10. Lauf DTM Hockenheimring Baden-Württemberg, 3.-5. Oktober 2003
Titelentscheidung bei Herzschlagfinale
–
und viele Sieganwärter
Die Zutaten zum
Finale der DTM-Saison 2003 auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg von 3.
bis 5. Oktober sind ein Garantieschein in Sachen Span-nung. Erstens, weil die
Entscheidung um die Meisterkrone erst dort fällt – erstmals in der
vierjährigen Geschichte der neuen DTM. Zweitens, weil die beiden Rivalen
um den Titel, Bernd Schneider und Christijan Albers (beide AMG-Mercedes CLK) gerade
ein Punkt trennt. Und drittens, weil auch eine illustre Schar weiterer Spitzenpiloten
Siege anpeilt. Timo Scheider etwa, der im Opel Astra V8 Coupé zuletzt in
Zandvoort den ersten Rennsieg unverschuldet knapp verpasste. Oder sein Markenkollege
Peter Dumbreck, der fleißig Punkte sammelte und am Lausitzring bereits als
Zweiter auf dem Podium stand.
Natürlich
ist auch das Ziel von Laurent Aiello, sich im Abt-Audi TT-R mit einem Sieg aus
seinem Meisterjahr zu verabschieden. Ambitionen auf Platz eins hat auch Aiello-Teamkollege
Mattias Ekström, der in den Niederlanden mit einer sensationellen Aufholjagd
erneut zeigte, was in ihm steckt. Die Zutaten stimmen also für das Finalrennen
über 37 Runden und 169,238 Kilometer auf dem 4,574 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs.
Und das spüren auch die Fans: 45.000 Tickets sind bereits im Vorverkauf abgesetzt
worden – Rekord. Renn-start ist am Sonntag um 14 Uhr, die ARD überträgt
ab 13.45 Uhr bis 15.55 Uhr, 40 Minuten mehr als sonst.
Schneider oder
Albers: Generationenwechsel in der DTM?
Die Rivalen um
den Titel könnten unterschiedlicher kaum sein: Tabellenführer Bernd
Schneider ist mit 39 Jahren der erfolgreichste DTM-Fahrer aller Zeiten, der 24
Jahre junge Niederländer Christijan Albers war erst zu Saisonbeginn ins Mercedes-Werksteam
HWA aufgerückt. An Saisonsiegen steht es dabei 4:2 für den Newcomer,
der zuvor im CLK des Vorjahres auf sich aufmerksam machte. Kaum im A-Kader der
Stuttgarter Autobauer, überraschte Albers im zweiten Saisonrennen auf dem
Adria Raceway mit seinem ersten Sieg. Sein Credo fürs Finale: „Bernd
wird sehr stark sein. Aber ich werde alles geben – wie in jedem Rennen.“
Optimistisch gibt
sich der dreimalige DTM-Champion Bernd Schneider: „Hockenheim ist mein Heimrennen.
Ich mag den Kurs sehr, kenne jede Ecke aus dem Effeff und habe dort viele Erfolge
gefeiert. Ich bin überzeugt, dass wir eines der dramatischsten Rennen sehen
werden, die es in der DTM dieses Jahr gab.“ Mercedes-Benz-Sportchef Norbert
Haug: „Bei einem Punkt Abstand zwischen Bernd Schneider und Christijan Albers
ist der Titelkampf beim Finale in Hockenheim völlig offen und wir alle freuen
uns auf ein großes Rennen vor vollem Haus. Alleine rund 12.000 Mercedes-Benz
Mitarbeiter werden Bernd und Christijan vor Ort die Daumen drücken. Wer von
den beiden nach dieser Saison die Meisterschaft gewinnt, hat sich den Titel wirklich
verdient. Unsere Rivalen Audi und Opel werden in Hockenheim stark sein und es
wäre schön, wenn wir diese erfolgreiche Saison für Mercedes-Benz
mit einem Sieg abschließen könnten."
Opel-Youngster
Timo Scheider: „Wir kämpfen bis zur letzten Runde“
Die größte
Rechnung hat derzeit Opel-Pilot Timo Scheider offen, der tragische Held des neunten
Laufs der DTM in den Niederlanden. Der 24-Jährige hatte dort im Opel Astra
V8 Coupé zunächst die Pole Position geholt und diese mit einem Blitzstart
in die Rennführung verwandelt. Ein missglückter Boxenstopp seines sonst
perfekten Teams verhinderte den ersten DTM-Sieg von Timo Scheider. Doch der Jungstar
tröstet sich
professionell: „Unsere Opel-Mannschaft war insgesamt stark in Zandvoort,
als Marke waren wir die besten. Wir haben gezeigt, dass wir mit unserem Astra
Coupé ein Rennen gewinnen können. Das gibt uns Mut und Energie fürs
Finale. Wir kämpfen bis zur letzten Runde“
Auch Manuel Reuter,
im Opel Calibra V6 ITC-Meister von 1996, verspricht: „Unsere Fans können
sich in Hockenheim auf eine zu 100 Prozent motivierte Opel-Mannschaft freuen.
