TW-WM
2010 (11 Läufe)
9. Lauf - Hockenheim - 14. - 17. Okotober 2010

Hockenheim
15. - 17.10.2010

Rennen

1. Di Resta 1:07.27,578

2. Scheider 10,532
3. Rockenfeller 14,702
4. Paffett 19,541
5. Tomczyk 20,006
6. Jarvis 20,337
7. Stoddart 20,946
8. Green 21,276
9. Engel 1 Rde.
DTM-Stand 2010 nach 9 von 11 Läufen
1
Di Resta
63
2
Spengler
60
3
Paffett
49
4
Scheider
37
5
Ekström
34
6
Green
29
7
Rockenfeller

22

8
Jarvis

14

9
Prémat

12

10
Tomczyk

12

11
Molina

11

12
Stoddart

4

13
Schumacher

3

14
Engel

1

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Paul Di Resta fährt in Hockenheim zum dritten Saisonsieg
und zur Führung

Hochspannung beim DTM-Titelkampf auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg. Der Mercedes-Benz-Pilot Paul Di Resta präsentierte sich erneut in Top-Form und konnte den dritten Rennsieg in Folge verbuchen. Damit verdrängt der Schotte den bisher Führenden, Markenkollege Bruno Spengler, von Platz eins der Gesamtwertung. Der Kanadier schied in Runde 23 mit Problemen am linken Hinterrad frühzeitig aus.

„Es war ein überraschender Sieg heute. Der Start war nicht optimal, aber das Auto war unschlagbar und die Geschwindigkeit einfach unglaublich. Zum Glück konnte ich Timo Scheider noch überholen. Vor ihm zu landen, war natürlich besonders wichtig. Wir hoffen, dass wir nun oben bleiben können. Zwischen Bruno und mir ist das eine enge Kiste. Ich fühle mich aber voller Selbstvertrauen und werde mein Bestes geben“, sagte Di Resta nach seinem insgesamt sechsten Erfolg in der DTM.

Hinter Di Resta freuten sich zwei Audi-Piloten über die Plätze zwei und drei. Timo Scheider startete von der Pole-Position, führte das Rennen lange an und musste sich am Ende nur dem neuen Gesamtführenden Di Resta geschlagen geben. „Platz zwei ist für das Deutschland-Finale okay. Natürlich hatte ich mir das anders gewünscht. Aber im Motorsport kann man sich nichts wün-schen, da zählt einfach nur Leistung. Für nächstes Jahr müssen wir die Per-formance aus den letzten Rennen mitnehmen“, erklärte der DTM-Champion von 2009.

Mike Rockenfeller präsentierte sich ebenfalls in guter Form und schaffte es als bester Pilot eines Fahrzeugs des Jahrgangs 2008 noch als Dritter auf das Siegerpodest. Der Brite Gary Paffett (Mercedes-Benz), der ebenfalls noch im Titelkampf mitmischt, beendete das Deutschland-Finale der DTM als Vierter.

In der Gesamtwertung führt nun Di Resta mit 63 Punkten vor Spengler (60) und Paffett (49). Fest steht jedoch: Nach dem frühen Aus von Audi-Pilot Mattias Ekström, wird erstmals nach drei Jahren wieder ein Pilot in einer AMG Mercedes C-Klasse neuer DTM-Champion sein. In 24 Jahren wird nun Mercedes-Benz zum insgesamt neunten Mal den DTM-Titelträger stellen. Das zehnte DTM-Rennwochenende des Jahres findet vom 29. bis 31. Oktober im italienischen Adria statt.

Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug:
„Dieser Erfolg tut sehr gut. Wir hatten eine perfekte Strategie und sahen ein sehr spannendes Rennen. Jetzt wissen wir, dass wir den Titel holen werden. Ich denke aber, es wird sich erst in Shanghai rausstellen, wer neuer DTM-Champion wird. Ein bisschen feiern wir aber schon heute.“

Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich:
„Nachdem Eki ausschied, war uns klar, dass wir in der Meisterschaft nicht mehr angreifen können. Wir hatten noch die Hoffnung, das Rennen zu ge-winnen. Zu Beginn der Saison hatten wir eine gute Performance, haben aber viele Punkte verschenkt. In der Mitte der Saison hatten wir ein Loch, wo die Performance nicht gepasst hat. Jetzt sind wir wieder an die richtige Per-formance herangekommen.“

Das Rennen im Detail
Zuschauer am Rennwochenende: 140.000
Lufttemperatur: 10,5 °C
Asphalttemperatur: 9,5 °C

