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2011 (10 Läufe)
4. Lauf - EuroSpeedway (Lausitz) - 17. - 19. Juni 2011

Lausitz
17. - 19.06.2011

Rennen

1. Tomczyk 1:10.52,902

2. Scheider 5,436
3. Spengker 14,300
4. Paffett 17,604
5. Jarvis 18,633
6. Green 19,397
7. Kristensen 23,259
8.Albuquerque 24,956
9. Vietrois 25,846
10. Engel 26,674
Stand 2011 nach
4 von 10 Läufen
1
Tomczyk
30
2
Spengler
29
3
Scheider
19
4
Rockenfeller
14
5
Schumacher
14
6
Green
13
7
Jarvis

10

8
Ekström

9

9
Paffett

9

10
Mortara

3

11
Engel

3

12
Kristensen

3

13
Albuqueque

1

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Rennen:

Tomczyk siegt auf dem Lausitzring und übernimmt
Gesamtführung

Er ist bisher die Überraschung der DTM-Saison 2011. Martin Tomczyk lässt im Audi A4 DTM des Jahrgangs 2008 erneut die Konkurrenz hinter sich und siegt nach dem Erfolg in Spielberg vor zwei Wochen auch auf dem Lausitz-ring. Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck überreichte dem neuen Gesamtführenden den Siegerpokal.

„Mein Auto war unglaublich schnell. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht, es zu fahren. Endlich haben wir nach sechs sieglosen Jahren den Dämon vom Lausitzring besiegt. Es fühlt sich verdammt gut an, Gesamtführender zu sein“, sagte Tomczyk nach seinem insgesamt sechsten Sieg in der DTM. Der Rosenheimer, der von der vierten Position ins Rennen ging, zeigte eine souveräne und fehlerfreie Leistung.

Tomczyks Markenkollege Timo Scheider, der zweifache DTM-Champion der Jahre 2008 und 2009, machte nach einer strategischen Meisterleistung mit zwei sehr späten Boxenstopps den Doppelsieg für die Ingolstädter perfekt. Scheider war von Platz neun in das Rennen über 52 Runden und 180,856 Kilometer gegangen und kämpfte sich nach vorn. Bester Mercedes-Benz-Pilot in der Lausitz wurde Bruno Spengler.

Der Kanadier startete von der Pole-Position, konnte den Spitzenplatz aber nicht verteidigen und beendete den vierten Saisonlauf als Dritter. „Natürlich hätte ich lieber gewonnen, aber wenn man auf dem Podium steht, ist man nie ganz enttäuscht. Es gibt im Motorsport diese Tage, die nicht einfach sind. Martin und Timo haben einen tollen Job gemacht. Am Norisring kann das aber natürlich schon wieder anders aussehen“, erklärte Spengler. Mit insgesamt 29 Punkten und einem hauchdünnen Rückstand von nur einem Zähler auf Tomczyk hat Spengler nun die Verfolgerrolle im Titelkampf über-nommen.

Der Brite Gary Paffett (Mercedes-Benz) wurde vor Audi-Konkurrent und Landsmann Oliver Jarvis Vierter. Jarvis hatte sich über mehrere Runden ein packendes Duell mit dem Briten Jamie Green geliefert und den Mercedes-Benz-Piloten am Ende als Sechster hinter sich gelassen. Audi-Pilot Tom Kristensen aus Dänemark, der Mike Rockenfeller nach dessen Unfall beim 24-h-Rennen in Le Mans ersetzte, fühlte sich bei seinem Comeback in der DTM sehr wohl und verteidigte seinen siebten Startplatz bis ins Ziel.

Wieder einmal enttäuscht war Mattias Ekström nach dem Rennen. Der Schwede begann das Rennen als Dritter, verlor aber aufgrund von Problemen mit dem Reifendruck und beim Boxenstopp wertvolle Plätze und sah als Elfter die Zielflagge. Ralf Schumacher in der AMG Mercedes C-Klasse ging als 17. ins Rennen und beendete seine Aufholjagd auf der zwölften Position.

