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DTM 2001 - 4. von 10 Läufen
 
Sachsenring (15. - 17. Juni 2001)
 

Ergebnis - Hauptrennen
(= 28 Runden)
Pl. Fahrer / Fahrzeug
Zeit    
1
Bernd Schnieder (D)
Mercedes-Benz CLk
42:30.866"
2
Christijan Albers (NL)
Mercedes-Benz CLK
+ 27.920"
3
Patrick Huisman (NL)
Mercedes-Benz CLK
+ 33.827"
4
Marcel Tiemann (D)
Mercedes-Benz CLK
+ 34.489"
5
Mattias Ekström (S)
Abt-Audi TT-R
+ 35.774"
6
Peter Dumbreck (GB)
Mercedes-Benz CLK
+ 36.166"
7
Martin Tomczyk (D)
Abt-Audi TT-R
+ 37.951"
8
Marcel Fässler (CH)
Mercedes-Benz CLK
+ 38.331"
9
Christian Abt (D)
Abt-Audi TT-R
+ 46.022"
10
Michael Bartels (D)
Opel Astra V8 Coupé
+ 48.363"
11
David Saelens (B)
Mercedes-Benz CLK
+ 48.790"
12
Timo Scheider (D)
Opel Astra V8 Coupé
+ 59.013"
13
Thomas Jäger (D)
Mercedes-Benz CLK
+ 1:09.631"
14
Manuel Reuter (D)
Opel Astra V8 Coupé
+ 1:19.217"
Darren Turner (GB)
Mercedes-Benz CLK
+ 15 Runden
Alain Menu (CH)
Opel Astra V8 Coupé
+ 19 Runden
Yves Olivier (B)
Opel Astra V8 Coupé
+ 21 Runden
Joachim Winelhock (D)
Opel Astra V8 Coupé
+ 26 Runden
Uwe Alzen (D)
Mercedes-Benz Clk
+ 27 Runden
Hubert Haupt (D)
Opel Astra V8 Coupé
+ 28 Runden
Kris Nissen (DK)
Abt- Audi TT-R
+ 28 Runden
Peter Mamerow (D)
Opel Astra V8 Coupé
+ 28 Runden

DTM-Stand nach
4 von 10 Läufen
1
Schneider
74
2
Fässler
49
3
Aiello
37
4
Dumbreck
37
5
Jäger
22
6
Alzen
22
7
Huisman

18

8
Tomczyk
15
9
Ekström

15

10
Albers
15
11
Tiemann
13
12
Lamy
12
13
Abt
10
14
Turner
3
15
Mayländer

2

16
Bartels
1
17
Scheider

1


Meister Schneider gewinnt sensationell von Startplatz 20
Nissen übersteht schweren Unfall unverletzt
Opel optimistisch für Norisring

Hohenstein-Ernstthal. Bernd Schneider hat im Mercedes-Benz CLK-DTM das Unmögliche wahr gemacht: Nachdem der amtierende Meister der DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) das Zeittraining wegen einsetzenden Regens nur auf Rang 20 beendet hatte, kämpfte er sich zunächst im Qualifikationsrennen auf Platz vier vor und gewann danach sogar den Wertungslauf. Die Plätze zwei und drei belegten Schneiders Markenkollegen Christijan Albers und Patrick Huisman (beide Niederlande). Der Däne Kris Nissen, im Abt-Audi TT-R am Start, überstand einen schweren Unfall unverletzt. "Dieser Sieg gehört zur Hälfte meinem Team, das sich während des Rennens eine Super-Strategie ausgedacht hat und mir für die Wetterbedingungen mit Regenschauern ein perfektes Auto hingestellt hat", erklärte Schneider nach dem Sieg.