14:00 Uhr
Start in die Einführungsrunde. Die Boxengasse ist zwischen der 12. und 35.
Runde für die beiden Pflichtstopps geöffnet. Start Scheider gewinnt das
Startduell gegen Rockenfeller. Paffett bleibt Dritter.
1. Runde
Kollision in der neuen 'Kurzanbindung': Zahlreiche Fahrzeuge kollidieren und
rutschen ins Kiesbett. Das Safety-Car neutralisiert das Feld. Involviert sind
Schumacher, Coulthard, Molina, Legge und Winkelhock. Spengler manövriert
sein Auto ohne Kollision durch das Gewühl. Ekström und Coulthard kommen
an die Box - für den Schotten ist das Rennen vorbei.
2. Runde
Ekström kommt erneut an die Box.
3. Runde
Reihenfolge: Scheider, Rockenfeller, Paffett, Di Resta, Prémat, Green,
Tomczyk, Jarvis, Stoddart und Spengler.
5. Runde
In der nächsten Runde kommt das Safety-Car rein und gibt das Rennen
wieder frei.
6. Runde
Spengler überholt Stoddart nach dem Restart und ist jetzt Neunter.
7. Runde
Ekström mit einen Problem am hinteren rechten Rad und kommt an die Box.
Das Aus für den Schweden.
8. Runde
Rockenfeller muss seinen zweiten Platz gegen Paffett verteidigen. Scheider
kann sich leicht absetzen, führt mit 2,3 Sekunden vor Rockenfeller.
9. Runde
Verwarnung für Maro Engel wegen Verlassen der Strecke.
11. Runde
Die Rennleitung verwarnt Oliver Jarvis wegen Verlassen der Strecke.
12. Runde
Die Boxengasse ist für die beiden Pflichtstopps geöffnet. Gary Paffett kommt
als Erster an die Box. Auch Prémat, Green und Jarvis kommen herein. Green
und Prémat berühren sich in der Boxengasse. Die Kollision wird untersucht.
13. Runde
Rockenfeller und Spengler kommen zum ersten Pflichtstopp an die Box.
14. Runde
Rockenfeller kommt vor Paffett zurück auf die Strecke. Prémat kommt in der
Sachs-Kurve nach einem Problem vorne rechts von der Strecke ab. Boxen-
stopp von Tomczyk. Auch Engel kommt zum Stopp. Prémat beendet das
Rennen in der Box vorzeitig.
16. Runde
Scheider und Stoddart kommen zum Boxenstopp.
18. Runde
Boxenstopp von Engel.
19. Runde
Durchfahrtsstrafe gegen Jamie Green wegen der Kollision mit Prémat. Der
Kanadier biegt am Ende der Runde in die Boxengasse ein.
20. Runde
Spengler hat Probleme hinten links und kommt zu einem Reifenwechsel an
die Box.
21. Runde
Spengler beklagt über den Boxenfunk Vibrationen hinten links. Er setzt das
Rennen aber fort.
23. Runde
Spengler kommt erneut an die Box - und gibt auf.
25. Runde
Zweiter Boxenstopp von Gary Paffett.
26. Runde
Di Resta und Rockenfeller an die Box.
27. Runde
Boxenstopp von Stoddart.
28. Runde
Zweiter Pflichtboxenstopp von Timo Scheider.
30. Runde
Jarvis und Tomczyk kommen zum Boxenstopp. Tomczyk überholt Jarvis in
der Boxengasse.
33. Runde
Di Resta, der noch seinen zweiten Pflichtstopp absolvieren muss, hat mit
18,5 Sekunden Vorsprung vor Scheider.
34. Runde
Di Resta kommt zum letzten Pflichtboxenstopp herein. Auch Green kommt
an die Box.
35. Runde
Di Resta kommt knapp vor Scheider zurück auf die Strecke und übernimmt
die Führung vor dem Audi-Piloten.
36. Runde
Reihenfolge nach den beiden Boxenstopps: Paul Di Resta führt das Rennen
in Hockenheim mit 1,2 Sekunden Vorsprung vor Timo Scheider an. Dahinter
belegen Rockenfeller, Paffett, Tomczyk, Jarvis, Stoddart und Green die
weiteren Punkteränge. Maro Engel ist Neunter.
39. Runde
Tomczyk attackiert Paffett und Jarvis Tomczyk.
40. Runde
Di Resta baut seine Führung kontinuierlich aus: Der Schotte hat nach 40
Runden 8,2 Sekunden Vorsprung vor Scheider auf Platz zwei. Rockenfeller
liegt 4,7 Sekunden hinter seinem Markenkollegen Scheider auf dem dritten
Platz.
Ziel
Paul Di Resta gewinnt das DTM-Deutschland-Finale vor Timo Scheider und
Mike Rockenfeller. Die Punkteränge komplettieren Paffett, Tomczyk, Jarvis,
Stoddart und Green. Maro Engel wird Neunter.

 
 
 
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