Insgesamt 63.000 Fans verfolgten ein hochspannendes DTM-Rennwochen-ende mit tollen Zweikämpfen und zahlreichen Überholmanövern. In der Ge-samtwertung folgen hinter Tomczyk und Spengler mit 19 Punkten Scheider und Rockenfeller mit 14 Zählern. Das fünfte DTM-Rennwochenende des Jahres findet vom 1. bis 3. Juli auf dem Norisring in Nürnberg statt.

Dr. Wolfgang Ullrich, Motorsportchef Audi:
„Wir sind hier am Lausitzring so lange einem Sieg hinterher gefahren. Da tut der Erfolg von Martin Tomczyk schon sehr gut. Das Wochenende war rund. Im Qualifying haben wir schon gemerkt, dass wir den Speed hatten. Die Performance und Strategie von Martin und Timo gingen im Rennen auf. Der Titel ist zwar noch weit weg, aber wir haben gezeigt, dass wir da sind.“

Norbert Haug, Motorsportchef Mercedes-Benz:
„Wir waren im Freien Training und im Qualifying sehr schnell; im Rennen konnten wir die Geschwindigkeit leider nicht mitgehen und die gewohnte Gegenwehr leisten. Aber wir sind noch auf das Podium gefahren. Nur einen Punkt hinter dem Gesamtführenden zu sein, ist definitiv kein Desaster. Es gibt Niederlagen- und es gibt Siegesserien. Wir hatten auf dem Lausitzring fünf Siege hintereinander, das musste irgendwann mal abreißen. Heute war es sicher ein vergleichsweise schlechtes Rennen von uns. Das soll allerdings nicht die Regel werden.“

Das Rennen im Detail
Lufttemperatur: 19,1 °C
Asphalttemperatur: 31,4 °C
Zuschauer am Rennwochenende: 63.000