Von Startplatz 20 zum Sieg: Meister Bernd Schneider

Wegen eines schweren Unfalls, in den vor allem Nissen und Opel-Pilot Peter Mamerow verwickelt waren, war das Safety Car vier Runden lang auf der Strecke. Schneiders HWA-Team erfasste die Situation blitzschnell und rief den 36-Jährigen zum Pflicht-Reifenwechsel in die Box. Auch andere Fahrer nutzten diese Gelegenheit für den Boxenstopp, nicht jedoch die bis dahin führenden Piloten Peter Dumbreck, Mattias Ekström und Christian Abt. Ekström im Abt-Audi TT-R wurde Fünfter, Teamkollege Abt Neunter und Mercedes-Pilot Dumbreck Sechster. Das Team Abt Sportsline ist vor allem darüber froh, dass Nissen bei seinem Unfall nichts passiert ist. Teamchef Hans-Jürgen Abt: "Kris ist okay. Heute hat sich gezeigt, dass das Sicherheits-Konzept der DTM-Autos funktioniert. Bis zum Norisring werden wir das Auto wohl wieder hin bekommen." Dass sein Team nicht ebenfalls während der Safety-Car-Phase in die Box kam, begründete Abt mit zu erwartenden Reifenproblemen über eine längere Distanz.

"Unsere Strategie war, zur Mitte des Rennens die Reifen zu wechseln, um diese auf der Berg- und Talbahn des Sachsenrings nicht zu stark zu strapazieren. Man hat ja an den Reifenschäden von Martin Tomczyk und Manuel Reuter gesehen, wie die Gummis hier beansprucht werden." Die Safety-Car-Phase habe diese Taktik zunichte gemacht. "Sonst wäre ein besseres Ergebnis drin gewesen, schließlich waren wir die Schnellsten." Christian Abt, der Bruder des Teamchefs, fuhr die schnellste Rennrunde in 1:21,402 Minuten. Hans-Jürgen Abt: "Ich bin zufrieden, dass unsere drei anderen Piloten in die Top Ten gekommen sind."

Ein wenig Enttäuschung auch bei Opel. Sportchef Volker Strycek: "Ich sehe dieses Wochenende mit einem lachenden und einem weinenden Auge, wobei das lachende überwiegt. Wäre Michael Bartels nicht in der ersten Kurve von der Strecke gedreht worden und hätte es am Opel Astra V8 Coupé von Manuel Reuter nicht wenige Runden vor Schluss einen Reifenschaden gegeben, hätte man die erzielten Verbesserungen auch im Ergebnis gesehen." Strycek: "Wir haben eine tolle Performance gezeigt. Aber leider gibt es im Fahrerfeld auch einige, die nicht besonders fair fahren. Wir nehmen vier stark beschädigte Autos mit nach Hause. Dennoch wissen wir nach diesem Wochenende, dass wir den Abstand zur Spitze definitiv verringert haben. Wir freuen uns auf das nächste Rennen am Norisring." Dort hatte Opel-Pilot Joachim Winkelhock im vergangenen Jahr den ersten Lauf gewonnen.

Mercedes-Sportchef Norbert Haug bescheinigte Bernd Schneider, erneut der Maßstab in der DTM gewesen zu sein. "Das war eine grandiose Leistung von Bernd und eine der besten Fahrten, die ich je im Tourenwagensport gesehen habe. In Zusammenarbeit mit seinem Team hat er es geschafft, ein perfektes Set-up für das Rennen zu entwickeln. Vor allem im Qualifikationsrennen haben die Fans tollen Sport geboten bekommen."

Ergebnis - Sprint
(9 Runden)
Pl. Fahrer / Fahrzeug
Zeit    
1
Peter Dumbreck (GB)
Mercedes-Benz CLK
14:19.921"
2
Mattias Ekström (S)
Abt-Audi TT-R
+ 0.943"
3
Christian Abt (D)
Abt-Audi TT-r
+ 4.981"
4
Bernd Schneider (D)
Mercedes-Banz CLK
+ 12.694"
5
Patrick Huisman (NL)
Mercedes-Benz CLK
+ 16.624"
6
Marcel Fässler (CH)
Mercedes-Benz CLK
+ 17.816"
7
Marcel Tiemann (D)
Mercedes-Benz CLK
+ 18.192"
8
Manuel Reuter (D)
Opel Astra V8 Coupé
+ 18.829"
9
Darren Turner (GB)
Mercedes-Benz CLK
+ 19.608"
10
Hubert Haupt (D)
Opel Astra V8 Coupé
+ 20.144"
11
Uwe Alzen (D)
Mercedes-Benz CLK
+ 20.514"
12
David Saelens (B)
Mercedes-Benz CLK
+ 22.856"
13
Timo Scheider (D)
Opel Astra V8 Coupé
+ 23.125"
14
Thomas Jäger (D)
Mercedes-Benz CLK
+ 23.296"
15
J. Winkelhock (D)
Opel Astra V8 Coupé
+ 24.974"
16
Christijan Albers (NL)
Mercedes-Benz CLK
+ 26.245"
17
Michael Bartels (D)
Opel Astra V8 Coupé
+ 26.681"
18
Yves Olivier (B)
Opel Astra V8 Coupé
+ 28.567"
19
Kris Nissen (DK)
Abt-Audi TT-R
+ 30.758"
20
Peter Mamerow (D)
Opel Astra V8 Coupé
+ 55.938"
21
Martin Tomczyk (D)
Abt-Audi TT-R
+ 2 Runden
22
Alain Menu (CH)
Opel Astra V8 Coupé
+ 2Runden

