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2005 (11 Läufe)
7. Lauf
Nürburgring
05. - 07. August .2005
7. von 10 Läufen
Nürburgring
Rennen
1. Ekström 1:05.09.223"
2. Kristensen 1.088
3. Paffett 4.585
4. Häkkinen 5.245

5. Schneider

10.527
6. McNish 17.706
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DTM-Stand nach
6 von 11 Läufen
1
Paffett
44
2
Ekström
41
3
Kristensen
28
4
Alesi
17
5
Häkkinen
17
6
Abt
16
7
Green
13
8
Schneider

11

9
McNish

10

10
Frentzen

9

11
Tomczyk

7

12
Kaffer

5

13
Fässler

5

14
Stippler

4

15
Aiello

4

16
Mücke

3


Der 7. DTM-Lauf im Visier
eines jungen Motorsport-Fans:



"Go hard or go home"


Das ist das Motto von Mattias Ekström, und er schickte alle nach Hause, als er bei typischem Eifelwetter trotz der widrigen Bedingungen einen kühlen Kopf behielt und seinen zweiten Saisonsieg perfekt machte.

Vor dem Start das für den Nürburgring typische Herumüberlegen: "Regnets?" Wobei diese Frage in der Eifel sowieso mehr rhetorischen Charakter hat. Eher ist nach dem "Wann?" zu fragen. Die Frage wurde beantwortet, als der Himmel während der Startaufstellung seine Schleusen öffnete und hektische Betriebsamkeit bei allen Teams auslöste.

Und dann kam das Chaos: Rennleiter Roland Bruynseraede ordnete den fliegenden Start hinter dem Safety Car an, doch dieses fuhr nach der regu-lären Einführungsrunde schon an die Box. Die Spitze schaltete, das Mittel-feld verschlief den fliegenden Start ohne zusätzliche Einführungsrunde total. Nach Platz acht gähnende Leere, bis der Rest des Fahrerfeldes dann so allmählich Renntempo aufnahm. Alle waren verwirrt, nur einer behielt wie immer seine schwäbische Ruhe, Norbert Haug: "Das war völlig problemlos."

Während die Strecke trockener wurde, rückte für Polesitter Gary Paffet und Team- und Startreihenkollegen Mika Häkkinen ein Doppelsieg für Mercedes, und damit ein weiteres Kapitel der Silberpfeil-Erfolge unter der von den Grafen von Are auf dem "mons nore" erbauten Burg, in greifbare Nähe. Nachdem die zweiten Boxenstopps absolviert waren, aus denen Ekström als der Sieger hervorging, weil er an Mika Häkkinen vorbeiziehen konnte und nur noch wenige Sekunden Abstand zum führenden Gary Paffett hatte, wendete sich jedoch das Blatt.

Zuerst bremste bei einem Ausbremsversuch an Mattias Ekström ein ge-wisser ehemaliger zweifacher Formel 1-Weltmeister so spät, dass ihm selbst die weitläufige Auslaufzone am Ende der Start/Ziel-Geraden sehr klein wurde und dann kam die Meldung "Drive through penalty", und zwar für den Füh-renden in der AMG Mercedes C-Klasse.

Plötzlich lagen zwei Audi in Führung; Erster Ekström, Zweiter Kristensen, der an Mika Häkkinen bei dessen völlig missglückten "Überholversuch" vor-beigezogen war. Und um das Rennen noch etwas spannender zu machen, schwenkte die Wetterlage gegen Ende des Rennens noch mal zu "Regen" über. Doch das führende skandinavische Trio, Mika Häkkinen war noch Dritter, blieb auf der Strecke.

Wenige Runden vor Schluss kam dann in der Mercedes-Arena der "Angriff" von Gary Paffett auf Mika Häkkinen. Letzterer, Teamplayer durch und durch, ließ den silbernen Meisterschaftsanwärter Nr.1 gewähren und gab sich mit Platz vier zufrieden. Durch den "Puffer" Tom Kristensen konnte sich Mattias Ekström auch in der Meisterschaft um einen Punkt wieder vor seinen här-testen Rivalen aus dem Mercedes-Lager absetzen. Kristensen verkürzt durch den zweiten Platz den Abstand zur Spitze effektiv um einen Punkt. Hinter Ekström (51 Punkte) und Paffett (50 Punkte) ist Kristensen (36 Punkte) wohl der Einzige, der außer dem Führungsduo noch eine realistische Chance hat, in den verbleibenden vier Rennen um die Meisterschaft mitzufahren. Mika Häkkinen, als Vierter der Meisterschaft, hat bereits 29 Punkte Rückstand auf Ekström.

Das nächste Rennen findet auf einer absoluten Fahrerstrecke statt, in Zand-voort. Hier hat so ziemlich jeder Fahrer nach seinen jeweiligen Rennen Muskelkater im Allerwertesten, vom dauernden "Arschbacken zusammen-kneifen". Der Dünenparcours ist geprägt durch viele Mutkurven, die nach einer kundigen Hand am Volant fordern. Im vergangenen Jahr musste Peter Dumbreck erleben, wie schmerzhaft ein Abflug in Zandvoort sein kann, als er seinen Opel Vectra GTS V8 Eingans der Start/Ziel-Geraden in ein riesiges Puzzle zerlegte. Die Ehrfurcht vor dieser Strecke ist bei allen Fahrern groß, wir dürfen uns auf schöne Bilder von der niederländischen Nordsee freuen.

Mit motorsportlichem Gruß
Michael Bräutigam

www.michaelbraeutigam.net.ms/
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