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Der
7. DTM-Lauf im Visier
eines jungen Motorsport-Fans:
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Das ist das
Motto von Mattias Ekström, und er schickte alle nach Hause, als
er bei typischem Eifelwetter trotz der widrigen Bedingungen einen
kühlen Kopf behielt und seinen zweiten Saisonsieg perfekt machte.
Vor dem Start das für den Nürburgring typische Herumüberlegen:
"Regnets?" Wobei diese Frage in der Eifel sowieso mehr rhetorischen
Charakter hat. Eher ist nach dem "Wann?" zu fragen. Die Frage
wurde beantwortet, als der Himmel während der Startaufstellung
seine Schleusen öffnete und hektische Betriebsamkeit bei allen
Teams auslöste.
Und dann kam das Chaos: Rennleiter Roland Bruynseraede ordnete
den fliegenden Start hinter dem Safety Car an, doch dieses fuhr
nach der regu-lären Einführungsrunde schon an die Box. Die Spitze
schaltete, das Mittel-feld verschlief den fliegenden Start ohne
zusätzliche Einführungsrunde total. Nach Platz acht gähnende Leere,
bis der Rest des Fahrerfeldes dann so allmählich Renntempo aufnahm.
Alle waren verwirrt, nur einer behielt wie immer seine schwäbische
Ruhe, Norbert Haug: "Das war völlig problemlos."
Während die Strecke trockener wurde, rückte für Polesitter Gary
Paffet und Team- und Startreihenkollegen Mika Häkkinen ein Doppelsieg
für Mercedes, und damit ein weiteres Kapitel der Silberpfeil-Erfolge
unter der von den Grafen von Are auf dem "mons nore" erbauten
Burg, in greifbare Nähe. Nachdem die zweiten Boxenstopps absolviert
waren, aus denen Ekström als der Sieger hervorging, weil er an
Mika Häkkinen vorbeiziehen konnte und nur noch wenige Sekunden
Abstand zum führenden Gary Paffett hatte, wendete sich jedoch
das Blatt.
Zuerst bremste bei einem Ausbremsversuch an Mattias Ekström ein
ge-wisser ehemaliger zweifacher Formel 1-Weltmeister so spät,
dass ihm selbst die weitläufige Auslaufzone am Ende der Start/Ziel-Geraden
sehr klein wurde und dann kam die Meldung "Drive through penalty",
und zwar für den Füh-renden in der AMG Mercedes C-Klasse.
Plötzlich lagen zwei Audi in Führung; Erster Ekström, Zweiter
Kristensen, der an Mika Häkkinen bei dessen völlig missglückten
"Überholversuch" vor-beigezogen war. Und um das Rennen noch etwas
spannender zu machen, schwenkte die Wetterlage gegen Ende des
Rennens noch mal zu "Regen" über. Doch das führende skandinavische
Trio, Mika Häkkinen war noch Dritter, blieb auf der Strecke.
Wenige Runden vor Schluss kam dann in der Mercedes-Arena der "Angriff"
von Gary Paffett auf Mika Häkkinen. Letzterer, Teamplayer durch
und durch, ließ den silbernen Meisterschaftsanwärter Nr.1 gewähren
und gab sich mit Platz vier zufrieden. Durch den "Puffer" Tom
Kristensen konnte sich Mattias Ekström auch in der Meisterschaft
um einen Punkt wieder vor seinen här-testen Rivalen aus dem Mercedes-Lager
absetzen. Kristensen verkürzt durch den zweiten Platz den Abstand
zur Spitze effektiv um einen Punkt. Hinter Ekström (51 Punkte)
und Paffett (50 Punkte) ist Kristensen (36 Punkte) wohl der Einzige,
der außer dem Führungsduo noch eine realistische Chance hat, in
den verbleibenden vier Rennen um die Meisterschaft mitzufahren.
Mika Häkkinen, als Vierter der Meisterschaft, hat bereits 29 Punkte
Rückstand auf Ekström.
Das nächste Rennen findet auf einer absoluten Fahrerstrecke statt,
in Zand-voort. Hier hat so ziemlich jeder Fahrer nach seinen jeweiligen
Rennen Muskelkater im Allerwertesten, vom dauernden "Arschbacken
zusammen-kneifen". Der Dünenparcours ist geprägt durch viele Mutkurven,
die nach einer kundigen Hand am Volant fordern. Im vergangenen
Jahr musste Peter Dumbreck erleben, wie schmerzhaft ein Abflug
in Zandvoort sein kann, als er seinen Opel Vectra GTS V8 Eingans
der Start/Ziel-Geraden in ein riesiges Puzzle zerlegte. Die Ehrfurcht
vor dieser Strecke ist bei allen Fahrern groß, wir dürfen uns
auf schöne Bilder von der niederländischen Nordsee freuen.
Mit motorsportlichem Gruß
Michael Bräutigam
www.michaelbraeutigam.net.ms/
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