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2011 (10 Läufe)
9. Lauf - Valencia (E) - 30.09. - 02.10.2011

Valencia
30.09. - 02.10..2011

Rennen

1. Ekström 1:10.45,452

2. Albuqueque 18,103
3. Tomczyk 33,950
4. Scheider 34,346
5. Molina 39,788
6. Jarvis 40,655
7. Spengler

41,238

8. Paffett 41,791
9.Rockenfeller 44,671
10. Green 45,971
Stand 2011 nach
9 von 10 Läufen
1
Tomczyk
64
2
Spengler
51
3
Ekström
49
4
Scheider
34
5
Rockenfeller
26
6
Green
25
7
Schumacher

21

8
Mortara

21

9
Paffett

21

10
Jarvis

13

11
Albuquerque

8

12
Molina

5

13
Engel

5

14
Vietoris

4

13
Kristensen

2

14
Coulthard

1

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Rennen:

Martin Tomczyk endlich Meister

Die populärste internationale Tourenwagenserie hat einen neuen Champion: Martin Tomczyk (D) sicherte sich im spanischen Valencia mit einem dritten Platz hinter Rennsieger Mattias Ekström (S) und dem zweitplatzierten Portugiesen Filipe Albuquerque (beide Audi) den DTM-Titel 2011. Mit 64 Punkten in der Gesamtwertung liegt Audi-Pilot Tomczyk vor dem letzten Rennen der Saison in Hockenheim uneinholbar vor seinem Konkurrenten Bruno Spengler (Mercedes-Benz, 51 Punkte).

„Das ist einfach unglaublich. Zu Beginn der Saison hat keiner mit mir ge-rechnet und jetzt bin ich Champion“, jubelte der 29 Jahre alte Rosenheimer und über Funk ließ er sein Team wissen: „Der Titel ist für euch.“ Mit einem Audi A4 DTM des Jahrgangs 2008 kürte sich Tomczyk auf dem Circuit de la Comunitat Valenciana Ricardo Tormo zum 12. Champion der „neuen“ DTM.

Tomczyk ging vom zehnten Startplatz ins Rennen und arbeitete sich im neunten DTM-Lauf der Saison kontinuierlich nach vorn. Als er auf Platz drei die Ziellinie überquerte, riss er die Arme hoch, jubelte und vergoss im Auto einige Freudentränen: „Die letzten Runden kamen mir unendlich lang vor. Ich habe mir die karierte Flagge herbeigewünscht, damit mein Traum wahr wer-den konnte.“ Auch seine Verlobte, die Moderatorin Christina Surer, freute sich mit Tomczyks Bruder und Manager Tobias in der Box von Audi Sport Team Phoenix.

Solch eine Freude war seinem Konkurrenten Bruno Spengler in seiner AMG Mercedes C-Klasse nicht vergönnt, denn der Kanadier gewann den Titel nach einem engen Finale 2010 erneut nicht. Mit Platz sieben als bester Mercedes-Benz-Pilot in Valencia musste er seine Titelträume begraben: „Das Cham-pionat haben wir nicht heute verloren, sondern bereits in den Rennen davor zu viele Punkte gelassen. Wir haben hart gekämpft, aber heute war einfach nicht mehr drin.“

Markenkollege Ekström, der in Valencia seinen dritten Saisonsieg einfuhr, gönnt Tomczyk den Titel von Herzen: „Ich kenne Martin seit elf Jahren und er hatte in der Vergangenheit viel Pech. Jetzt freue ich mich sehr für ihn.“ Vor 16.000 Zuschauern am Wochenende gelang es Tomczyk, seine Erfolgsserie fortzusetzen: Als einziger Fahrer konnte er bei neun Rennen in die Punkte fahren, er gewann 2011 drei Rennen (Spielberg, Lausitzring, Brands Hatch) und stand zudem vier Mal auf dem Podium (Zandvoort, Norisring, Oschers-leben, Valencia).

Die Kristall-Trophäe für den Champion erhält Tomczyk beim Saisonfinale in seiner deutschen Heimat. Das zehnte und damit letzte DTM-Rennwochen-ende der Saison 2011 findet vom 21. bis 23. Oktober in Hockenheim statt. Aufgrund eines schwebenden Berufungsverfahrens ist das Ergebnis des neunten Laufes ab Position fünf unter Vorbehalt. Für den DTM-Titel von Tomczyk hat die Berufungsentscheidung allerdings keine Relevanz.

Dr. Martin Mühlmeier, Leiter Technik Audi Sport:
„In den letzten Rennen war eine hohe Anspannung. Wir hatten natürlich gehofft, dass wir heute alles klar machen. Dies ist ein fantastischer Tag für Audi, weil wir mit Martin und natürlich auch mit Mattias, Filipe und all den anderen Fahrern feiern können. Martin war während der ganzen Saison sehr konzentriert und hat am Ende den Titel aus eigener Kraft gewonnen. Ich gratuliere ihm ganz herzlich.“

Norbert Haug, Motorsportchef Mercedes-Benz:
„Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch an Martin und die Audi-Mann-schaft. Am Ende bin ich Sportsmann, man muss auch verlieren können. Ich stelle mich heute hundertprozentig vor mein Team. Alle haben hart gearbeitet. Leider haben wir auf Martin in den letzten Rennen 20 Punkte gelassen. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, grundsätzlich einmal Danke zu sagen an alle, die dafür gesorgt haben, dass die DTM in den letzten Jahren überlebt hat: Audi, Mercedes-Benz, der DMSB und die ITR. Jetzt freue ich mich auf das letzte Rennen in Hockenheim und den Neueinstieg von BMW im nächsten Jahr.“

Das Rennen im Detail
Lufttemperatur: 27,7 °C
Asphalttemperatur: 53,0 °C
Info Zuschauer am Rennwochenende: 16.000
Die Boxengasse ist zwischen der 11. und 34. Runde für die beiden Pflicht-boxenstopps geöffnet. Die Renndistanz beträgt 45 Runden (= 180,225 km).

