Paul Di Resta fährt in Hockenheim zum dritten
Saisonsieg
und zur Führung
Hochspannung
beim DTM-Titelkampf auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg.
Der Mercedes-Benz-Pilot Paul Di Resta präsentierte sich erneut
in Top-Form und konnte den dritten Rennsieg in Folge verbuchen.
Damit verdrängt der Schotte den bisher Führenden, Markenkollege
Bruno Spengler, von Platz eins der Gesamtwertung. Der Kanadier
schied in Runde 23 mit Problemen am linken Hinterrad frühzeitig
aus.
„Es war ein überraschender Sieg heute. Der Start war nicht
optimal, aber das Auto war unschlagbar und die Geschwindigkeit
einfach unglaublich. Zum Glück konnte ich Timo Scheider noch
überholen. Vor ihm zu landen, war natürlich besonders wichtig.
Wir hoffen, dass wir nun oben bleiben können. Zwischen Bruno
und mir ist das eine enge Kiste. Ich fühle mich aber voller
Selbstvertrauen und werde mein Bestes geben“, sagte Di Resta
nach seinem insgesamt sechsten Erfolg in der DTM.
Hinter Di Resta freuten sich zwei Audi-Piloten über die Plätze
zwei und drei. Timo Scheider startete von der Pole-Position,
führte das Rennen lange an und musste sich am Ende nur dem
neuen Gesamtführenden Di Resta geschlagen geben. „Platz zwei
ist für das Deutschland-Finale okay. Natürlich hatte ich mir
das anders gewünscht. Aber im Motorsport kann man sich nichts
wün-schen, da zählt einfach nur Leistung. Für nächstes Jahr
müssen wir die Per-formance aus den letzten Rennen mitnehmen“,
erklärte der DTM-Champion von 2009.
Mike Rockenfeller präsentierte sich ebenfalls in guter Form
und schaffte es als bester Pilot eines Fahrzeugs des Jahrgangs
2008 noch als Dritter auf das Siegerpodest. Der Brite Gary
Paffett (Mercedes-Benz), der ebenfalls noch im Titelkampf
mitmischt, beendete das Deutschland-Finale der DTM als Vierter.
In der Gesamtwertung führt nun Di Resta mit 63 Punkten vor
Spengler (60) und Paffett (49). Fest steht jedoch: Nach dem
frühen Aus von Audi-Pilot Mattias Ekström, wird erstmals nach
drei Jahren wieder ein Pilot in einer AMG Mercedes C-Klasse
neuer DTM-Champion sein. In 24 Jahren wird nun Mercedes-Benz
zum insgesamt neunten Mal den DTM-Titelträger stellen. Das
zehnte DTM-Rennwochenende des Jahres findet vom 29. bis 31.
Oktober im italienischen Adria statt.
Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug:
„Dieser Erfolg tut sehr gut. Wir hatten eine perfekte Strategie
und sahen ein sehr spannendes Rennen. Jetzt wissen wir, dass
wir den Titel holen werden. Ich denke aber, es wird sich erst
in Shanghai rausstellen, wer neuer DTM-Champion wird. Ein
bisschen feiern wir aber schon heute.“
Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich:
„Nachdem Eki ausschied, war uns klar, dass wir in der Meisterschaft
nicht mehr angreifen können. Wir hatten noch die Hoffnung,
das Rennen zu ge-winnen. Zu Beginn der Saison hatten wir eine
gute Performance, haben aber viele Punkte verschenkt. In der
Mitte der Saison hatten wir ein Loch, wo die Performance nicht
gepasst hat. Jetzt sind wir wieder an die richtige Per-formance
herangekommen.“
Das Rennen im Detail
Zuschauer am Rennwochenende: 140.000
Lufttemperatur: 10,5 °C
Asphalttemperatur: 9,5 °C
14:00 Uhr
Start in die Einführungsrunde. Die Boxengasse ist zwischen
der 12. und 35.
Runde für die beiden Pflichtstopps geöffnet. Start Scheider
gewinnt das
Startduell gegen Rockenfeller. Paffett bleibt Dritter.
1. Runde
Kollision in der neuen 'Kurzanbindung': Zahlreiche Fahrzeuge
kollidieren und
rutschen ins Kiesbett. Das Safety-Car neutralisiert das Feld.
