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Der
8. DTM-Lauf im Visier
eines jungen Motorsport-Fans:
Kaffeefahrt an der Nordsee
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Nein, in meiner
Überschrift hat sich kein Grammatikfehler eingeschlichen. Vielmehr
spiele ich auf die wirklich nahezu mühelose Fahrt des Gary Paffett
zu einem weiteren Rennsieg auf der Strecke von Zandvoort, das nun
mal an der Nordsee liegt, an. Zugegenebermaßen spielte aber auch
etwas Fortune eine Rolle: So hing Gary "Perfect" rundenlang hinter
Teamkollege und Pole-sitter Bernd Schneider und dem noch nicht den
Boxenstopp absolviert habenden (oh Mann, mein Deutsch…!) Rinaldo
Capello fest. Doch ein Überholversuch Bernd Schneiders endete mit
einem Auffahrkontakt mit Audi-Pilot Rinaldo Capello, sodass dieser
sich in der "Tarzanbocht" drehte, Schneider einen weiten Bogen fahren
musste und Gary Paffett grinsend auf der Ideallinie vorbeizog. Der
Sieg war danach nur noch Formsache. Der Vorsprung am Ende, vor dem
Zweitplatzierten Mattias Ekström: Zwölf Sekunden!
Eine halbe Ewigkeit mussten also die rund 77.000 Zuschauer warten,
bis sie auch dem Zweitplatzierten zujubeln durften. Ebenso ungefährdet
wie der Sieg Paffetts war auch der dritte Platz von Heinz-Harald
Frentzen, der die zweite Podiumsplatzierung für Opel und sich selbst
in der Saison 2005 perfekt machte, indem er das Ergebnis von Brünn
einstellte. Das bedeutete auch, dass erstmals nach dem Rennen am
Eurospeedway Lausitz im Jahre 2003 wieder alle drei Marken der DTM
auf dem Podium vereint waren.
Platz vier konnte sich mit einer wahren Heldentat vor der letzten
Kurve noch der Meisterschaftsdritte Tom Kristensen sichern. Erst
in der letzten Kurven-kombination konnte er den zweitbesten Opel-Piloten,
Marcel Fässler, hinter sich lassen. Fässler seinerseits fing sich
nach dem Überholmanöver schnell wieder und konnte den finalen Angriff
des groß auftrumpfenden Martin Tomczyk (der nur von Startplatz 15
gestartet war) noch abwehren. Mit Platz drei und fünf fuhr Opel
das beste Saisonresultat ein. Die letzten beiden Punkteplätze belegten
Jamie Green (AMG Mercedes) und der ebenfalls eine DTM C-Klasse bewegende
Bernd Schneider, der für seine "Attacke" eine leicht übertriebene
Durchfahrtsstrafe erhielt und sich vor dem Rennen, bedingt durch
die Pole Position, sicher mehr ausgerechnet hatte als einen Punkt.
Durch den Sieg Paffetts bleibt die DTM nach wie vor superspannend.
Wie im Jahr 2003 mit Bernd Schneider und Christijan Albers, so wechselt
auch dieses Jahr die Führung in der Gesamtwertung beinahe nach jedem
Rennen, und der Abstand bleibt konstant eng. Aus einem Punkt Rückstand
auf Mattias Ekström ist nun ein Punkt Vorsprung für Gary Paffett
geworden. Der einzige ernsthafte Verfolger des Spitzenduos ist Tom
Kristensen, dem aber wohl aufgrund der Leistungsdichte in der DTM
nur noch eine theoretische Chance zugesprochen werden kann. Den
Rest des Fahrerfeldes kann man aus der "Meisterfrage" komplett ausblenden.
Ich bin mir sicher, dass es am 18. September, wenn es zum zweiten
Mal in dieser Saison an den Eurospeedway Lausitz geht, wieder richtig
packende Rennszenen gibt. Ich hoffe inständig, dass Opel dort endlich
wieder ganz vorne mitreden kann und vielleicht sogar ein Sieg gelingt.
Alle vier Fahrer der Marke mit dem Blitz haben sicher das Zeug,
um den Sieg mitzufahren, nur Opel fehlen noch zwei bis drei Zehntelsekunden,
um mit der absoluten Spitze mithalten zu können.
Vielleicht findet man diese "Zehntelchen" in den drei Wochen der
Renn-pause. Es würde Volker Strycek sicher ein gutes Gefühl geben,
doch nicht komplett erfolglos mit Opel aus der DTM zu verschwinden.
Mit motorsportlichem Gruß
Michael Bräutigam
www.michaelbraeutigam.net.ms/
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