14:00 Uhr
Start in die Einführungsrunde. Start Ekström kann Platz eins verteidigen,
Albuquerque verteidigt seinen Platz gegen Coulthard. Tomczyk kann Paffett
für Platz acht überholen. Rockenfeller verliert zahlreiche Positionen.
1. Runde
Tomczyk arbeitet sich in Runde eins bis auf Platz sechs nach vorne. Speng-
ler liegt auf Rang zehn hinter Jarvis. 2. Runde Schumacher wird weit hinaus
getragen und Rockenfeller kann die Lücke nutzen, um sich auf Platz 14 zu
verbessern. Reihenfolge: Ekström führt mit 1,7 Sekunden vor Albuquerque,
Coulthard, van der Zande, Scheider, Tomczyk, Molina und Green.
4. Runde
Ekström kann seinen Vorsprung weiter ausbauen und liegt nach vier Runden
2,7 Sekunden vor seinem Markenkollegen Albuquerque. Coulthard liegt 0,5
Sekunden dahinter. 9. Runde Green kann den Abstand zu dem siebt-
platzierten Molina verkürzen.
11. Runde
Die ersten Boxenstopps: Coulthard und Jarvis kommen zum Reifenwechsel
an die Box. Auch Mortara und Stoddart biegen in die Boxenstraße ein.
12. Runde
Van der Zande, Molina, Green, Rockenfeller und Vietoris kommen zum ersten
Boxenstopp herein.
13. Runde
' Tomczyk kommt zum ersten Mal an die Box - 2,2 Sekunden dauert der
Boxenstopp.
14. Runde
Frey an die Box.
16. Runde
Molina setzt sich auf der Start-Ziel-Geraden neben Jarvis und kann den Briten
überholen - jetzt liegt der Spanier, der bereits einen Boxenstopp gemacht hat,
auf Rang elf.
16. Runde
Albuquerque und Spengler an die Box. Der Stopp von Spengler dauert mehr
als 3 Sekunden und der Kanadier verliert einen Platz an Mortara.
17. Runde
Boxenstopp von Paffett.
18. Runde
Erster Boxenstopp von Ekström. Auch Schumacher kommt zu seinem ersten
Pflichtboxenstopp.
19. Runde
Engel an die Box.
20. Runde
Nur Scheider, der auf Platz eins liegt, hat noch keinen Boxenstopp absolviert.
Ekström liegt dahinter vor Albuquerque. Coulthard und van der Zande liegen
vor Tomczyk. Dahinter Molina, Jarvis und Green.
23. Runde
Rockenfeller absolviert als erster Fahrer seinen zweiten Boxenstopp.
24. Runde
Mortara und Spengler kommen an die Box. 25. Runde Spengler kommt
knapp vor Mortara wieder auf die Strecke zurück und macht damit eine
Position gut. Scheider kommt zu seinem ersten Boxenstopp; Tomczyk,
Paffett und Vietoris absolvieren den zweiten Service.
26. Runde
Coulthard, Molina, Stoddart, Green und Frey kommen zum zweiten Stopp an
die Box.
27. Runde
Green, Mortara und Paffett überholen Engel. Van der Zande, Jarvis und
Schumacher an die Box.
28. Runde
Van der Zande und Coulthard sortieren sich nach ihrem Boxenstopp hinter
Tomczyk ein.
29. Runde
Zweiter Boxenstopp von Scheider.
30. Runde
Tomczyk ist nach dem Boxenstopp von Scheider neuer Dritter; Scheider liegt
auf Platz vier. Albuquerque und Engel an die Box. Jetzt muss nur noch
Ekström seinen zweiten Boxenstopp absolvieren.
31. Runde
Paffett überholt Mortara für Platz elf. Letzter Pflichtboxenstopp von Ekström.
32. Runde
Reihenfolge nach den beiden Pflichtboxenstopps: Mattias Ekström führt mit
9,5 Sekunden vor Albuquerque. Tomczyk liegt 9,5 Sekunden hinter dem
Portugiesen auf Platz drei. Dahinter: Scheider, van der Zande, Coulthard,
Molina und Jarvis.
39. Runde
Ekström kann seinen Vorsprung auf 13,9 Sekunden ausbauen; auch die
Lücke zwischen Albuquerque und Tomczyk wird größer: 12,1 Sekunden
Vorsprung hat der Portugiese.
42. Runde
Mortara kommt unplanmäßig an die Box und muss das Rennen mit einem
technischen Defekt vorzeitig beenden.
44. Runde
Letzte Runde.
Ziel
Mattias Ekström gewinnt den neunten Lauf in Valencia vor Albuquerque. Als Dritter steht Tomczyk als neuer Champion fest. Die Punkteränge komplet-
tieren Scheider, Molina, Jarvis, Spengler und Paffett.

 
 
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