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2007 (10 Läufe)
7. Lauf - Zandvoort (NL) - 27. - 29. Juli 2007

Zandvoort (NL)
27. - 29.07.2007

Rennen

1. Tomczyk 1.02.31,668
2. Prémat 0,297
3. Ekström 2,036
4. Scheider 2,413

5. Spengler

2,994
6. Abt 4,969
DTM-Stand nach 7
von 10 Läufen
1
Ekström
38,0
2
Tomczyk
30,0
3
Spengler
26,0
4
Schneider
25,5
5
Häkkinen
22,0
6
Di Resta

22,0

7
Paffett

16,5

8
Prémat
13,0
9
Scheider
12,0
10
Green
10,5
11
La Rosa
10,0
12
Rockenfeller
9,0
13
Margaritis9,0
6,0
14
Kristensen
5,0
15
Abt
4,0
16
Lauda
1,0
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Entscheidung auf der Zielgeraden:
* Tomczyk gewinnt DTM-Krimi

Herzschlagfinale vor 74.500 Zuschauern beim siebten DTM-Lauf im nieder-ländischen Zandvoort. Nach packenden Zweikämpfen zwischen den beiden Audi-Piloten Alexandre Prémat im Jahreswagen und Martin Tomczyk schien der Franzose Prémat bereits wie der sichere Sieger. Doch wenige Meter vor dem Überfahren der Ziellinie ließ Prémat seinen deutschen Markenkollegen Tomczyk vorbeiziehen und schenkte ihm so seinen ersten DTM-Erfolg in diesem Jahr.

„Diesen Sieg widme ich meinem verstorbenen Großvater“, sagte Tomczyk gerührt über den insgesamt zweiten Erfolg seiner DTM-Karriere.

Auch im Kampf um Platz drei kam es zwischen mehreren Piloten zu span-nenden Zweikämpfen. Mattias Ekström aus Schweden, der Führende der Gesamtwertung, überholte in den letzten beiden Runden zunächst Merce-des-Benz-Pilot Bruno Spengler (CDN) für den vierten Platz, um dann eben-falls kurz vor der Zieldurchfahrt seinem Audi-Markenkollegen Timo Scheider (D) die erste Podiumsplatzierung wegzuschnappen. Der 29-Jährige behält dadurch mit 38 Punkten die Führung der Gesamtwertung.

Durch seinen Erfolg ist Tomczyk jetzt mit acht Punkten Rückstand härtester Verfolger im Titelkampf. Spengler folgt mit 26 Punkten und zwölf Zählern Rückstand auf Rang drei. Bei seinem letzten DTM-Auftritt in Zandvoort er-reichte der 40-jährige Christian Abt (D) mit dem Audi A4 DTM den sechsten Platz. Der Kemptener beendet am Ende der Saison seine DTM-Karriere.

Der finnische Mercedes-Benz-Fahrer Mika Häkkinen konnte seinen Erfolg vom vorherigen Rennen im italienischen Mugello nicht wiederholen. Der ehemalige Formel-1-Weltmeister lieferte sich heiße Duelle mit Ekström, den er allerdings in der 33. Runde ziehen lassen musste. Häkkinen beendete das Rennen als Siebter.

Hinter dem Publikumsliebling sicherte sich Markenkollege Alexandros Mar-garitis (GR) mit Platz acht noch einen Punkt für die Gesamtwertung. Der Sieger von 2005, Gary Paffett (GB), und Mike Rockenfeller (D) folgten als Neunter und Zehnter.

Das Rennen an der Nordseeküste lieferte über 38 Runden und insgesamt 163,666 Kilometer spannende, DTM-typische Zweikämpfe sowie taktische Finessen. Der kommende, achte DTM-Lauf des Jahres findet vom 31. August bis zum 2. September auf dem Nürburgring in der Eifel statt.

