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Formel
1 - 2001 - 15. von 17 Läufen
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Großer
Preis von Italien - 16. September 2001
Monza * 53 Runden = 305,548 km
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1.
Formel 1-Sieg für Montoya vor Barrichello |
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Juan Pablo Montoya im Williams-BMW hat mit seinem ersten Grand-Prix-Sieg
den erfolgsverwöhnten Ferrari an einem traurigen Wochenende das Heimrennen
in Monza verdorben. Der Kolumbianer siegte am Sonntag beim Großen
Preis von Italien in seinem 15. Formel-Grand-Prix nach einem überlegenen
Rennen vor dem Brasilianer Rubens Barrichello, der sich im Ferrari
wichtige Punkte im Kampf um Platz zwei der Fahrer-Wertung sicherte.
Weltmeister Michael Schumacher wurde in einem von harten Diskussionen
zwischen Fahrern, Teams und Funktionären be-gleiteten Rennen, das
viele Piloten wegen der Terroranschläge auf die USA am liebsten abgesagt
hätten, nur Vierter hinter seinem Bruder Ralf im zweiten Williams-BMW.

1. Formel-Sieg für
Juan-Pablo Montoya bei seinem 15. Grand Prix |
Richtig freuen konnte sich keiner an diesem Tag. Michael Schumacher
war am gesamten Wochenende der Schock über die Terroranschläge in
den USA anzumerken. Die Siegerehrung war eine reine Pflichtübung.
Die obligatorische Champagner-Dusche fiel aus. Montoya fuhr den ersten
kolumbianischen Sieg in der Formel 1 nach Hause. "Ich bin so glücklich",
stellte er nach seinem Erfolg fest. "Alle im Team haben fantastische
Arbeit geleistet."

Barrichello (noch
vor Schummacher) fuhr auf Platz zwei |
Für Feiern war kein Platz. Ralf Schumacher: "Es war ein hervorragendes
Wochenende für das Team, aber ich bin nicht so happy." Zu viel war
in der Woche von Monza passiert. Seinem Bruder Michael war nicht nach
Interviews und Diskussionen über das Rennen zumute. Schweigend zog
er sich zurück.
Einen herben Rückschlag im Kampf um Platz zwei in der WM-Wertung erlitt
David Coulthard zwei Rennen vor Saison-Ende. Schon nach sieben Runden
musste der Schotte seinen McLaren-Mercedes mit Motorschaden abstellen.
Nach 20 Runden kam nach Getriebeschaden das Aus auch für Mika Häkkinen
im zweiten Silberpfeil. Um Platz zwei der WM-Wertung hinter Michael
Schumacher (107) streiten weiterhin Coulthard (57), Barrichello (54)
und Ralf Schumacher (48).
Nick Heidfeld (Mönchengladbach) musste nach technischen Problem am
Sauber-Petronas aus der Boxen-Gasse starten und kam über Platz elf
nicht hinaus. Sein Gladbacher Kollege Heinz- Harald Frentzen musste
seinen Prost-Acer in der 29. Runde nach technischen Problemen ab-stellen.
Montoya übernahm als Trainingsschnellster mit dem Start die Führung,
verfolgt von den beiden Ferrari-Piloten Barrichello und Michael Schu-macher.
In der neunten Runde fuhr Barrichello vorübergehend auf Rang eins.
Schon nach 19 Runden steuerten die beiden Ferrari-Piloten über-raschend
früh die Box an und überließen den beiden Williams-BMW die Führung.
Nach zahlreichen Positionswechseln an der Spitze fuhr Montoya schließlich
als Sieger nach 1:16:58,493 Stunden über die Ziellinie.
Ein Großteil der Fahrer war in Monza nur mit Widerwillen angetreten.
Viele waren wegen der Terroranschläge in den USA für eine Absage.
Vor allem Ralf Schumacher hatte sich vehement gegen die Durchführung
ausgesprochen. "Die meisten Piloten wären hier nicht angetreten, wenn
sie die Wahl gehabt hätten", erklärte der Williams- BMW-Pilot. Aber
sie fanden kein Gehör. Auch der Große Preis der USA in zwei Wochen
in Indianapolis soll wie geplant stattfinden.
Bei der traditionellen Fahrerparade vor dem Rennen legten die Piloten
vor der Haupttribüne eine Schweigeminute ein. Viele Teams gingen mit
Zeichen der Trauer an den Start. Ferrari überklebte seine Sponsorenlogos
und lackierte die Frontpartie schwarz. Michael Schumacher sagte als
Sprecher der Fahrervereinigung GPDA
"Es ist ein Wochenende, an dem viele Dinge falsch laufen." Zur Ver-meidung
eines Unfalls hatten sich die Fahrer mit einer Ausnahme (Villeneuve)
dafür ausgesprochen, nach dem Start in den ersten beiden Schikanen
nicht zu überholen. In der zweiten Schikane war im Vorjahr nach einem
schweren Unfall kurz nach dem Start der Streckenposten Paolo Ghislimberti
von einem abgerissenen Rad tödlich getroffen worden. "Die Fahrer waren
sich einig", sagte Michael Schumacher, "aber nachdem sich die Teams
darüber unterhalten haben, hat sich das geändert."
Drei Teams sprachen sich nach Schumachers Angaben gegen eine solche
Absprache aus. Am Ende wurde nach harten Diskussionen zwischen Fahrern
und Funktionären ein "normaler" Start verordnet. Schumacher ging noch
von Fahrer zu Fahrer, um alle über den Stand der Dinge zu informieren.
Ein Unfall von Jarno Trulli nach dem Start verlief Gott sei Dank glimpflich.
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| 1. Montoya
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| 2.
Barrichello |
| 3. R.
Schumacher |
| 4. M. Schumacher |
| 5. De
La Rosa |
| 6. Villeneuve |
| 11.
Heidfeld |
| Frentzen -
OUT |

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