Involviert sind
Schumacher, Coulthard, Molina, Legge und Winkelhock. Spengler
manövriert
sein Auto ohne Kollision durch das Gewühl. Ekström und Coulthard
kommen
an die Box - für den Schotten ist das Rennen vorbei.
2. Runde
Ekström kommt erneut an die Box.
3. Runde
Reihenfolge: Scheider, Rockenfeller, Paffett, Di Resta, Prémat,
Green,
Tomczyk, Jarvis, Stoddart und Spengler.
5. Runde
In der nächsten Runde kommt das Safety-Car rein und gibt das
Rennen
wieder frei.
6. Runde
Spengler überholt Stoddart nach dem Restart und ist jetzt
Neunter.
7. Runde
Ekström mit einen Problem am hinteren rechten Rad und kommt
an die Box.
Das Aus für den Schweden.
8. Runde
Rockenfeller muss seinen zweiten Platz gegen Paffett verteidigen.
Scheider
kann sich leicht absetzen, führt mit 2,3 Sekunden vor Rockenfeller.
9. Runde
Verwarnung für Maro Engel wegen Verlassen der Strecke.
11. Runde
Die Rennleitung verwarnt Oliver Jarvis wegen Verlassen der
Strecke.
12. Runde
Die Boxengasse ist für die beiden Pflichtstopps geöffnet.
Gary Paffett kommt
als Erster an die Box. Auch Prémat, Green und Jarvis kommen
herein. Green
und Prémat berühren sich in der Boxengasse. Die Kollision
wird untersucht.
13. Runde
Rockenfeller und Spengler kommen zum ersten Pflichtstopp an
die Box.
14. Runde
Rockenfeller kommt vor Paffett zurück auf die Strecke. Prémat
kommt in der
Sachs-Kurve nach einem Problem vorne rechts von der Strecke
ab. Boxen-
stopp von Tomczyk. Auch Engel kommt zum Stopp. Prémat beendet
das
Rennen in der Box vorzeitig.
16. Runde
Scheider und Stoddart kommen zum Boxenstopp.
18. Runde
Boxenstopp von Engel.
19. Runde
Durchfahrtsstrafe gegen Jamie Green wegen der Kollision mit
Prémat. Der
Kanadier biegt am Ende der Runde in die Boxengasse ein.
20. Runde
Spengler hat Probleme hinten links und kommt zu einem Reifenwechsel
an
die Box.
21. Runde
Spengler beklagt über den Boxenfunk Vibrationen hinten links.
Er setzt das
Rennen aber fort.
23. Runde
Spengler kommt erneut an die Box - und gibt auf.
25. Runde
Zweiter Boxenstopp von Gary Paffett.
26. Runde
Di Resta und Rockenfeller an die Box.
27. Runde
Boxenstopp von Stoddart.
28. Runde
Zweiter Pflichtboxenstopp von Timo Scheider.
30. Runde
Jarvis und Tomczyk kommen zum Boxenstopp. Tomczyk überholt
Jarvis in
der Boxengasse.
33. Runde
Di Resta, der noch seinen zweiten Pflichtstopp absolvieren
muss, hat mit
18,5 Sekunden Vorsprung vor Scheider.
34. Runde
Di Resta kommt zum letzten Pflichtboxenstopp herein. Auch
Green kommt
an die Box.
35. Runde
Di Resta kommt knapp vor Scheider zurück auf die Strecke und
übernimmt
die Führung vor dem Audi-Piloten.
36. Runde
Reihenfolge nach den beiden Boxenstopps: Paul Di Resta führt
das Rennen
in Hockenheim mit 1,2 Sekunden Vorsprung vor Timo Scheider
an. Dahinter
belegen Rockenfeller, Paffett, Tomczyk, Jarvis, Stoddart und
Green die
weiteren Punkteränge. Maro Engel ist Neunter.
39. Runde
Tomczyk attackiert Paffett und Jarvis Tomczyk.
40. Runde
Di Resta baut seine Führung kontinuierlich aus: Der Schotte
hat nach 40
Runden 8,2 Sekunden Vorsprung vor Scheider auf Platz zwei.
Rockenfeller
liegt 4,7 Sekunden hinter seinem Markenkollegen Scheider auf
dem dritten
Platz.
Ziel
Paul Di Resta gewinnt das DTM-Deutschland-Finale vor Timo
Scheider und
Mike Rockenfeller. Die Punkteränge komplettieren Paffett,
Tomczyk, Jarvis,
Stoddart und Green. Maro Engel wird Neunter.
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