Ergebnis - Qualifying
(Zeittraining)
Pl. Fahrer / Fahrzeug
Zeit    
1
Peter Dumbreck (GB)
Mercedes-Benz CLK
1:21.204"
2
Mattias Ekström (S)
Abt-Audi TT-R
1:21.480"
3
Christijan Albers (NL)
Mercedes-Benz CLK
1:21.566"
4
Michael Bartels (D)
Opel Astra V( Coupé
1:21.601"
5
Marcel Tiemann (D)
Mercedes-Benz CLk
1:21.719"
6
Christian Abt (D)
Abt-Audi TT-R
1:22.054"
7
Manuel Reuter (D)
Opel Astra V8 Coupé
1:22.217"
8
Kris Nissen (DK)
Abt-Audi TT-R
1:22.330"
9
Martin Tomczyk (D)
Abt-Audi TT-R
1:22.449"
10
Patrick Huisman (NL)
Mercedes-Benz CLK
1:22.494"
11
Hubert Haupt (D)
Opel Astra V8 Coupé
1:22.520"
12
Darren Turner (GB)
Mercedes-Benz CLK
1:22.527"
13
David Saelens (B)
Mercedes-Benz CLK
1:22.529"
14
J. Winkelhock (D)
Opel Astra V8 Coupé
1:22.632"
15
Timo Scheider (D)
Opel Astra V8 Coupé
1:22.785"
16
Uwe Alzen (D)
Mercedes-Benz CLK
1:22.901"
17
Yves Olivier (B)
Opel Astra V8 Coupé
1:23.310"
18
Marcel Fässler (CH)
Mercedes-Benz CLK
1:23.792"
19
Alain Menu (CH)
Opel Astra V8 Coupé
1:24.004"
20
Bernd Schneider (D)
Mercedes-Benz CLK
1:24.275"
21
Thomas Jäger (D)
Mercedes-Benz CLK
n.g.

Youngster Marcel Fässler holt seine erste Pole position in der DTM
Laurent Aiello auf Startplatz zwei
13 Piloten in einer Sekunde Oschersleben.

Wenige Sekunden vor Ende des Qualifikationstrainings zum dritten Lauf der DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) in Oschersleben hat der 24-jährige Schweizer Marcel Fässler im Mercedes-Benz CLK-DTM seine erste Pole position in der DTM erreicht. Seine Rundenzeit: 1:23,561 Minuten. Neben ihm in Startreihe eins steht der Franzose Laurent Aiello im Abt-Audi TT-R. Startplatz drei und vier belegen die Mercedes-Benz-Piloten Bernd Schneider und Uwe Alzen. "Das war sehr sehr spannend", berichtete Marcel Fässler nach seiner Trainingsbestzeit. "Ich hatte nur noch eine schnelle Runde zur Verfügung, und die hat richtig gut gepasst. Ich bin voll happy." Geholfen habe ihm ein Tipp seines letztjährigen Teamkollegen Klaus Ludwig: "Klaus hat mir am Freitag gesagt, dass man hier sehr stark über die Randsteine fahren muss. Das habe ich beherzigt", so ein strahlender Fässler. Zuvor hatte er eine schnelle Runde abgebrochen, "weil ich im letzten Sektor einen Fehler gemacht hatte und ich mir noch eine schnelle Runde aufbewahren wollte". Nur 0,01 Sekunden hinter Fässler: Laurent Aiello, Gewinner des letzten DTM-Rennens am Nürburgring. Der Le Mans-Sieger erwartet für Sonntag ein "tolles und spannendes Rennen". Und: "Ich möchte wieder aufs Podium fahren. Eine Prognose möchte ich aber nicht wagen, das Feld liegt so dicht beieinander."

