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Deutsche
Tourenwagen Masters 2002
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Donington
- 3. von 10 Läufen - 18./19. Mai 2002
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Rennen:
Erster Alesi-Sieg bei hochdramatischem Donington-Rennen
Einen begeisternden Sieg feierte Jean Alesi in Donington Park (GB):
Der Ex- Formel-1-Fahrer gewann im Mercedes-Benz CLK-DTM sein erstes
DTM-Rennen – das erst dritte seiner DTM-Karriere. Zweiter in diesem
dramatischen Lauf wurde Christian Abt vor Mattias Ekström (beide Abt-Audi
TT-R). Der zweimalige Britische Tourenwagen-Meister Alain Menu sah
im Opel Astra V8 Coupé bis kurz vor Schluss wie der sichere Zweite
aus. Doch in der vorletzten Runde traf ihn das Rennpech: ein Reifen-schaden
als Folge von Wrackteilchen auf der Strecke. Menu (CH) musste die
Box zum Wechseln ansteuern und wurde nur Achter.
Der Führende der Meisterschaft, Laurent Aiello wurde nach Rennende
aus der Wertung genommen, weil er die letzte von drei Stop-and-Go-Strafen
nicht beachtet hatte. Der Franzose bleibt dennoch mit 25 Punkten an
der Spitze der Tabelle, ihm folgen Alesi (17) und Ekström (16).
Nachdem einige der Top-Piloten im Qualifying Probleme gehabt hatten
und deshalb von weit hinten starten mussten – dazu gehörten Christian
Abt, Aiello und Meister Bernd Schneider – war Spannung vorpro-grammiert.
Das Qualifikationsrennen begann mit einem heftigen Crash, bei dem
zum Glück beiden Fahrern nichts passierte: Uwe Alzen konnte im Mercedes-Benz
CLK-DTM dem beim Start stehen gebliebenen Opel Astra V8 Coupé von
Joachim Winkelhock nicht mehr ausweichen und krachte diesem bei hoher
Geschwindigkeit aufs Heck. Die beiden konnten nicht mehr antreten.
Für drei Runden führte das Safety Car das Feld um die Strecke. Am
Ende gewann Jean Alesi, der beim Start den Trainingsbesten Manuel
Reuter (Opel Astra V8 Coupé) überholt hatte, vor Martin Tomczyk (Abt-Audi
TT-R) und Reuter.
Sehenswert war der Kampf des 20-jährigen Tomczyk gegen Formel-1-Altstar
Alesi. Im Wertungslauf lag der Franzose dann zur Freude der Fans (21.000
waren zum ersten Auftritt der neuen DTM nach Donington gekommen) vom
Start bis zum Ziel in Führung – bis auf die Runden, in denen wegen
der Reifenwechsel das Feld durcheinander gewürfelt wurde. „Ich freue
mich unbändig“, sagte Alesi, „weiß aber, dass mein Team und ich noch
viel zu tun haben. Mein Kollege Bernd Schneider war nämlich eigentlich
schneller als ich. Aber ich hatte mehr Glück.“
Schneider verlor seinen möglichen Podestplatz durch zwei Stop-and-Go-Strafen
wegen Überschreitens des Tempolimits in der Boxengasse. Für den zweitplatzierten
Christian Abt war das Ergebnis eine echte Überraschung. „Gigantisch,
das hätte ich nie gedacht, nachdem ich von Platz 20 gestartet war.
Ich hatte hier Probleme, die richtige Linie zu finden. Jetzt freue
ich mich riesig auf das Rennen auf dem Sachsenring in zwei Wochen,
denn dort habe ich 1999 mein erstes STW-Rennen im Audi gewonnen.“
Sein Teamkollege Mattias Ekström (S) war ebenso glücklich über seinen
dritten Platz, denn Ekström hatte aus der Boxengasse starten müssen:
„Mein Auto war in der Rennpause nicht rechtzeitig fertig geworden.“
Die Opel-Piloten konnten ihr sehr gutes Ergebnis des Zeittrainings
(Pole Position für Reuter, vier Opel-Piloten unter den ersten Sechs)
durch eine Aneinanderreihung unglücklicher Ereignisse nicht in ein
entsprechendes Rennresultat umsetzen. Reuter fiel als Folge eines
unverschuldeten Unfalls wegen Antriebsschaden aus. Markenkollege Timo
Scheider hatte bei dieser Kollision die Karosserie seines Astra Coupé
ebenso schuldlos zerstört. Michael Bartels war ins Kiesbett geschubst
worden. Opel-Sportchef Volker Strycek: „Das war unbeschreiblich viel
Pech auf einmal. Aber wir bleiben optimistisch, denn unsere Fahrer
haben keine Fehler gemacht und unser Opel Coupé war absolut wettbewerbsfähig.“
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