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Deutsche Tourenwagen Masters 2002
   
 
9. von 10 Läufen - Zandvoort (NL)
27. - 29. September 2002
   
 
Aiello vorzeitig Meister * 1. DTM-Sieg für Ekström
   
  Abt-Audi-Triumph:
Aiello holt Meistertitel, Ekström ersten DTM-Sieg


Der Franzose Laurent Aiello hat im Abt-Audi TT-R seinen zweiten Matchball zum frühzeitigen Gewinn der DTM 2002 verwandelt: Ihm reichte beim neunten und vorletzten Lauf der DTM auf dem Circuit Park Zandvoort/NL ein sechster Platz im Wertungslauf zum Meistertitel. Titelverteidiger Bernd Schneider hätte das Rennen auf dem schnellen Dünenkurs an der Nordsee gewinnen müssen, um die Entscheidung auf das Finale in Hockenheim (4. bis 6. Oktober) zu vertagen. Doch Schneider holte im Mercedes-Benz CLK-DTM vom sechsten Startplatz aus nur Rang zwei.



Erster DTM-Sieg für Mattias Ekström

Überragender Sieger des spannenden Rennens wurde der Schwede Mattias Ekström im Abt-Audi TT-R. Es war der erste Sieg des 24-Jährigen in der DTM. Rang drei ging an Schneiders Markenkollegen Marcel Fässler, die Plätze vier und fünf an Manuel Reuter und Timo Scheider (beide Opel Astra V8 Coupé).

Meister Aiello:
„Widme den DTM-Titel meinem verstorbenen Großvater“

Der Trainingsschnellste Laurent Aiello hatte im Wertungslauf als 21. und damit Letzter starten müssen. Die Sportkommissare hatten ihn vom Qualifikationsrennen ausgeschlossen, weil am Samstag eine Ver-unreinigung im Benzin seines Autos festgestellt worden war. „Es hatten sich wohl noch Reste jenes Benzins im Tank befunden, das wir beim Test vergangene Woche auf dem Lausitzring verwendet hatten – und dadurch war der Kraftstoff nicht identisch mit dem, den es in Zandvoort gab“, erklärte der Teamchef von Abt Sportsline, Hans-Jürgen Abt.

Doch Aiello kämpfte sich in einem bravourösen Rennen auf den sechsten Platz vor. „Wir haben bei den ersten Rennen in dieser Saison einen ge-wissen Abstand zwischen uns und Mercedes geschaffen. Davon haben wir ab Saisonmitte profitiert, als Bernd Schneider immer stärker wurde.“ Der Franzose widmete seine Meisterschaft bewegt „meinem im Frühjahr verstorbenen Großvater. Er hat mir mein erstes Rennkart gekauft, ohne ihn hätte ich heute nicht diesen großen Erfolg feiern können.“

Überglücklich zeigte sich Zandvoort-Sieger Mattias Ekström: „Das war das beste Rennen meines Lebens. Dabei muss man verdammt auf-passen, die Konzentration nicht zu verlieren, wenn man so allein da vorne weg fährt...“

Schneider: „Laurent und Abt-Team dieses Jahr nicht zu schlagen“

„Gratulation an Laurent, er ist ein würdiger Meister“, sagte der entthronte DTM-Meister Bernd Schneider. „Er war in Kombination mit dem Abt-Team einfach der Beste in dieser Saison. Mein Ziel ist es, mir die Meisterschaft nächstes Jahr zurückzuholen.“ Und selbstkritisch fügte der 38-Jährige hinzu: „Ich war heute nicht schnell genug, um zu gewinnen. Der kleine Schwede Ekström war einfach schneller als ich. Dank an meinen Teamkollegen Marcel Fässler – der mir Platz zwei geschenkt hat. Und danke ans Team, das mich mit einem sensationellen Boxenstopp zwei Plätze nach vorne geholt hat.“

Opel-Pilot Reuter: „Podiumsplatz aus eigener Kraft war möglich“

Auch Opel-Star Manuel Reuter gratulierte Aiello und versprach: „Wir werden es ihm im nächsten Jahr ganz bestimmt nicht so einfach machen wie in diesem.“ Mit seinem Resultat in Zandvoort war Reuter „nicht ganz zufrieden. Hätte ich den Start nicht vermasselt und dabei zwei Plätze verloren, wäre ein Podiumsplatz aus eigener Kraft möglich gewesen. Das ärgert einen natürlich. Zufrieden bin ich, weil wir mit dem Astra Coupé die selben Rundenzeiten fuhren wie die anderen. Insofern freue ich mich auf ein spannendes Finale in Hockenheim.“ Mit Timo Scheider fuhr als Fünfter ein weiterer Opel-Fahrer in die Punkteränge.
 
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