Dass kleine Fehler schon mehrere Platzierungen kosten können, erfuhr Titelverteidiger Bernd Schneider: "Ich bin froh, dass Mercedes vorne dabei ist. Ich selbst hatte einen Fehler in meiner schnellsten Runde und bin mit Platz drei zufrieden. Hier in Oschersleben reicht schon ein Grad Temperaturunterschied auf dem Asphalt, und das Auto verhält sich plötzlich anders als sonst. Das macht die Aufgabe nicht leichter."

Einen Aufwärtstrend vermeldet Opel. Manuel Reuter, auf Platz zwölf im Training: "Das Team hat alles gegeben, zum Teil Nächte lang an den Autos geschraubt. Dafür ein großes Kompliment. Wir haben es ge-schafft, den Abstand auf weniger als eine Sekunde zu drücken." Das sieht auch Opel-Sportchef Volker Strycek so: "So knapp wie im heutigen Qualifying ist es noch nie zugegangen. Wir können die Schritte der vergangenen Wochen schon erkennen, wir haben uns hochgearbeitet." Die Rennpause bis zum nächsten Rennen am Sachsenring am 17. Juni werde Opel nutzen, um auch alle weiteren anstehenden Aufgaben zu bewältigen.

Mercedes-Sportchef Norbert Haug hob besonders die schnellsten sechs Autos hervor, die sich alle in drei Zehntelsekunden bewegten. "Das kann sich sehen lassen. Der beste Opel ist nur neun Zehntel hinter der Pole position, das ist keine Blamage. Das neue DTM-Rezept geht auf und das Feld rückt immer enger zusammen." Das belegen auch die vier Abt- Audi TT-R unter den ersten Elf. Teamchef Hans-Jürgen Abt: "In diesem Jahr können wir endlich die Früchte der Arbeit ernten, nachdem das letzte Jahr für uns sehr hart war."
Zeitplan
Freitag
09.00 - 09.15 Rollout DTM
09.30 - 10.15 Freies Training Porsche Carrera-Cup
10.30 - 12.00 Freies Training DTM
12.15 - 13.15 Freies Training Formel 3-Meisterschaft
13.30 - 14.00 Zeittraining Porsche Carrera-Cup
14.15 - 15.45 Freies Training DTM
16.00 - 16.45 Zeittraining Formel 3-Meisterschaft
17.00 - 18.00 Zeittraining BMW Formel ADAC/Junior Cup
Samstag
09.00 - 09.30 Freies Training ADAC VW Lupo-Cup
09.45 - 10.45 Freies Training DTM
11.00 - 11.45 Zeittraining Formel 3-Meisterschaft
12.00 - 12.45 Zeittraining Porsche Carrera-Cup
13.00 - 13.45 Zeittraining (max. 12 Runden) DTM
14.00 - 15.00 Pit Walk DTM
15.15 - 15.45 Rennen BMW Formel ADAC /Junior-Cup
16.00 Startaufstellung Formel 3-Meisterschaft
16.15 Rennen Formel 3-Meisterschaft
17.15 - 17.45 Zeittraining ADAC VW Lupo-Cup
Sonntag
09.30 - 10.00 Warm-Up DTM
10.15 - 10.45 Rennen BMW Formel ADAC/Junior-Cup
11.00 - 11.30 Rennen ADAC VW Lupo-Cup
11.45 - 12.30 Rennen Formel 3-Meisterschaft
12.45 - 13.30 Rennen Porsche Carrera-Cup
13.40 - 14.25 Pit Walk DTM
14.45 - 15.00 Teams-Präsentation DTM
15.15 Qualifikationsrennen (35 km)
15.55 Hauptrennen (100 km)
16.45 DTM-Siegerehrung

DTM-Läufe 2001

22. April Hockenheim (Kl. Kurs)
06. Mai Nürburgring
20. Mai Oschersleben
17. Juni Sachsenring
08. Juli Norisring (Nürnberg)
29. Juli Hockenheim (GP-Kurs)
12. August EuroSpeedway Lausitz
26. August Nürburgring
09. September A-1 Ring (A)
23. September Zandvoort (NL)
07. Oktober Hockenheim

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