9. Lauf DTM Circuit Park Zandvoort/NL, 19. – 21. September 2003
Keine Atempause
DTM-Schlussspurt spannend wie nie zuvor
Im Renntempo absolviert
die DTM den spannendsten Schlussspurt seit ihrem Comeback vor vier Jahren. Nur
neun Punkte trennen die drei Ersten vor dem neunten und vorletzten Lauf der DTM
auf dem Circuit Park Zandvoort/NL. Tabellenführer Bernd Schneider hat im
AMG-Mercedes CLK nur drei Punkte Vorsprung auf seinen Teamkollegen, den Niederländer
Christijan Albers und neun Punkte auf Marcel Fässler (Mercedes-Benz) aus
der Schweiz.
Nur mehr theoretische Chancen auf die Titelverteidigung besitzt Champion Laurent
Aiello im Abt-Audi TT-R mit 20 Punkten Rückstand – aber sehr gute Aussichten
auf das Rennen selbst: Auf dem 4,3 Kilometer langen Traditionskurs holte Abt-Kollege
Mattias Ekström im vergangenen Jahr souverän seinen ersten Sieg und
Aiello vorzeitig die Meisterschaft. Und auch dem Opel Astra V8 Coupé hatte
der Kurs in den Dünen gelegen: Zwei Opel-Piloten kamen 2002 unter die ersten
Fünf. Das Rennen über 36 Runden und 154,800 Kilometer wird vom ZDF live
ab 13.45 Uhr übertragen, Rennstart ist um 14 Uhr. Es sind bereits 32.200
Tickets im Vorverkauf abgesetzt worden – gut 7.000 mehr als im Vorjahr.
Champion Aiello
(Abt-Audi):
„Wir müssen die beiden letzten Rennen gewinnen“
„Das Rennen wird für mich und das Team immer etwas ganz Besonderes
sein“, sagt Laurent Aiello von Abt Sportsline, „denn es war alles
so emotional im vergangenen Jahr, meine Aufholjagd, der Jubel mit meinen Teamkollegen
auf dem Autodach, unsere spontane Titelfeier. Was mir noch fehlt, ist nur ein
Sieg in Zandvoort. Mein Ziel ist ein Platz unter den Top drei in der Meisterschaft.
Und der Weg dahin ist klar: Abt Sportsline muss die letzten beiden Rennen gewinnen.“
Vorjahressieger Mattias Ekström freut sich: „Der Kurs ist immer wieder
eine Herausforderung, weil die Strecke sehr rutschig ist. Ich mag das gerne, weil
man dann ein wenig mit dem Auto spielen kann. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen,
dass es bis zum nächsten Sieg nicht so lange dauert. Also wird es spätestens
am kommenden Wochenende Zeit dafür.“ Teamchef Hans-Jürgen Abt
teilt die Zuversicht seiner beiden Spitzenpiloten: „Das Layout der Strecke
sollte unserem Abt-Audi ähnlich gut liegen wie das des Nürburgrings
– und da hat Laurent schließlich gewonnen.“
Bernd Schneider
(Mercedes):
„Zandvoort ist eine der schönsten Strecken“
„Zandvoort
ist eine der schönsten Strecken“, sagt Tabellenführer Bernd Schneider.
