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Deutsche
Tourenwagen Masters 2002
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4.
von 10 Läufen - Sachsenring - 1./2. Juni 2002
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Aiello
vor Schneider und Menu
Alle drei Marken auf dem Podium
Heißer Kampf
um Platz zwei: Alain Menu wehrt sich noch gegen
Bernd Schneider
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Vor ausverkauften Tribünen auf dem Sachsenring mit insgesamt 59.000
Zuschauern am Wochenende feierte Laurent Aiello (Abt-Audi TT-R) seinen
dritten Saisonsieg im vierten Lauf der DTM. Der amtierende Meister
Bernd Schneider (Mercedes-Benz CLK-DTM) sicherte sich im ereignisreichen
Rennen Platz zwei, während der Schweizer Alain Menu (Opel Astra V8
Coupé) den ersten Podiumsplatz des Jahres für Opel holte. Damit waren
erstmals in dieser Saison alle drei Marken auf dem Podium vertreten.
Mit seinem Erfolg auf dem Traditionskurs nahe Chemnitz baute Laurent
Aiello seine Führung in der Fahrerwertung auf 38 Punkte aus. Ihm kam
zugute, dass seine direkten Verfolger Jean Alesi (Mercedes-Benz) und
Mattias Ekström (Abt-Audi) nicht unter die ersten Sechs kamen.
Für Aiello, der beim Rennen vor zwei Wochen im englischen Donington
Park ohne Punkte geblieben war, verlief das Wochenende auf dem Sachsenring
nahezu perfekt. Im Zeittraining sicherte sich der Franzose bereits
die Pole Position und am Renntag gewann er bei strahlendem Sonnenschein
sowohl das Qualifikationsrennen über neun Runden als auch den anschließenden
Wertungslauf (29 Runden). „Heute verlief alles nach Maß. Mein Team
hat mir einen perfekt vorbereiteten Abt-Audi TT-R hingestellt, der
Boxenstopp verlief ohne Probleme und ich denke, dass wir tollen Motorsport
gezeigt haben“, sagte der Franzose. „Ich musste am Ende etwas mehr
Gas geben als ich wollte, weil Bernd zu nahe kam, gleichzeitig musste
ich aufpassen, um nicht die Reifen zu sehr zu strapazieren.“
Seine Teamkollegen Martin Tomczyk und Christian Abt fuhren während
eines Großteils des Rennens ebenfalls in den Top Ten, fielen aber
beide aus: Tomczyk nach einer Kollision mit Donington-Sieger Alesi
bei der Ausfahrt aus der Boxengasse, Abt nach einem Ausritt in der
Schluss-phase.
Freude herrschte bei Opel nach dem ersten Podiumsplatz des Jahres.
„Das Potenzial unseres Astra V8 Coupé hatte sich dieses Jahr schon
mehrmals angedeutet, aber bislang hatten wir sehr viel Pech“, bilanzierte
Opel-Sportchef Volker Strycek. „Der dritte Platz von Alain Menu ist
ein verdienter Erfolg, drei Opel-Piloten in den Punkten ein sehr gutes
Ergebnis für Opel. Jockel Winkelhock und Timo Scheider sind tolle
Rennen gefahren, Michael Bartels hat die schnellste Rennrunde geschafft.
So werden wir weitermachen: Opel ist zurück.“
Auch Menu selbst, von der zweiten Position gestartet und im Quali-fikationsrennen
hinter Aiello Zweiter geworden, war erfreut über seine ersten Punkte
in der DTM: „Ich bin happy für mein Team, für Opel und für mich.“
Joachim Winkelhock konnte bis kurz vor Schluss den Mercedes-Benz-Fahrer
Marcel Fässler hinter sich halten, bremste dann aber einen Tick zu
spät – Fässler zog vorbei. Winkelhock kam als Fünfter ins Ziel, einen
Platz vor seinem Markenkollegen Timo Scheider.
Ein perfekt ausgeführter Boxenstopp seines HWA-Teams brachte Bernd
Schneider, der als Dritter gestartet war, vor Menu auf Rang zwei.
„Das Rennen war sehr anstrengend“, sagte Schneider, „Es ging nicht
nur an meine Substanz, sondern auch an die des Autos. Wir haben alles
gegeben und waren mit allem am Limit. Vielleicht hätte ich noch mehr
attackieren können, aber dann hätte ich mir womöglich die Reifen ruiniert
und meinen zweiten Platz verloren.“
Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug: „Schade, dass Alesi aus
dem Rennen geworfen wurde, denn er war auf dem Weg in die Punkte.
Aber es ist sicher nicht mit Absicht geschehen. Marcel Fässler hat
einen super Job gemacht, als er hinter Jockel fuhr, auf seine Chance
wartete und diese dann clever nutzte.“ Fässler hatte dadurch den vierten
Rang erobert. |
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