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Coulthard macht mit zweitem Saisonsieg
vor Michael Schumacher WM wieder spannend
Ralf Schumacher und Frentzen im Pech
Spielbeg/Österreich (th) - Der Große Preis von Österreich bleibt
weiter-hin ein weißer Fleck auf der Siegeslandkarte des dreifachen
Welt-meisters Michael Schumacher (Kerpen). Für den Ferrari-Piloten
blieb nach zwei Problemphasen der von seinem brasilianischen Teamkollegen
Rubens Barrichello geschenkte zweite Platz. Mit seinem zweiten Saisonsieg
und seinem Formel 1-Erfolg macht der Schotte David Coulthard die
WM wieder richtig spannend. Der McLaren Mercedes-Fahrer verkürzte
den Vorsprung zum weiterhin mit 42 Punkten führenden Michael Schumacher
nach sechs von 17 Rennen auf nun mehr vier Zähler. In der Konstrukteurswertung
bleibt Ferrari mit 60 Punkten klarer Spitzenreiter vor McLaren Mercedes
(42 Zähler) und dem glücklosen Williams BMW-Team (18 Punkte).
Seinen möglichen 48.
Grand Prix-Triumph verspielte der WM-Spitzen-reiter Michael Schumacher
bereits beim Start. Er konnte seine 37. Pole-Position nicht zur
Führung ummünzen und musste sich hinter den beiden Williams BMW
mit dem Kolumbianer Juan-Pablo Montoya und seinem Bruder Ralf Schumacher
auf der dritten Position einreihen. "Beim Start gab es ein Problem,
das wir noch nicht genau kennen. Ich musste auf manuell umschalten,
erst dann kam ich weg", erklärte Schumacher den verpatzten Start.
Die seit Spanien wieder erlaubte elektronische Starthilfe und Traktionskontrolle
bleibt nicht nur bei Ferrari ein Problem.
Sein Angriff auf den Draufgänger Montoya vereitelte in der 15,.
von 71 Runden womöglich die letzte Chance auf seinen ersten Österreich-Sieg.
Beim Überholen drängte ihn der Führende Montoya nach außen, wo-durch
der WM-Spitzenreiter kurz ins Kiesbett musste und vier Plätze verlor.
Montoya ging richtig in den Kies und reihte sich hinter Schumacher
auf Rang sieben ein. "Ich war da richtig sauer auf Montoya. Er hatte
keine Chance. Er versuchte mich ganz abzudrängen. Das war nicht
die feine englische Art. Er hätte mich fast ganz in den Kies mitgenommen.
Ich werde wohl einige Worte mit ihm reden müssen", nahm Schumacher
hierzu Stellung.
Nach dem Start sah es nach einem tollen weiß-blauen Wochenende in
Österreich aus. Montoya vor Ralf Schumacher (Kerpen). Doch der Imola-Sieger
Ralf Schumacher kam im elften Umlauf kurz von der Strecke und stellte
den Williams BMW an der Box ab. Die weiß-blaue Flagge durfte dann
wegen der Montoya-Aktion in Runde 15 ganz eingerollt werden.
Der Start wurde zu einer äußerst kritischen Phase. Gleich vier Boliden
blieben stehen: Der finnische Vorjahressieger Mika Häkkinen im McLaren
Mercedes, Nick Heidfeld (Mönchengladbach) im Sauber auf Startplatz
sechs und die beiden Jordan mit Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach)
und dem Italiener Jarno Trulli. Saison-Pechvogel Häkkinen musste
gar zwei Runden während der Safety-Car-Phase auf seiner achten Startposition
stehen bleiben und gab nach einer Versuchsrunde auf, ebenso auch
der Trainingselfte Frentzen. Heidfeld nahm mit zwei Runden Rückstand
das Rennen wieder auf und fuhr letztlich auf den neunten Endplatz.
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David
Coulthard, der nach seinen vier zweiten Plätzen erstmals in
Österreich gewann, verzichtete auf dem Sieger-podest auf das
sonst obligato-rische Spritzen mit dem Sieger-Champagner. "Angesichts
des tragischen Todes unseres Teammitglieds Paul Morgan beim
Flugzeugabsturz am Samstag wollte ich das nicht", war seine
Erklärung. Wie schon öfter holte McLaren den Sieg beim Boxenstopp. |
"Unsere Boxenstopp-Taktik
ging bestens auf. Wegen des siebten Startplatzes haben wir reichlich
Benzin eingefüllt, und ich konnte meinen Motor schonen. Dafür konnte
ich kurz vor meinem Boxenstopp noch einmal richtig zulegen", meinte
Coulthard. "Unsere Strategie war richtig. David hat hier ein Meisterstück
abgegeben. David ist sehr stark. Ich denke, wir sollten uns über
seine Position bald Gedanken machen", war der Kommentar von Mecedes-Motorsportchef
Nobert Haug. "Was mit Mikas Auto ist, wissen wir nicht."
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