Erster
Sieg für Schweizer Marcel Fässler
Meisterschaft weiter offen
Den
spannenden achten Lauf der DTM auf dem A1-Ring in Österreich
gewann Vorjahressieger Marcel Fässler (AMG-Mercedes
CLK) hauchdünn vor seinem Markenkollegen Bernd Schneider,
der ihm fast von Rennbeginn an praktisch an der Stoßstange
gehangen hatte. Fässler gelang es jedoch bravourös,
seine dritte Pole Position in diesem Jahr in seinen ersten
Saisonsieg zu verwandeln. Dritter wurde Mercedes-Youngster
Christijan Albers aus den Niederlanden. Der amtierende Champion
Laurent Aiello wurde im Abt-Audi TT-R Vierter vor seinem
Teamkollegen Mattias Ekström.
Schneider baute seine Tabellenführung auf 57 Punkte
aus, Albers folgt mit 54. Fässler konnte mit seinem
Sieg seinen Rückstand von elf auf nun neun Punkte reduzieren.
Aiello hat als Vierter der Tabelle 37 Punkte. Das letzte
Rennen der DTM auf dem A1-Ring, der ab Oktober komplett
umgebaut wird, besuchten 60.000 Zuschauern am Rennwochenende
– fast doppelt so viele wie im vergangenen Jahr.
In
der hitzigen ersten Rennrunde wurden vier Fahrer durch einen
Unfall un-glücklich aus dem Rennen geworfen: Christian
Abt (Abt-Audi), Jean Alesi (Mercedes-Benz) sowie die beiden
Opel-Piloten Peter Dumbreck und Timo Scheider. Das Rennen
wurde bis zur sechsten Runde durch das Safety Car neutralisiert.
Sieger
Fässler: „Ich musste mich mit Händen und
Füßen gegen Bernd wehren“
„Das
Rennen war unheimlich schwer, ich musste mich mit Händen
und Füßen gegen Bernd Schneider wehren“,
sagte Sieger Marcel Fässler. „Dabei habe ich
mir einen Bremsplatten eingefangen und Probleme mit der
Bremsbalance bekommen. Aber schlussendlich habe ich es geschafft
– auch dank meines HWA-Teams, das mir mit einem sensationell
schnellen Boxenstopp geholfen hat.“
Sportchef Norbert Haug lobte den 27-jährigen Schweizer:
„Wer fast 40 Runden lang dem Druck eines Bernd Schneider
Stand hält, hat das Zeug, ein ganz Großer zu
werden.“ Der dreimalige Formel-1-Weltmeister Niki
Lauda, der auf Einladung von Mercedes-Benz die DTM am A1-Ring
besuchte, war hellauf begeistert: „Das Duell zwischen
Fässler und Schneider war atemberaubend bis zum Schluss.
Besser kann man ein Autorennen nicht präsentieren.
Die Formel 1 kann viel lernen von der DTM, denn hier bekommt
der Fan mehr für sein Geld. Das ist auch die Zukunft
für die Formel 1.“
Laurent
Aiello: „Ich habe gepusht, aber mehr war heute nicht
drin“
„Ich
bin ein bisschen enttäuscht über das Ergebnis“,
sagte Champion Laurent Aiello, „denn nach dem Warm-up
heute früh habe ich mir berechtigte Hoffnung auf eine
bessere Platzierung gemacht. Ich habe gepusht, aber mehr
war heute nicht drin, Marcel und Bernd waren nicht zu schlagen.“
Teamchef Hans-Jürgen Abt freute sich: „Wir haben
mit Laurent auf Rang vier, Mattias Ekström als Fünftem
und Martin Tomczyk als Achtem drei Fahrer in den Punkten.
Das ist ein gutes Teamergebnis. Und ich bin überzeugt,
dass uns in zwei Wochen die Streckencharakteristik von Zandvoort
einen Tick besser liegt als die des A1-Rings. Dann würden
wir gerne an den Erfolg des letzten Rennens auf dem Nürburgring
anknüpfen, wo Laurent gewonnen hat.“
Alain
Menu: „Ich bin mit meinem Ergebnis zufrieden“
„Mit
meinem Ergebnis bin ich zufrieden“, resümierte
Alain Menu als Siebter und bestplatzierter Opel-Pilot. „Ich
bin wegen des Crashs beim Start vom Gas gegangen und war
dann Letzter. Dass ich auf Rang sieben nach vorne fahren
konnte, zeigt, dass für meinen Opel-Kollegen Peter
Dumbreck ein Podiums-platz möglich gewesen wäre,
wenn er nicht in den Unfall verwickelt gewesen wäre.“
Opel-Sportchef Volker Strycek meinte: „Es ist natürlich
dramatisch, die beiden besten Fahrer in der ersten Runde
zu verlieren. Außer Peter war ja auch Timo Scheider
aus dem Rennen, weil ein Wrackteil den Kühler seinen
Astra durchschlagen hat. Wir waren nach den guten Warm-up-Zeiten
sehr zuversichtlich. Insofern ist der siebte Platz nicht
das, was wir uns erhofft haben, aber angesichts der Tatsache,
dass Alain von ganz hinten auf Platz sieben fuhr, eine bemerkenswerte
Leistung.“
Strycek bedauerte den Abschied von der Berg- und Talbahn
in der Steiermark: „Schade, dass der A1-Ring jetzt
erst mal aus dem Kalender gestrichen wird“, bedauerte
Strycek. „Die Atmosphäre ist immer toll, die
Rennen spannend und der gewaltige Zuschauerzuspruch zeigt,
dass wir mit der DTM gute Arbeit geleistet haben.
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