14:00 Uhr
Start in die Einführungsrunde. Die Boxengasse ist zwischen der 13. und 39.
Runde für die beiden Pflichtboxenstopps geöffnet. Das Rennen geht über die
Distanz von 52 Runden. Das Auto von Susie Stoddart wird kurz vor dem Start
in die Einführungsrunde mit Bremsproblemen in die Boxengasse geschoben.
Susie Stoddart wird nicht am Rennen teilnehmen. Sie ist aus dem Auto
ausgestiegen. Start Bruno Spengler kann die Führung vor Green behaupten
und bleibt auf Platz eins. Tomczyk bleibt Dritter; Paffett kann sich auf vier
verbessern, während Ekström einen Platz verliert.
2. Runde
Jarvis überholt Kristensen für Platz sechs; auch Scheider kann den Dänen überholen.
3. Runde
Tomczyk kann Green beim Anbremsen der ersten Kurve
überholen und ist
jetzt Zweiter. Jarvis überholt seinen Teamkollegen Ekström für Platz fünf.
4. Runde
Ekström verliert eine weitere Position: Diesmal kommt Scheider vorbei.
5. Runde
Spengler führt mit 0,9 Sekunden vor Tomczyk. Green liegt 0,7 Sekunden
hinter Tomczyk und 0,3 Sekunden vor Paffett.
9. Runde
Kristensen überholt Ekström für Platz sieben.
10. Runde
Ekström verliert Platz acht an Molina. Mortara und Engel kollidieren. Mortara
verliert seine Position nach einer weiteren Berührung mit Vietoris.
11. Runde
Coulthard bremst sich in der ersten Kurve innen an Mortara vorbei; auch Schumacher kann die Lücke nutzen und sich um einen Platz verbessern.
Coulthard ist jetzt 13. vor Schumacher und Mortara.
12. Runde
Zwischenstand: Spengler, Tomczyk (+0,5 Sekunden), Green, Paffett, Jarvis,
Scheider Kristensen und Molina auf den Plätzen eins bis acht.
13. Runde
Paffett kommt als erster Fahrer zum Pflichtboxenstopp. Auch Molina, Vietoris
und Frey kommen herein.
14. Runde
Tomczyk macht Druck auf Spengler, liegt nur noch 0,2 Sekunden hinter dem
Führenden. Ekström, Coulthard und Albuquerque an die Box. Bei Ekström
klemmt die Tankkanne, die er nach einem kurzen Stopp verliert und
weiterfahren kann.
15. Runde
Spengler kommt zum ersten Boxenstopp herein.
16. Runde
Green und Van der Zande kommen an die Box.
17. Runde
Paffett kommt vor Green wieder zurück auf die Strecke. Tomczyk kommt
zum ersten Pflichtboxenstopp herein. Auch Engel kommt herein.
18. Runde
Tomczyk kommt nach seinem ersten Stopp vor Spengler und Paffett zurück
auf die Strecke.
19. Runde
In der ersten Runde nach seinem Boxenstopp konnte Tomczyk einen
Vorsprung von 1,3 Sekunden auf Spengler herausfahren.
20. Runde
Kristensen kommt zum Boxenstopp.
21. Runde
Boxenstopp von Jarvis.
22. Runde
Erster Boxenstopp von Schumacher. Damit ist Scheider der einzige Fahrer,
der noch keinen der beiden Pflichtboxenstopps absolviert hat.
24. Runde
Molina kommt zum zweiten Mal an die Box.
25. Runde
Jarvis macht Druck auf Green, der seine Position verteidigen kann. Engel und
Mortara an die Box.
26. Runde
Der Vorsprung von Tomczyk auf Spengler beträgt mittlerweile 4,6 Sekunden.
Albuquerque, Vietoris und Ekström an die Box.
27. Runde
Jarvis versucht es am Ende der Start-Ziel-Geraden erneut, Green zu
überholen. Boxenstopp von Van der Zande.
28. Runde
Coulthard an die Box.
29. Runde
Zweiter Boxenstopp von Jarvis. Auch Frey kommt zum zweiten Reifen-
wechsel herein.
30. Runde
Erster Boxenstopp von Scheider; Paffett kommt zum zweiten Stopp herein.
31. Runde
Scheider kommt hinter Spengler und vor Green zurück auf die Strecke.
Molina lässt Jarvis genug Platz zum Überholen. Boxenstopp von Kristensen.
32. Runde
Zweiter Boxenstopp von Spengler.
33. Runde
Schumacher an die Box.
34. Runde
Zweiter Boxenstopp von Tomczyk.
35. Runde Letzter Pflichtboxenstopp von Green. Mortara kommt zum dritten
Mal an die Box und gibt auf. Nur Scheider muss noch seinen zweiten Stopp
machen. Strafe gegen Ekström: Wegen Verlassen des Boxenstoppplatzes
mit Tankkanne muss der Schwede 2.000 Euro Strafe zahlen.
38. Runde
Letzter Boxenstopp von Scheider.
39. Runde
Scheider kommt vor Spengler zurück auf die Strecke und übernimmt damit
Platz zwei hinter Tomczyk.
40. Runde
Zwischenstand nach den Pflichtboxenstopps: Tomczyk führt das Rennen vor
seinem Markenkollegen Scheider mit 6,8 Sekunden Vorsprung an. Spengler
ist Dritter vor Paffett und Jarvis. Molina, Green und Kristensen belegen die
Plätze sechs bis acht.
43. Runde
Molina in langsamer Fahrt unterwegs. Der Spanier beendet das Rennen
vorzeitig. Albuquerque rückt in die Punkteränge auf.
50. Runde
Green schließt auf Jarvis auf und greift seinen Landsmann im Kampf um
Platz fünf an.
Ziel
Martin Tomczyk gewinnt das vierte DTM-Saisonrennen auf dem Lausitzring vor seinem Markenkollegen Timo Scheider. Bruno Spengler kommt auf Platz
drei ins Ziel.

 
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