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DTM 2001 - 7. von 10 Läufen
 
Nürburgring (24. bis 26. August 2001)
 
Aiello weiderholt Eifel-Erfolg vor Alzen


Zeigte wie im Mai der Konkurrenz die Audi-Heckpartie: Laurent Aiello

Spitzenreiter Bernd Schneider hat durch einen verpatzen Boxen-Stopp seinen dritten Saisonsieg im Deutschen Tourenwagen-Masters verschenkt. Der Mercedes-Pilot stand am Sonntag auf dem Nürburgring beim Reifenwechsel mehr als 40 Sekunden in der Box und war danach chancenlos. Nach dem Missgeschick des Titelverteidigers nutzte der Franzose Laurent Aiello die Gunst der Stunde und holte sich im Abt-Audi seinen zweiten DTM-Erfolg. Mercedes-Pilot Uwe Alzen belegte vor 45 000 Zuschauern auf dem verkürzten Formel-1-Kurs in der Eifel Platz zwei vor seinem Marken-Gefährten Patrick Huisman (Niederlande).

"Das war ein Festival des Tourenwagen-Sports", meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug nach dem spannenden, aber stets fairen Rennen vor Rekordkulisse. Bernd Schneider bleibt trotz des Patzers vor den letzten drei Saisonläufen mit dem Finale in Hockenheim am 7. Oktober souveräner Spitzenreiter. Als Sechster rettete der Pilot aus St. Ingbert vor 45 000 Zuschauern nach einer Disqualifikation von Christian Abt immerhin noch 4 Wertungspunkte ins Ziel. Mit 114 Zählern liegt Schneider nun bereits 45 Punkte vor dem Briten Peter Dumbreck (65). Weit nach vorne kamen Alzen (64) und Aiello (60): Der Deutsche und der Franzose verbesserten sich auf die Ränge drei und vier und haben damit eine gute Ausgangsposition im Kampf um die Vizemeisterschaft. Der Schweizer Marcel Fässler (54) im Mercedes ist Fünfter.

Während der DTM-Titel an Schneider vergeben scheint, sorgt das Duell um Platz zwei in der Endphase der Saison für Spannung. Aiello und Alzen zeigten mit ihrem Zweikampf auf dem "Ring" Motorsport pur. "Es war mein härtestes Rennen überhaupt. Doch irgendwann war Laurent etwas schneller. Aber ist sehr fair gefahren", so Alzen, der lange in Führung gelegen hatte. Nachdem der Mercedes-Pilot kleinere Probleme mit den Bremsen hatte, konnte er den Führungswechsel in der 25. Runde nicht mehr verhindern. Danach baute Aiello, der zuvor bereits das Qualifikationsrennen gewonnen hatte, seinen Vorsprung kontinuierlich aus und feierte einen ungefährdeten Sieg. 37:29,0459 Minuten benötigte er für die 100,254 Kilometer und war 2,870 Sekunden schneller als Alzen.

Schneider, der nach dem Start noch Dritter hinter Alzen und Aiello gewesen war, büßte in der elften Runde alle Chancen ein. Ein Feststell-Bolzen war abgerissen, das Rad ließ sich nur schwer wechseln und der Titelverteidiger stand zu lange in der "Reparatur- Werkstatt". Sein Chef Hauck klagte: "Materialfehler."
 

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