Martin Tomczyk (Sieger, Audi Sport Team Abt Sportsline):
„Super Auto, tolle Strategie und ein gutes Teamwork – das war heute der Schlüssel zum Sieg. Vielen Dank an Alexandre Prémat, der mich zum Schluss vorbeigelassen hat, damit ich wichtige Punkte im Titelkampf sam-meln kann.”

Alexandre Prémat (2. Platz, Audi Sport Team Phoenix):
„Es war ein sehr hartes Rennen. Die Strategie war heute der entscheidende Faktor. Ich habe selber entschieden, Martin gewinnen zu lassen, da er die Punkte nötiger hat und ich selber keine Chance auf den Titel habe. Das war klassisches Teamwork.“

Mattias Ekström (3. Platz, Audi Sport Team Abt Sportsline): „Ich hatte heute ein sehr gutes Rennen mit einem konstant guten Auto. Es hat richtig Spaß gemacht. Mit Mika Häkkinen und Bruno Spengler kam es zu tollen Duellen, die ich für mich entschieden habe.”

Bruno Spengler (5. Platz DaimlerChrysler Bank AMG Mercedes):
„Sehr schnelle Boxenstopps und eine gute Strategie haben mich im Rennen bis auf den dritten Platz gebracht. Ich wurde am Ende der Boxengasse von Christian Abt in Richtung Boxenmauer gedrückt, das war eine gefährliche Situation für den Streckenposten dort. Später im Rennen ist mir dann Timo Scheider ein paar Mal ins Auto gefahren und hat mir hinten links die Aero-dynamik kaputt gemacht. Er hat mich einfach so lange angeschoben, bis er mich überholen konnte. Generell war dieses Rennen in meinen Augen nicht fair. Dass wir jetzt am Nürburgring zehn Kilogramm leichter sein werden, hilft uns natürlich. Wir werden sehen, wie es am Ende werden es in der Meister-schaft aussieht.“

Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich:
„Es war wieder ein beeindruckendes Rennwochenende in Zandvoort. Trotz des nicht so guten Wetters, sind sehr viele Zuschauer gekommen. Wir ha-ben gestern im Qualifying eine sehr gute Teamleistung gezeigt und konnten dies heute im Rennen wiederholen. Es war ein hartes und spannendes Ren-nen mit einem am Ende sehr guten Ergebnis für uns. Zur Teamleistung hat auch gehört, dass Alexandre Prémat und Timo Scheider selbst entschieden haben, Martin Tomczyk und Mattias Ekström vorbeizulassen. Das war keine Entscheidung von uns. Auch wenn der Nürburgring nicht gerade eine Audi-Strecke ist, freue ich mich jetzt auf das nächste Rennen in Deutschland, denn auch schon Hockenheim war eigentlich keine Audi-Strecke, und dort haben wir das Auftaktrennen gewonnen.”

Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug:
„Es ist sicher keine Überraschung, dass ich einen ganz anderen Eindruck von diesem Rennen habe als Dr. Ullrich. Bruno Spengler war auf einem guten Weg zum zweiten Podestplatz. Aber erst fuhr ihm in der Boxengasse Christian Abt ins Auto und später im Rennen Timo Scheider. Ich bin mit har-ten Rennen absolut einverstanden. Aber das, was wir hier auf der Strecke gesehen haben, war sicherlich nicht das, was wir von Mercedes-Benz uns wünschen. Dieses Verhalten war nicht richtig, und eigentlich möchten wir nicht gezwungen werden, uns auf die gleiche Art und Weise zu revanchieren. Natürlich gewinnen wir gerne, sind aber gleichzeitig auch gute Verlierer. Man hat ja gesehen, wie ein nicht gerade kleiner Teil der Zuschauer bei der Sie-gerehrung reagiert hat. Meine Aussage zum Rennen ist, dass das zu viel des Guten war und somit nicht in Ordnung. Mit unseren Rundenzeiten im Rennen bin ich zufrieden, die waren absolut konkurrenzfähig, auch unser Speed war gut.”

 
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