel hingegen sieht die Situation weiterhin düster aus. Ein achter Platz von Timo Scheider (Braubach) im Qualifikationsrennen und Rang sieben für den Mainzer Manuel Reuter im Wertungslauf waren die besten Resultate für das Rüsselsheimer Unternehmen.


Nach einem Boxen-Zwangsaufenthalt im Qualifikationslauf holte der junge Schwede Mattias Ekström als schnellster Abt-Audi im Rennen mit dem dritten Platz sein bestes DTM-Ergebnis (Foto: ToniF1Surfer)


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