„Christijan wird als Holländer viel Unterstützung haben, aber
auch viel Druck. Ich hoffe, dass ich auch nach diesem Rennen noch Tabellenführer
bin – dann ist in Hockenheim alles offen.“
Christijan Albers sagt: „Für mich ist nur wichtig, bei jedem Rennen
das beste Resultat zu holen. In meinem ersten Jahr im Werksteam muss ich ja nicht
gleich Meister werden.“ Der 24-Jährige hofft „auf große
Unterstützung durch meine Landsleute“ und glaubt: „Das ist was
ganz Spezielles, wenn die Fans hinter einem stehen.“
Mercedes-Sportchef Norbert Haug: „Die Titelentscheidung in der DTM bleibt
zwei Rennen vor Schluss weiter offen und so spannend wie in der Formel 1. Die
Chance, dass Bernd Schneider in Zandvoort Meister wird ist gegeben, Christijan
Albers mit drei und Marcel Fässler mit neun Punkten Rückstand werden
indes alles dransetzen, dass Bernd mit weniger als zehn Punkten Vorsprung ins
Finale am 5. Oktober nach Hockenheim geht.“
Opel-Pilot Alain
Menu:
„Zandvoort ist eine tolle Fahrer- und Mutstrecke“
Ebenfalls hoch
motiviert: Alain Menu im Opel Astra V8 Coupé. Der Schweizer war zuletzt
am A1-Ring vom Ende des Starterfeldes – wohin er wegen eines Unfalls anderer
Fahrer geraten war – auf Platz sieben vorgefahren. „Ich mag Zandvoort
wahnsinnig gerne, es ist eine tolle Fahrer- und Mutstrecke mit schnellen Kurven,
die einen richtig fordern und unglaublich Spaß machen“, so der zweimalige
Britische Tourenwagen-Meister. „Außerdem glaube ich, dass wir mit
unserem Astra Coupé für die Charakteristik des Kurses ganz gut sortiert
sind.“
Markenkollege Peter Dumbreck weiß: „Zandvoort ist immer ein bisschen
ein Pokerspiel, weil die Streckenbedingungen extrem unkonstant sind – dadurch,
dass der Wind immer wieder Sand von den Dünen auf die Strecke weht.“
Dumbreck gefällt auch „das Flair, das diese Strecke hat, mit den Zuschauern
auf den Naturtribünen inmitten der Dünen.“
Etwas besonderes ist die Strecke auch für Jeroen Bleekemolen. Der Nieder-länder
ist nur einen Steinwurf von Zandvoort entfernt geboren und aufgewachsen. „Mein
Ziel ist es, zum zweiten Mal in diesem Jahr den Sprung in die Super-Pole zu schaffen“,
so der 21-Jährige, „und dann im Rennen in die Punkteränge zu fahren.“
Bleekemolen freut sich, „dass die DTM in Holland immer beliebter wird. Jetzt
sprechen mich sogar Menschen auf die DTM an, die gar keine Motorsportfans sind.“
Die Popularität der DTM steigt eben stetig – siehe Vorverkaufszahlen.
DTM-Zeitplan
Freitag, 19. September:
09.00 bis 09.15 Uhr: Rollout
11.05 bis 12.35 Uhr: Test 1
14.10 bis 15.40 Uhr: Test 2
Samstag, 20.
September:
09.50 bis 10.50 Uhr: Freies Training
13.00 bis 14.00 Uhr: Qualifying
(Zeittraining/Super-Pole)
Sonntag, 21.
September:
09.15 bis 09.45 Uhr: Warm
up
14.00 Uhr: Start Rennen (36
Runden = 154,800 km)
DTM im Fernsehen
Samstag, 20. September:
13.00 bis 14.00 Uhr: HR/WDR
Qualifying live
16.00 bis 17.00 Uhr: SWR Sport
Südwest / BR Sport aktuell
Sonntag, 21.
September:
13.45 bis 15.15 Uhr: ZDF Rennen live
13.45 bis 15.15 Uhr: Motors TV (F) / SBS 6 (NL) / Galaxie TV (CZ)
TV Sport Rumania (RO) Rennen live
17.50 bis 19.00 Uhr: Canal+
(E)
19.00 bis 20.15 Uhr: SVT terrestrial
(S) / Sport 24 digital (S)
20.15 Uhr: DSF Highlights
21.00 bis 22.30 Uhr: Wiederholung
Motors TV (F)
23.55 Uhr: AB moteurs (F)
Montag, 22.
September:
16.55 bis 17.00 Uhr: AB moteurs (F)
20.15 Uhr: n-tv Motor &
Sport (Wiederholung am 27. September, 22.15 Uhr)
Dienstag, 23.
September:
22.00 bis 22.30 Uhr: Wiederholung Motors TV (F)
22.45 bis 23.45 Uhr: DSF Motodrom
Sonntag, 28.
September:
11.30 Uhr: Premiere DTM Magazin
Weitere Informationen
www.dtm.de.