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Zeittraining
28. September 2002 9. Lauf DTM
Circuit Park Zandvoort/NL, 27. – 29. September 2002:
Titelfavorit Aiello holt Pole Position
Rivale Schneider nur Siebter
Aufschlag zum
zweiten Matchball: Erneute Pole für Laurent Aiello
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Besser hätte es für Tabellenführer Laurent Aiello beim Zeittraining
zum neunten und vorletzten Lauf der DTM auf dem Circuit Park Zandvoort
nicht laufen können: Mit sensationellen 0,322 Sekunden Vorsprung
sicherte sich der Franzose im Abt-Audi-TT-R den ersten Startplatz
für das morgige Qualifikationsrennen (DTM live in der ARD ab 15.05
Uhr). Als Zweiter startet Marcel Fässler im Mercedes-Benz CLK-DTM,
gefolgt von den beiden Abt-Audi-Fahrern Christian Abt und Mattias
Ekström.
Die dritte Startreihe ist in Opel-Hand mit Manuel Reuter und Alain
Menu (Opel Astra V8 Coupé). Erst auf Rang sieben folgt Aiellos einzig
ver-bliebener Rivale um den Meistertitel, Bernd Schneider (Mercedes-Benz).
Das Training wurde 45 Minuten später als geplant gestartet, weil
der Rettungshubschrauber einen verletzten Fahrer der GT-Serie ins
Hospital hatte bringen müssen.
Laurent Aiello: „Mache mir keine Gedanken um den Meistertitel“
„Die Bedingungen waren extrem schwierig, denn die Haftung auf der
Strecke änderte sich von Runde zu Runde“, sagte der Schnellste des
Trainings. „Um so mehr freut mich, dass ich die Pole Position geholt
habe und meine Teamkollegen Christian und Mattias nicht weit weg
sind.“ Zu dem fast greifbar nahen Meistertitel meinte der erfolgreiche
Franzose lakonisch: „Ich mache mir überhaupt keine Gedanken darüber,
denn das tun ja bereits andere Leute für mich...“
Christian Abt, der im vergangenen Jahr auf den letzten Rennmetern
seinen nahen Sieg verloren hatte, bestätigte: „Wenn man zum falschen
Zeitpunkt auf der Strecke war oder nur ein bisschen von der Ideallinie
abkam, war sofort der Grip weg.“ Zum möglichen Teamplay beim Ren-
nen meinte der
Abt-Pilot: „Laurent ist so schnell, der braucht in der
Regel keine Unterstützung. Und wir anderen Abt-Piloten sind keine
Wasserträger – ich würde uns einfach als Freunde bezeichnen.“
Bernd Schneider:
„Gebe immer mein Bestes, egal von welchem Startplatz“
Er habe „alles probiert, aber letztlich keine optimale Abstimmung
ge-funden“, so erklärte Titelverteidiger Bernd Schneider seinen
Startplatz. „Jetzt muss ich halt mit Platz sieben leben, aber vielleicht
kann ich im Qualifikationsrennen ein, zwei Plätze gut machen und
mit etwas Glück im Rennen in die Punkte fahren. Auf jeden Fall bin
ich hoch motiviert.
Und auch wenn ich vom letzten Startplatz ins Rennen gehen müsste
– ich würde immer mein Bestes geben.“
Der junge Schweizer Marcel Fässler, der im Mercedes-Benz CLK-DTM
den Sprung in die erste Startreihe schaffte, meinte: „Bernd ist
immer gefährlich, der kommt auf die Distanz schon nach vorn. Ich
selbst
möchte mich am liebsten auf mein Rennen konzentrieren und mich
aus allem heraus halten.“
Manuel Reuter:
„Astra Coupé auf nasser Piste außergewöhnlich gut“
„Nicht unzufrieden, aber auch nicht ganz zufrieden“ war der als
Fünfter beste Opel-Pilot mit seinem Ergebnis. „Es war schon brutal,
ein klitze-kleiner Fehler, ein bisschen auf den feinen Sand gekommen,
schon
ging es dahin. Am Schluss war ich auf einer sensationell schnellen
Runde, aber dann lief ich auf einen anderen Fahrer auf und kam auf
Dreck, das war’s dann leider.“
Zufriedenheit herrschte vor allem auch über das Mannschaftsergebnis,
da sich vier der sechs Opel-Piloten unter den Top Ten etablieren
konn-ten. Die Fahrer der Marke mit dem Blitz hätten es außerdem
bevorzugt, wenn es im Zeittraining geregnet hätte wie am Freitag-
und am Samstag-vormittag. Beide Male setzten sich Opel-Piloten an
die Spitze, einmal Timo Scheider, einmal Joachim Winkelhock. „Unser
Astra Coupé war außergewöhnlich gut auf nasser Piste, da haben wir
den Dunlop-Reifen optimal zum Arbeiten gebracht“, so Reuter.
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