Ich glaube, wir sind für das Finale ganz gut sortiert.“ Der dienstälteste
Opel-Pilot schätzt: „Der Grand-Prix-Kurs mit seiner gelun-genen Mischung
aus eher langsamen und schnellen Kurven macht Spaß, und er müsste unserem
Auto auch liegen. Außerdem gibt es dort Überholmög-lichkeiten.
Wir würden uns gerne bei unseren Fans mit einem Erfolg für ihre Treue
bedanken.“ Sportchef Volker Strycek bestätigt: „Wir gehen gut
vorbereitet zum Finale und werden alles dafür tun, dort eine genauso starke
Leistung zu bieten wie in Zandvoort. Am schönsten wäre es, wenn wir
dort dann auch den Lohn für unsere Leistung ernten könnten.“
Laurent Aiello
will sich aus seinem Meisterjahr mit einem Sieg verabschieden
Hohe Ziele hat sich auch der amtierende Champion Laurent Aiello mit dem Abt-Audi
TT-R gesteckt: „Ich werde alles dafür geben, um mich mit einem Sieg
aus meinem Meisterjahr zu verabschieden“, kündigt der Franzose an.
2002 mit vier Siegen Meister geworden, gewann Aiello in diesem Jahr bislang nur
auf dem Nürburgring. Konkurrenz erwächst dem überlegenen Fahrer
des vergangenen Jahres allerdings auch aus den eigenen Reihen, von seinem 25-jährigen
Abt-Teamkollegen Mattias Ekström aus Schweden. Der verdrängte nämlich
beim letzten Rennen in Zandvoort mit seinem kämpferisch eroberten Podiumsplatz
den neun Jahre älteren mehrmaligen Tourenwagen-Meister Laurent Aiello vom
vierten Platz in der Meisterschaft.
„Mein Ziel ist klar:
Ich möchte das Finale gewinnen“, sagt Ekström. „Also wird
in Hockenheim knallhart mit Vollgas gekämpft, die anderen sollen sich schon
mal warm anziehen. Für mich spielt es keine so große Rolle, auf welchem
Platz ich am Ende in der Meisterschaft bin, es zählt nur ein Sieg, und letztes
Jahr war ich dort immerhin schon Zweiter.“ Teamkollege Christian Abt freut
sich: „Im Motodrom herrscht immer eine gigantische Atmosphäre, das
spornt einen unheimlich an.“ Und Abt-Teamchef Hans-Jürgen Abt analysiert:
„Mattias hat in Zandvoort gezeigt, dass er ohne den schuldlos vermasselten
Start noch weiter oben auf dem Podium hätte stehen können. Unser Auto
war an der Spitze dabei, das haben auch die Rundenzeiten gezeigt.“ Der Teamchef
aus Kempten im Allgäu gibt sich daher ebenso kämpferisch wie seine Fahrer:
„Jetzt schauen wir nach vorne und werden im Finale wieder angreifen."
DTM-Zeitplan
Freitag, 3. Oktober:
09.00 bis 09.15 Uhr: Rollout
11.05 bis 12.35 Uhr: Test 1
14.10 bis 15.40 Uhr: Test 2
Samstag, 4. Oktober:
09.50 bis 10.50 Uhr: Freies Training
13.00 bis 14.00 Uhr: Qualifying (Zeittraining/Super-Pole)
Sonntag, 5. Oktober:
09.00 bis 09.30 Uhr: Warm up
14.00 Uhr: Start Rennen (37 Runden = 169,238 km)
DTM im Fernsehen
Samstag, 4. Oktober:
13.00 bis 14.00 Uhr: HR/WDR
Qualifying live
16.30 bis 17.30 Uhr: SWR Sport
Südwest
Sonntag, 5. Oktober:
13.45 bis 15.15 Uhr: ARD Rennen live
13.45 bis 15.15 Uhr: Motors
TV (F) / SBS 6 (NL) / Galaxie TV (CZ)
TV Sport Rumania (RO) / Sky Sport
(GB) Rennen live
17.50 bis 19.00 Uhr: Canal+ (E)
19.00 bis 20.15 Uhr: SVT terrestrial (S) / Sport 24 digital (S)
20.15 Uhr: DSF Highlights
21.00 bis 22.30 Uhr: Wiederholung
Motors TV (F)
23.55 Uhr: AB moteurs (F)
Montag, 6. Oktober:
16.55 bis 17.00 Uhr: AB
moteurs (F)
20.15 Uhr: n-tv Motor &
Sport (Wiederholung am 11. Oktober, 22.15 Uhr)
Dienstag, 7. Oktober:
22.00 bis 22.30 Uhr: Wiederholung
Motors TV (F)
22.45 bis 23.45 Uhr: DSF Motodrom
Sonntag, 12. Oktober:
11.30 Uhr: Premiere DTM Magazin
Weitere Informationen
www.dtm.de.