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DTM
2001 - 5. von 10 Läufen
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Norisring
(6. bis 8. Juli 2001)
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Supershow
im Klein-Monaco:
Erster Mercedes-Sieg für Uwe Alzen, Opel jubelt über Erfolg von Winkelhock,
Abt-Audi mit Pech um verdiente Punkte gebracht
Nürnberg. Halbzeit und vorläufiger Höhepunkt: Der fünfte von zehn
Läufen zur DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) auf dem Nürnberger Norisring
übertraf alle Erwartungen. Vor vollen Tribünen lieferten sich die
DTM-Fahrer auf dem welligen Stadtkurs in Nürnberg, dem Klein-Monaco
im DTM-Kalender, packende Duelle. 102 000 Zuschauer genossen am Wochenende
die DTM-Veranstaltung mit der besonderen Atmosphäre. Uwe Alzen, von
Opel zu Mercedes gewechselt, feierte seinen ersten Sieg für Mercedes-Benz
vor seinen Markenkollegen Bernd Schneider und Marcel Tiemann. Vorjahressieger
Joachim Winkelhock verpasste die erste Podiumsplatzierung für Opel
in dieser Saison nur ganz knapp – der Schwabe wurde im Opel Astra
V8 Coupé bejubelter Vierter. Verschwitzt, champagnergeduscht und überglücklich:
Uwe Alzen.
"Dieser Sieg ist Seelenbalsam für meine Mannschaft, die Jungs haben
immer an mich geglaubt", sagte er. "Und ich habe immer gewusst: Die
Truppe ist gut, das Auto ist gut – nur ich habe es bislang nicht zusammen
bekommen. Besonders danke ich Gerhard Ungar, dem technischen Leiter
von HWA. Der hat mich super unterstützt am Wochenende. Endlich ist
der Knoten geplatzt." Alzen hatte auf Rang zwei hinter Schneider gelegen
und fuhr in Runde 25 zum Reifenwechsel. Als Schneider dann eine Runde
später mit frischen Reifen aus der Box kam, nutzte Alzen die Gunst
der Stunde, bremste Schneider in der Dutzendteichkehre aus und setzte
sich an die Spitze. "Ich sah den Uwe von hinten anfliegen", kommentierte
Bernd Schneider, "und da habe ich mir gedacht: Lieber nichts riskieren
und die 15 Punkte für Platz zwei nach Hause bringen anstatt gemeinsam
mit ihm ins Aus zu fahren. Und Uwe tut mir nicht weh in der Meisterschaft,
er ist schön weit weg." Mercedes-Sportchef Norbert Haug: "Großes Kompliment
an Uwe Alzen. Einen Schneider auszubremsen, zu überholen und dann
dem Druck standzuhalten, ihn im Nacken zu haben, das verdient allen
Respekt."
Tiefe Zufriedenheit auch bei Opel. "Ehrlich gesagt bin ich ein bisschen
stolz auf mich und auf mein Team", sagte der viertplatzierte Joachim
Winkelhock. "Ich will aber auch nicht zu euphorisch sein, denn wir
haben noch einiges zu tun, um die Jungs von Mercedes tatsächlich zu
schlagen. Aber wir haben gerade einmal DTM-Halbzeit – und wie der
Volksmund sagt: Totgesagte leben länger. Opel ist wieder da!" Opel-Sportchef
Volker Strycek stimmte zu: "Ich freue mich ganz besonders deshalb,
weil wir die Plätze vier für Jockel, sechs für Michael Bartels und
acht für Manuel Reuter nicht durch glückliche Rennumstände gewonnen
haben, sondern weil wir unser Astra Coupé den Speed hat. Wir sind
zwar noch nicht siegfähig, aber wir arbeiten natürlich weiterhin hart
daran. Und ich freue mich, denn dies war ein DTM-Tag am Norisring.
Die Zehntausende von Fans hatten richtig Spaß – auch mit der Show,
die wir in der Mittagspause geboten haben, dem Donut-Contest, den
Ferrari-Demofahrten oder der Drift-Challenge."
Das Team Abt Sportsline aus dem Allgäu wurde beim Heimrennen durch
viel Pech um verdiente Plätze und Punkte gebracht. Laurent Aiello,
Abts Ass im Titelkampf, verlor alle Chancen wegen Stop-and-Go-Strafen.
Er war gleich zwei Mal in der Boxengasse zu schnell gefahren. Zuvor
hatte er sich im Abt-Audi TT-R bravourös vom 19. Startplatz auf Rang
sechs vorgekämpft. Sein Markenkollege Christian Abt lag auf Rang fünf,
als ihm Michael Bartels im Startgetümmel ins Auto fuhr und dieses
so lädierte, dass Abt zunächst außerplanmäßig die Box ansteuern und
später aufgeben musste. Teamchef Hans-Jürgen Abt: "Aus meiner Sicht
war die Attacke auf Christian unschön. Laurent hat alles gegeben,
ist hart gefahren – und hat leider nichts mit nach Hause gebracht.
Ich freue mich, dass unsere beiden Jungen, Mattias Ekström und Martin
Tomczyk noch die Plätze neun und zehn geholt haben. Und positiv für
uns ist natürlich, dass unsere Autos absolut wettbewerbsfähig und
superschnell waren. Leider haben wir den Lohn nicht einfahren können."
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