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Deutsche
Tourenwagen Masters 2002
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6.
von 10 Läufen - EuroSpeedway * 12. - 14. Juli 2002
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6.
Lauf DTM EuroSpeedway Lausitz, 12.-14. Juli 2002:
Erster Sieg für Schneider
Tabellenführer Aiello nur Vierter
Erster deutscher
Saisonsieg unter Champion Bernd Schneider
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Für den souveränen Meister des vergangenen Jahres war die Ziel-durchfahrt
gleichsam ein Befreiungsschlag: Der Sieg von Bernd Schneider (Mercedes-Benz
CLK-DTM) beim sechsten Rennen der DTM auf dem Lausitzring war der
erste des amtierenden Champions in der laufenden Saison. Damit schob
sich der gebürtige Saarländer auf Platz zwei der Tabelle (33 Punkte).
Weil gleichzeitig der viermalige Saison-sieger und Tabellenführer
Laurent Aiello (Abt-Audi TT-R, 54 Punkte) nur Vierter wurde, konnte
Schneider den Abstand auf den Spitzenreiter auf 21 Punkte verkürzen.
Zweiter auf dem 4,534 Kilometer langen Lausitz-ring wurde Aiellos
Markengefährte Mattias Ekström vor Marcel Fässler (Mercedes-Benz).
Auf den Plätzen fünf und sechs fuhren die beiden Opel-Werksfahrer
Manuel Reuter und Joachim Winkelhock in den Opel Astra V8 Coupé ebenfalls
in die Punkteränge.
Bernd Schneider: „Menschen wollen fairen Motorsport sehen“
„Ich war hoch konzentriert bis zum Schluss, denn sowohl in Donington
als auch am Norisring habe ich den Sieg am Ende knapp verloren“, sagte
über-glücklich und nass geschwitzt Schneider. „Mein Auto war perfekt,
die Boxenstrategie meines Teams und unser Reifenwechsel schlicht gigantisch.
Einmal war es zwischen Christian Abt und mir sehr eng, aber er war
absolut fair. Und ich bin überzeugt, dass die Menschen genau das sehen
wollen – fairen Motorsport.“
Auch Schneiders Markenkollege Marcel Fässler sprach von „einem besonders
tollen Rennen. Ich habe die ganze Zeit unter Druck gestanden, musste
mich gegen Laurent Aiello wehren und alles geben.“
Hans-Jürgen Abt: „Heute war es nicht möglich, Bernd zu überholen“
„Das war das härteste Rennen meiner Karriere“, urteilte der Schwede
Mattias Ekström, der am Rennsonntag 24 Jahre alt geworden ist. „Das
Rennen war super anstrengend, aber ich durfte nicht nachlassen, denn
Marcel Fässler kam von hinten und hat ganz schön Druck gemacht.“ Zwar
hat Ekström den zweiten Tabellenplatz nun an Schneider verloren –
mit 29 Punkten jedoch nicht den Anschluss. Teamchef Hans-Jürgen Abt
war denn auch „nicht unglücklich über das Ergebnis“.
Laurent Aiello hatte den zweiten Platz beim Boxenstopp wegen einer
klemmenden Radmutter verloren. „Doch selbst wenn Laurent nicht dieses
Pech gehabt hätte, hätte er es sicher nicht geschafft, Bernd heute
zu überholen.“
Manuel Reuter: sechs Plätze nach vorne gekämpft
Auch Hobby-Triathlet Manuel Reuter war nassgeschwitzt, aber happy:
„Wenn man in der DTM unter die ersten Sechs fahren will, dann muss
man 100 Prozent geben, und es war mörderisch heiß in den Autos.” Reuter
hatte sich im Opel Astra V8 Coupé vom elften auf den fünften Platz
vorgekämpft. „Dabei waren alle Überholmanöver fair“, bestätigte der
Wahl-Österreicher, „es wurde Türklinke an Türklinke gefahren, aber
keiner flog von der Strecke. Leider hatten wir unser Auto im Zeittraining
nicht optimal aussortiert. Im Rennen konnte ich sowohl Fahrer von
Audi als auch von Mercedes überholen. Dies stimmt mich zuversichtlich
fürs nächste Rennen auf dem Nürburgring Anfang August.“
Opel-Sportchef Volker Strycek stimmte zu: „Toll dass Manuel diese
Platzierung aus eigener Kraft erreicht hat und dass unser Auto diese
Leistung bringen kann. Unser Ziel sind aber nicht nur Platzierungen
in den Punkten, sondern Podiumsplätze.“
Informationen rund ums Rennen
Ergebnis Wertungslauf:
1. Bernd Schneider (Mercedes-Benz) 39:19,277 Minuten
2. Mattias Ekström (Abt-Audi) 10,935 Sekunden zurück
3. Marcel Fässler (Mercedes-Benz) 11,253 Sekunden zurück
4. Laurent Aiello (Abt-Audi) 12,186 Sekunden zurück
5. Manuel Reuter (Opel) 20,894 Sekunden zurück
6. Joachim Winkelhock (Opel) 23,396 Sekunden zurück
7. Christian Abt (Abt-Audi) 23,987 Sekunden zurück
8. Jean Alesi (Mercedes-Benz) 27,333 Sekunden zurück
9. Martin Tomczyk (Abt-Audi) 30,551 Sekunden zurück
10. Timo Scheider (Opel) 31,317 Sekunden zurück
Punktestand Fahrer (nach sechs von zehn Rennen):
1. Laurent Aiello (Abt-Audi) 54
2. Bernd Schneider (Mercedes-Benz) 33
3. Mattias Ekström (Abt-Audi) 29
4. Jean Alesi (Mercedes-Benz) 20
5. Christian Abt (Abt-Audi) 13
6. Marcel Fässler (Mercedes-Benz) 8
7. Alain Menu (Opel) 6
8. Martin Tomczyk (Abt-Audi) 5
9. Christijan Albers (Mercedes-Benz) 5
9. Timo Scheider (Opel) 5
11. Uwe Alzen (Mercedes-Benz) 4
12. Manuel Reuter (Opel) 3
13. Joachim Winkelhock (Opel) 3
13. Karl Wendlinger (Abt-Audi) 3
15. Michael Bartels (Opel) 1 |
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